Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 004

Ein­mal ange­nom­men, der ers­te Film ist nun belich­tet. Wahr­schein­lich fällt denen, die vor­her aus­schließ­lich digi­tal pho­to­gra­phiert haben, auf, wie kurz so ein Film ist: 36 Auf­nah­men (bes­ten­falls)… Das bedeu­tet ja, aus­zu­wäh­len. Das ist einer der Plus­punk­te des Ana­lo­gen: Vor dem Aus­lö­sen macht man sich mehr Gedan­ken. Spä­ter aus­zu­sor­tie­ren (wie bei der Spei­cher­kar­te) ist mög­lich, aber es kos­tet Geld.

Der Film ist also belich­tet. Nun gibt es meh­re­re Mög­lich­kei­ten, wie es wei­ter­ge­hen kann. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 004« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003

Nun haben wir die Kame­ra, den schwarz-weiß Film und auch einen Belich­tungs­mes­ser. Jetzt kann es also los­ge­hen mit den Auf­nah­men. Dabei gilt es zu beach­ten, dass der Ver­zicht auf Far­be ja zu einer Ver­frem­dung und Abs­trak­ti­on der Bil­der rela­tiv zum auf­ge­nom­me­nen Objekt führt. – Viel­leicht ist dies sogar der eigent­li­che Grund, schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren?

Wer »etwas« auf­nimmt, weil es sie oder ihn anspricht, kommt schnell dahin, zu bemer­ken, dass ein­zel­ne Bil­der bes­ser oder schlech­ter funk­tio­nie­ren in schwarz-weiß. Wenn die­ses Umden­ken vor der Auf­nah­me geschieht, dann hat man das erreicht, was manch­mal mit dem Über­gang zwi­schen Knip­sen und gestal­te­ter Pho­to­gra­phie beschrie­ben wird. – In Zei­ten, in denen der Ton bei Digi­tal­ka­me­ras aus­ge­schal­tet wer­den kann, ist das ono­ma­to­poe­ti­sche Wort »knip­sen« weni­ger ange­bracht.  Ich spre­che lie­ber vom Prä­vi­sua­li­sie­ren für die Vor­stel­lung vom fer­ti­gen Bild vor der Auf­nah­me. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment: Ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 002

Nach­dem wir nun einen Film und eine Kame­ra haben, stellt sich die Fra­ge, wie wir die Belich­tung bestim­men. Soll­te die Kame­ra Belich­tungs­zeit und Blen­de selbst wäh­len, haben wir kei­ne ande­re Wahl. Ide­al aber wäre es, wenn wir hier selbst vor­wäh­len könn­ten.

Gera­de älte­re Kame­ras haben oft kei­nen Belich­tungs­mes­ser ein­ge­baut (oder – auch nicht schlecht) Zeit und Blen­de funk­tio­nie­ren leid­lich genau manu­ell, der Belich­tungs­mes­ser aber erfor­dert eine Bat­te­rie (die leer ist, aus­ge­lau­fen oder nicht mehr erhält­lich oder was auch immer): Dann müs­sen wir selbst mes­sen. »Ein Expe­ri­ment: Ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 002« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment – ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 001

Immer mal wie­der fragt mich jemand, wie man denn »ein­fach mal so« ana­log schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren ver­su­chen kann. Aber bit­te ohne viel Auf­wand, ohne gro­ße Inves­ti­tio­nen.  Weil es hier­zu ja zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten ganz unter­schied­li­cher Art gibt, habe ich eine klei­ne Serie vor. In den Fol­gen gehe ich jeweils auf einen oder eini­ge Aspek­te ein.

Ana­log – also Film: Aber wel­cher?

Ich bestel­le mei­ne Fil­me meist in grö­ße­ren Packun­gen bei den ein­schlä­gi­gen Ver­sen­dern, bei maco­di­rect, bei Nord­fo­to oder foto­impex. Wer bloß einen ein­zel­nen Film kau­fen möch­te, ist da aber wegen der Ver­sand­kos­ten nicht so gut bedient. »Ein Expe­ri­ment – ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 001« wei­ter­le­sen

mein Kalen­der 2017 geht in Druck

Mein Kalen­der 2017 ist druck­fer­tig. Am Sonn­tag (4. Dezem­ber) wer­de ich die erfor­der­li­che Men­ge bestel­len und dru­cken las­sen.

Weil ich regel­mä­ßig Wün­sche höre, wenn der Kalen­der fer­tig ist, kün­di­ge ich ihn hier an: Wer einen haben möch­te, kann ihn für 26,00 € bei mir bekom­men; wenn ich ihn ver­sen­den muss, kom­men 5,00 € dazu (ins­ge­samt also 31,00 €).

Gebo­ten wer­den zwölf Monats­blät­ter zuzüg­lich Titel­blatt, dazu jeweils ein Über­­­sichts-Blatt mit Kalen­da­ri­um je Monat.

Auf dem Deck­blatt ist übri­gens die Lei­ne­masch in Alt-Laa­t­­zen zu sehen.

Alle Bil­der sind far­big gedruck­te, geton­te schwarz-weiß Bil­der; ins­ge­samt 26 Sei­ten im For­mat 33 cm x 26 cm.

Pho­to­pro­jekt ab 1. Advent…

»You would’n find a talen­ted troll« (Sean Tucker, 2016)

Das Inter­net ist bequem. Belie­big vie­le Arbei­ten ande­rer kann man sich anse­hen. Eine gan­ze Anzahl von Lesen­den kom­men­tiert, und zwar oft nega­tiv. Wer sol­che Kom­men­ta­re erhält, kann sich immer­hin gewiss sein, dass das, was er/​sie online gestellt hat, beacht­lich ist. Sonst gäbe es kei­ne Auf­merk­sam­keit und kei­ne Trol­le. Kei­ne ent­spre­chen­den nega­ti­ven Kom­men­ta­re.

Wenn ich etwas schaf­fen möch­te, dann muss ich mich aufs Werk kon­zen­trie­ren, nicht auf das, was ande­re dazu den­ken. Das habe ich für einen Zeit­raum von sechs Mona­ten vor.

Ich habe beschlos­sen, ab dem 1. Advent ein ana­lo­ges Pho­to­pro­jekt zu star­ten. – Alle wesent­li­chen Din­ge im Leben gesche­hen wei­ter­hin ana­log. – Das soll ein hal­bes Jahr lang lau­fen. Ich wer­de wöchent­lich einen ana­lo­gen schwarz-weiß-Film belich­ten (gleich ob Klein­bild, Mit­tel­for­mat oder Groß­bild) und ent­wi­ckeln. Eini­ge der Auf­nah­men wer­de ich ver­grö­ßern, zumin­dest Kon­takt­ab­zü­ge will ich erstel­len.

Am Ende, nach einem hal­ben Jahr, möch­te ich eini­ge der Bil­der aus­stel­len. Ande­ren über­las­se ich es dann, sich ein Bild zu machen, ob ich in der Zeit Fort­schrit­te gemacht haben wer­de. (Sel­te­ne Gele­gen­heit für Futur II). – Ob ich hier Bil­der zei­ge, ent­schei­de ich dann.

Mono­­chrom-Cast

Wenn ande­re Ver­pflich­tun­gen mir die Zeit las­sen, dann wer­de ich über die Pho­tos und mei­ne Ein­sich­ten eine Rei­he an Audio-Pod­­casts anfer­ti­gen. Bis zum Ende des Pro­jekts wer­de ich hier kei­ne der Bil­der zei­gen. – In den Pod­casts aber, so hof­fe ich, erhal­ten Inter­es­sier­te einen Ein­blick. Viel­leicht ent­steht ein Bild im Kopf. Bei dem einen oder der ande­ren…

Die Zeit vor dem Moni­tor ist kost­bar. Wir alle haben viel zu tun, wobei wir nicht auf den Moni­tor sehen kön­nen. Ich den­ke, dass ein Pod­cast hilft, den man beim Kochen, Bügeln, Ein­schla­fen usw. hören kann. Selbst schät­ze ich Pod­casts. Fern­se­hen neh­me ich fast nicht wahr, ein Leben ohne Deutsch­land­funk und Pod­casts ist kaum denk­bar. Jeden­falls nicht wün­schens­wert.

War­um soll­te es in sol­chen Bei­trä­gen nicht um Bil­der gehen? Ums Arbei­ten im Labor, um das Nach­den­ken über Aus­schnitts­wahl, Gra­da­ti­on, Belich­tung, Ent­wick­ler? – War­um soll­te es nicht ums Pho­to­gra­phie­ren selbst gehen? Wenn ich eine Groß­bild­ka­me­ra mit­neh­me, fal­len Mikro­phon und Rekor­der kaum ins Gewicht.

Der durch­schnitt­li­che Pod­cast erreicht, so habe ich gele­sen, acht Fol­gen. Ich hof­fe, dass es bei mir mehr wer­den. Die wer­den in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den online gehen, kön­nen aber – z.B. über iTu­nesver­folgt wer­den. Als Titel habe ich »Mono­­chrom-Cast« (nicht zu ver­wech­seln mit »mono-Chro­­me­­cast«) gewählt.

Auch hier, auf mei­ner Web­site, wer­den die Fol­gen erschei­nen. – Für die säku­la­ri­sier­ten unten den Lesen­den: Der 1. Advent ist am Sonn­tag, 27. Novem­ber 2016 und damit beginnt das neue Kir­chen­jahr und mein Pro­jekt.