Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003

Nun haben wir die Kame­ra, den schwarz-weiß Film und auch einen Belich­tungs­mes­ser. Jetzt kann es also los­ge­hen mit den Auf­nah­men. Dabei gilt es zu beach­ten, dass der Ver­zicht auf Far­be ja zu einer Ver­frem­dung und Abs­trak­ti­on der Bil­der rela­tiv zum auf­ge­nom­me­nen Objekt führt. – Viel­leicht ist dies sogar der eigent­li­che Grund, schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren?

Wer »etwas« auf­nimmt, weil es sie oder ihn anspricht, kommt schnell dahin, zu bemer­ken, dass ein­zel­ne Bil­der bes­ser oder schlech­ter funk­tio­nie­ren in schwarz-weiß. Wenn die­ses Umden­ken vor der Auf­nah­me geschieht, dann hat man das erreicht, was manch­mal mit dem Über­gang zwi­schen Knip­sen und gestal­te­ter Pho­to­gra­phie beschrie­ben wird. – In Zei­ten, in denen der Ton bei Digi­tal­ka­me­ras aus­ge­schal­tet wer­den kann, ist das ono­ma­to­poe­ti­sche Wort »knip­sen« weni­ger ange­bracht.  Ich spre­che lie­ber vom Prä­vi­sua­li­sie­ren für die Vor­stel­lung vom fer­ti­gen Bild vor der Auf­nah­me. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003« wei­ter­le­sen