Mono006 : Vom Hob­by und dem Aufgeben

In der sechs­ten Fol­ge mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger schwarz-weiß Pho­to­gra­phie geht es um Still­stän­de, die man­che zum Auf­ge­ben der Pho­to­gra­phie brin­gen. Ein­fach, weil sie nicht erken­nen kön­nen, wie und wo sie wei­ter kom­men können.

Wer kon­kre­te Zie­le hat und viel­leicht jeman­den um Umfeld, der hel­fen kann, die tech­ni­schen Unter­schie­de zwi­schen dem, das wir kön­nen, und dem, das wir erstre­ben, gang­bar zu machen, ist gut dran. Mir ist ein Freund und frü­he­rer Kunst­leh­rer da sehr hilf­reich gewe­sen. Er leg­te immer wie­der ein Blatt Papier auf mei­ne Bil­der und sag­te: »So spricht es mich mehr an.« – Immer hat­te er Recht.

In tech­ni­scher Hin­sicht habe ich von einem ande­ren Freund und frü­he­ren Sach­ver­stän­di­gen für Foto­gra­fie der Hand­werks­kam­mer viel gelernt. – Am bes­ten aber waren Bild­ana­ly­sen und der Ver­such, etwas nachzumachen.

Mono005 Die Kame­ra­wahl: Manch­mal kommt es aufs For­mat an…

Die Wahl der Kame­ra wird bei mir ganz wesent­lich durch zwei Kenn­grö­ßen geprägt: Durch das Sei­ten­ver­hält­nis und durch den Sucher­typ. Mit unter­schied­li­chen Kame­ras ent­ste­hen – bedingt durch das jewei­li­ge Sei­ten­ver­hält­nis – unter­schied­lich kom­po­nier­te Bil­der. Ich spre­che dar­über, war­um ich bestimm­te For­ma­te sehr schät­ze, etwa das Qua­drat des 6 x 6 For­mats oder das »Ide­al­for­mat« 6 x 7 cm. Ande­rer­seits gibt es For­ma­te, die mich nicht anspre­chen – wie 3:4 etwa. So bei 4,5 x 6 oder MFT.

Neben dem Sei­te­ver­hält­nis ist für mich die Wahl zwi­schen einer Kame­ra mit Matt­schei­be (im Schacht­su­cher oder mit schwar­zem Tuch zu betrach­ten) oder mit Durch­­­blick-Sucher ent­schei­dend. Bei letz­te­rer bli­cke ich eher aufs Motiv, statt aufs Bild. Bei der schon zwei­di­men­sio­na­len Matt­schei­be, die ich mit bei­den Augen betrach­ten kann, habe ich gleich­sam ein Bild vor Augen, statt »bloß« das Motiv.

Nicht immer kann man die Kame­ra frei wäh­len. Wenn aber doch, so sind mir das Sei­ten­ver­hält­nis und der Sucher wesent­li­che Kriterien.

Auf dem Bild zu die­sem Pod­cast habe ich die Lin­hof Tech­ni­ka 70 mit ihrer Matt­schei­be (56 mm x 72 mm – etwa 6:7, Ide­al­for­mat) abge­bil­det. Die­se Kame­ra bie­tet auch einen Mess­su­cher mit einer effek­tiv grö­ße­ren Basis des Ent­fer­nungs­mes­sers als die Lei­ca M6 das tut.

Das Werk­zeug wirkt auf das Werk ein. Ich mei­ne, dass das auch in der Pho­to­gra­phie gilt. Dar­um kom­po­nie­re ich lie­ber vor­her als hin­ter­her Aus­schnit­te zu wäh­len. Beim Ver­grö­ßern las­se ich gern den Film­rand im Bild. Spu­ren des Werk­zeugs gleichsam.

Mono004 nicht nach­äf­fen, son­dern mit pho­to­gra­phi­schen Mitteln

In der vier­ten Fol­ge mei­nes Mono­­chrom-Cast geht es dar­um, wie die Mit­tel des pho­to­gra­phi­schen Medi­ums bei mir auf die Art der Dar­stel­lung ein­wir­ken sol­len. Ganz prak­tisch spre­che ich über Schärfen­tie­fe und Blen­de, über digi­ta­le Fokus-Stacks und ana­lo­ge Ver­stel­lun­gen, so dass die Schär­fe dem Motiv folgt.

In die­ser Fol­ge geht es um »strai­ght pho­to­gra­phy«, die rei­ne Pho­to­gra­phie, die die Grup­pe f/​64 von Edward West­on und Ansel Adams so präg­te, im Gegen­satz zu der pic­to­ria­lis­ti­schen Pho­to­gra­phie anderer.

Es geht um Details und um die tech­ni­schen Mit­tel, mit denen sich die­se Details abbil­den lassen.

Am Bei­spiel mei­nes Bil­des eines Gum­­mi­­baum-Bla­t­­tes kom­me ich auf unse­re Wahr­neh­mung eines sol­chen Blat­tes. Wenn nur ein Teil des Blat­tes scharf wie­der­ge­ge­ben wür­de, wäre das kon­­tra-intui­­tiv. Wie kom­men wir aus dem Dilemma?

Mono003 Über gol­de­ne Kugeln und mei­ne Phototechnik

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger Schwarz-Weiß-Pho­­to­­gra­­phie geht es um unse­re Wün­sche und Erwar­tun­gen ans Equip­ment. Wenn ich bloß die­se Kame­ra, die­ses Objek­tiv hät­te… Außer­dem spre­che ich über mei­ne ers­ten drei Fil­me aus dem sechs­mo­na­ti­gen Pho­to­pro­jekt, einen Film pro Woche zu belich­ten und zu ent­wickeln. Ich spre­che über die ein­ge­setz­ten Fil­me, Objek­ti­ve, Kame­ras. Aber auch über das, was gut funk­tio­niert hat oder weni­ger gut, was ich gelernt habe, was ich kann, wo ich noch nach­zu­le­gen habe.

Ich bin eher ein Bild­su­cher denn ein Bild­bau­er. Ich kann Moti­ve wohl erken­nen, wenn ich sie sehe. Sie aber selbst zu kom­po­nie­ren, das fällt mir deut­lich schwe­rer als die rei­ne Pho­to­gra­phie. Kod­ak D‑76 habe ich als Ent­wick­ler die­ser Wochen erko­ren. Bei unter­schied­li­chen Fil­men hat er aus­ge­zeich­net funktioniert.

Mono002 Repro­duk­ti­on und Unikate

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Mono­chrom-Cast geht es um das Pho­to­la­bor als zwei­te Stu­fe in der Bear­bei­tung. Wer nur pho­to­gra­phiert und alles wei­te­re in ande­re Hän­de gibt, erreicht allen­falls zufäl­lig das erstreb­te Bild. In die­ser Aus­ga­be geht es um Ansel Adams und Voja Mitro­vic, den Labo­ran­ten, der die Bil­der Car­tier-Bres­sons zu Papier brach­te, aber auch für Kou­del­ka, Sal­ga­do, Dois­ne­au und vie­le ande­re. Das Labor eben kei­ne »black box«.

Mono001 Wor­in bes­ser werden?

Hier ist der ers­te Mono­chrom-Cast, der Auf­takt für mei­ne Pod­cast-Rei­he über mein Pho­to­pro­jekt zu ana­lo­ger schwarz-weiß Pho­to­gra­phie. Für ein hal­bes Jahr habe ich ein Pho­to­pro­jekt begon­nen. In jeder Woche möch­te ich einen Film (Klein­bild, Mit­tel­for­mat oder Groß­bild) belich­ten und ent­wi­ckeln. Dabei möch­te ich bes­ser wer­den. Wor­in bes­ser wer­den? Was heißt in die­ser Hin­sicht eigent­lich »gut«?

Zwei Freun­de habe ich zu mei­nem Pro­jekt gespro­chen und bin gespannt wie ande­re auf­neh­men, was ich da vor­ha­be. Vom Pho­to zu spre­chen, das ist wie Düf­te zu malen? Da bin ich mir nicht sicher. Pho­to­gra­phie hat ein gutes Stück hand­werk­li­che Antei­le. Dane­ben gibt es aber mehr als Kun­den­wün­sche zu erfül­len, es gibt etwas, das ich errei­chen möch­te. Dar­um mache ich Bil­der. Ruhm und Ehre sind es für mich als gewähl­ten Ama­teur nicht. Zu pho­to­gra­phie­ren ist eine Lebens­wei­se, ein Modus, der Welt zu begeg­nen, sie in Ton­wer­te zu ord­nen und die­se Ska­la von schwarz bis weiß in den Kan­ten mei­nes Bil­des zu ord­nen. Zu kom­po­nie­ren, zu arrangieren.

»In mei­ne Sai­ten greif ich ein…« -

Der Titel die­ses Bei­trags stammt aus Goe­thes Rat­ter­fän­ger­lied und steht gewis­ser­ma­ßen für eine popu­lä­re Musik-»Kultur«. Um es mit Adam Raf­fer­ty zu sagen: »Man hat die Wahl, drei Akkor­de vor tau­send Men­schen zu spie­len oder tau­send Akkor­de vor drei Men­schen. Ers­te­res ist Pop, letz­te­res ist Jazz.« Dass es mal eine Zeit gab, in der Jazz getanzt wurde …

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Fund­sa­che: Kurz-Video mit Andy Güt­te und mir live

Vor Jah­ren hat­te ich eine Pho­to­aus­stel­lung. Es gab aller­lei ana­lo­ge schwarz-wei­­­ßen Por­traits (von Mit­­­­­tel­­­for­­­mat- und Groß­­­bild-Nega­­­ti­­­ven) bei mir in der Kir­chen­ge­mein­de. Zum Auf­takt gab es einen Got­tes­dienst und eine klei­ne Ver­nis­sa­ge. Bei­des Anlass mit Andy Güt­te am Vibra­phon und mir an der Gitar­re, etwas Musik zu machen. Einen Video­clip davon hat Andy Güt­te sei­ner­zeit online …

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