Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003

Nun haben wir die Kame­ra, den schwarz-weiß Film und auch einen Belich­tungs­mes­ser. Jetzt kann es also los­ge­hen mit den Auf­nah­men. Dabei gilt es zu beach­ten, dass der Ver­zicht auf Far­be ja zu einer Ver­frem­dung und Abs­trak­ti­on der Bil­der rela­tiv zum auf­ge­nom­me­nen Objekt führt. – Viel­leicht ist dies sogar der eigent­li­che Grund, schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren?

Wer »etwas« auf­nimmt, weil es sie oder ihn anspricht, kommt schnell dahin, zu bemer­ken, dass ein­zel­ne Bil­der bes­ser oder schlech­ter funk­tio­nie­ren in schwarz-weiß. Wenn die­ses Umden­ken vor der Auf­nah­me geschieht, dann hat man das erreicht, was manch­mal mit dem Über­gang zwi­schen Knip­sen und gestal­te­ter Pho­to­gra­phie beschrie­ben wird. – In Zei­ten, in denen der Ton bei Digi­tal­ka­me­ras aus­ge­schal­tet wer­den kann, ist das ono­ma­to­poe­ti­sche Wort »knip­sen« weni­ger ange­bracht.  Ich spre­che lie­ber vom Prävi­sua­li­sie­ren für die Vor­stel­lung vom fer­ti­gen Bild vor der Auf­nah­me. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003« wei­ter­le­sen

Mono­­chrom-Cast Nr. 010: Kom­po­si­ti­on oder Impro­vi­sa­ti­on?!

In die­ser Fol­ge geht es um Bild-Bau­er und Bild-Sucher (ich bin eher das zwei­te). Die hohe Kunst besteht dar­in, sen­si­bel für die Umge­bung zu wer­den, dabei aber das Hand­werk so zu beherr­schen, dass die Impro­vi­sa­ti­on eines Augen­blicks wie ein kom­po­nier­tes Bild funk­tio­niert. Gleich­sam voll­kom­men.

Dies ist die ers­te Fol­ge, die ohne Manu­skript, qua­si als Impro­vi­sa­ti­on vor dem Mikro­phon, ent­stand. Auch dies­be­züg­lich gilt es zu üben. Noch bin ich (auch hin­sicht­lich des Edi­tie­rens) nicht ganz zufrie­den. Vor­her eine Poin­te aus­zu­for­mu­lie­ren ist eines, sie in der Audio­be­ar­bei­tung her­zu­stel­len aus meh­re­ren Sät­zen, das ist etwas ande­res.