Live-Beschal­lung: Musik der Refor­ma­ti­ons­zeit in Stift Fisch­beck

Ges­tern fand im Stift Fisch­be­cken ein »Abtei­pick­nick« mit Musik der Refor­ma­ti­ons­zeit statt. Neben den fünf Musiker/inne/n war ich für guten Ton enga­giert. Zwei Gam­ben, zwei Ghrottae, dazu Gesang bzw. Per­cus­sion, das ist eben eher lei­se Musik.

Gera­de sol­che zer­brech­li­chen Klän­ge erfor­dern eini­gen ton­tech­ni­schen Auf­wand, wenn es denn gut klin­gen soll: Aus­ge­wähl­te Kon­den­sa­tor­mi­kro­pho­ne, zwei Groß­mem­bra­ner für die Gam­ben, zwei Klein­mem­bran-Stu­dio­mi­kros für die Ghrottae und ein Elec­tret-Kon­den­sa­tor­mi­kro­phon für die Sängerin/Percussionistin. Von da durchs digi­ta­le Mul­ti­core ins Digi­tal­misch­pult, von da auf die Gesangs­an­la­ge, die den Kreuz­gang beschall­te, denn die­ser Som­mer fiel ges­tern ins Was­ser.

Bei die­sen wid­ri­gen Ver­hält­nis­sen schlu­gen sich Lin­da Hamann, Eva Sophie Schmidt, Uta Meh­lig, Die­ter Klaus Pei­se und Karl-Lud­wig Schmidt wacker. Für mich beson­ders her­aus­for­dernd fand ich die bei den Tanz- und Unter­hal­tungs­stü­cken stark wech­seln­den Instru­men­te. Maul­trom­meln, Flö­ten, Streich­ps­al­ter u.v.a.m. Qua­si pri­ma vis­ta gilt es, den erfor­der­li­chen Vor­ver­stär­kungs­pe­gel zu schät­zen.

Eigent­lich ein klei­nes Kon­zert, fei­ne Musik, die kaum Beach­tung fin­det und teils zu Unrecht ver­ges­sen scheint. Ande­rer­seits ist ein Kreuz­gang (zum Innen­hof offen) im strö­men­den Regen nicht unbe­dingt der idea­le Ort für die emp­find­li­chen Instru­men­te, gera­de was deren Stim­mung angeht. So wur­de es ein Kampf um Into­na­ti­on und gegen die wid­ri­gen Ver­hält­nis­se. Lei­der.