Mono­­chrom-Cast Nr. 004 – nicht nach­äf­fen, son­dern mit pho­to­gra­phi­schen Mit­teln

In der vier­ten Fol­ge mei­nes Mono­­chrom-Cast geht es dar­um, wie die Mit­tel des pho­to­gra­phi­schen Medi­ums bei mir auf die Art der Dar­stel­lung ein­wir­ken sol­len. Ganz prak­tisch spre­che ich über Schärfen­tie­fe und Blen­de, über digi­ta­le Fokus-Stacks und ana­lo­ge Ver­stel­lun­gen, so dass die Schär­fe dem Motiv folgt.

In die­ser Fol­ge geht es um »strai­ght pho­to­gra­phy«, die rei­ne Pho­to­gra­phie, die die Grup­pe f/​64 von Edward West­on und Ansel Adams so präg­te, im Gegen­satz zu der pic­to­ria­lis­ti­schen Pho­to­gra­phie ande­rer.

Es geht um Details und um die tech­ni­schen Mit­tel, mit denen sich die­se Details abbil­den las­sen.

Am Bei­spiel mei­nes Bil­des eines Gum­­mi­baum-Bla­t­­tes kom­me ich auf unse­re Wahr­neh­mung eines sol­chen Blat­tes. Wenn nur ein Teil des Blat­tes scharf wie­der­ge­ge­ben wür­de, wäre das kon­­tra-intui­­tiv. Wie kom­men wir aus dem Dilem­ma?

Mono­­chrom-Cast Nr. 003 – Über gol­de­ne Kugeln und mei­ne Pho­to­tech­nik

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger Schwarz-Weiß-Pho­­to­gra­­phie geht es um unse­re Wün­sche und Erwar­tun­gen ans Equip­ment. Wenn ich bloß die­se Kame­ra, die­ses Objek­tiv hät­te… Außer­dem spre­che ich über mei­ne ers­ten drei Fil­me aus dem sechs­mo­na­ti­gen Pho­to­pro­jekt, einen Film pro Woche zu belich­ten und zu ent­wick­eln. Ich spre­che über die ein­ge­setz­ten Fil­me, Objek­ti­ve, Kame­ras. Aber auch über das, was gut funk­tio­niert hat oder weni­ger gut, was ich gelernt habe, was ich kann, wo ich noch nach­zu­le­gen habe.

Ich bin eher ein Bild­su­cher denn ein Bild­bau­er. Ich kann Moti­ve wohl erken­nen, wenn ich sie sehe. Sie aber selbst zu kom­po­nie­ren, das fällt mir deut­lich schwe­rer als die rei­ne Pho­to­gra­phie. Kod­ak D-76 habe ich als Ent­wick­ler die­ser Wochen erko­ren. Bei unter­schied­li­chen Fil­men hat er aus­ge­zeich­net funk­tio­niert.

Mono­chrom-Cast Nr. 002 – Repro­duk­ti­on und Uni­ka­te

Mono­chrom-Cast Nr. 001 – Wor­in bes­ser wer­den?

Umzug abge­schlos­sen

Nach­dem mein bis­he­ri­ger Hos­ter sei­ne Ser­ver ins Aus­land ver­legt hat und mir lie­ber teu­re SSL-Zer­ti­fi­ka­te ver­kau­fen woll­te, als dass ich ein selbst erstell­tes kos­ten­lo­ses ein­bin­den konn­te, habe ich mich nach vie­len Jah­ren zum Umzug zu einem ande­ren Hos­ter ent­schie­den.

Das selbst ist schnell gemacht, aber statt alles wie­der her­zu­rich­ten wie gehabt, ist das ja eine Gele­gen­heit, man­ches neu und anders zu machen. – Habe also ent­schie­den, bei der Gele­gen­heit die Inhal­te neu zu struk­tu­rie­ren. Das macht selbst­ver­ständ­lich mehr Arbeit, und die bis­he­ri­gen Inhal­te, etwa mei­ne Mono­chrom-Cast-Pod­casts kom­men wie­der, müs­sen aber erst wie­der hier ein­ge­baut wer­den.

Schön, dass Du/Sie hier sind.

»In mei­ne Sai­ten greif ich ein…« -

Jazz­gi­tar­re, der Ton­ab­neh­mer und mei­ne Spiel­wei­se bestim­men den Ton.

Der Titel die­ses Bei­trags stammt aus Goe­thes Rat­ter­fän­ger­lied und steht gewis­ser­ma­ßen für eine popu­lä­re Musik-»Kultur«.

Um es mit Adam Raf­fer­ty zu sagen: Man hat die Wahl, drei Akkor­de vor tau­send Men­schen zu spie­len oder tau­send Akkor­de vor drei Men­schen. Ers­te­res ist Pop, letz­te­res ist Jazz.

Dass es mal eine Zeit gab, in der Jazz getanzt wur­de (ja, gibt es auch heu­te noch…), in der es eine Mas­sen­kul­tur war. Das wun­dert mich doch, denn wenn ich mit Motor­rad an der Ampel ste­he, ste­hen oft Autos da, deren Fah­rer Musik hören, die ich mithöre(n muss). – Das meis­te ist (vor­sich­tig for­mu­liert) »nicht mei­ne Musik«. – Ande­rer­seits ist »mei­ne« eine abso­lu­te Nische. 🙂

Weil mich immer wie­der mal Men­schen fra­gen zu mei­nem Ton und dazu, wie ich den erzeu­ge, hier ein Bei­trag zur Jazz­gi­tar­re; zu den akus­ti­schen kommt mög­li­cher­wei­se spä­ter etwas.

Es han­delt sich um eine Epi­pho­ne Broad­way, eine güns­ti­ge Vari­an­te zu den Gib­­son-Vor­­­bil­­dern. Aller­dings spie­le ich an Hals­po­si­ti­on (und nur die­ser Ton­ab­neh­mer ist im Ein­satz) statt des Ori­gi­na­len einen Bar­to­li­ni 1C-TA, einen Hum­bu­cker, der klingt wie ein Sin­g­le-Coil auf Dro­gen, Höhen ohne Ende, dabei stö­rungs­frei, wie es sich für einen Hum­bu­cker gehört. Den kann man bei E-Bay in den USA ein­fach bestel­len. Er ist deut­lich akus­ti­scher als die typi­schen Jazz-Ton­a­b­­neh­­mer, die sämt­lich etwas nasal klin­gen. Bill Bar­to­li­ni ent­wi­ckel­te die­sen Pick­up in Zusam­men­ar­beit mit Tuck And­ress. Der Pick­up ist ange­win­kelt mon­tiert, deut­lich näher an den hohen Sai­ten als an den tie­fen. Somit noch mehr strah­len­de Höhen – und die Bäs­se haben hin­rei­chend Platz, um zu schwin­gen.

Der Volu­­men- und Ton­po­ti sind voll auf­ge­dreht. Der zwei­te Pick­up ist nicht in Betrieb. Von hier geht es durch ein kur­zes Kabel in eine Sun­­­ri­­se-Buf­­fer­­box SB-1 (dar­in sind zwei 9 V Bat­te­ri­en – also 18 V ins­ge­samt), es han­delt sich um einen Vor­ver­stär­ker und Impe­danz­wand­ler, um die 1 M-Ohm auf Line-Pegel und -Impe­danz zu brin­gen. Von hier gehe ich in eine BSS-DI-Box (in der -20 dB Ein­gangs­stel­lung).  Das Ziel ist, mög­lichst wenig vom Klang (gera­de von den Höhen) zu ver­lie­ren. Ja, die Ein­gangs­im­pe­danz in der Stel­lung 0 dB der DI-Box ist auch auf 1 M-Ohm aus­ge­legt, aber es klingt nicht so gut und rund wie mit der Sun­­­ri­­se-Box.

Ich spie­le Ernie Ball Sai­ten, meist 11–52 oder 12–54. – Von der bss-Box geht es ent­we­der in mei­nen trag­ba­ren Ver­stär­ker (Schertler David) oder in eine vor­han­de­ne Saal­an­la­ge oder ins Misch­pult.

wie­der bei Flickr…

Nach­dem ich eini­ge Jah­re lang bei Flickr ange­mel­det (gewe­sen) war, dort eige­ne Bil­der gezeigt habe und die ande­rer ange­se­hen und teils kom­men­tiert hat­te, habe ich mich vor Jah­ren abge­mel­det und mei­ne Bil­der gelöscht.

Nun, ich kom­me nicht umhin: Flickr ist ein sehr anre­gen­der Ort, gera­de auch für Men­schen, die sich für ana­lo­ge Bil­der inter­es­sie­ren. Also habe ich mich vor eini­gen Tagen wie­der ange­mel­det. Eini­ge mei­ner Bil­der, die ich (ana­log) aufgenom­men habe, sind hier zu sehen.

Mir geht es vor allem dar­um, bestimm­ten Leu­ten dort fol­gen zu kön­nen, also regel­mä­ßig zu sehen, was sie an Bil­dern zei­gen. – Ein Tipp hier: Lajos Siro, ein unga­ri­scher Licht­bild­ner. Sei­ne vor allem mit einer Lin­hof-Fach­­ka­­me­­ra aufgenom­me­nen Arbei­ten (weni­ger die Edel­dru­cke) fin­de ich sehr anre­gend.

Fund­sa­che: Kurz-Video mit Andy Güt­te und mir live

Vor Jah­ren hat­te ich eine Pho­to­aus­stel­lung. Es gab aller­lei ana­lo­ge schwarz-wei­­ßen Por­traits (von Mit­­­tel­­for­­mat- und Groß­­bild-Nega­­ti­­ven) bei mir in der Kir­chen­ge­mein­de. Zum Auf­takt gab es einen Got­tes­dienst und eine klei­ne Ver­nis­sa­ge. Bei­des Anlass mit Andy Güt­te am Vibra­phon und mir an der Gitar­re, etwas Musik zu machen. Einen Video­clip davon hat Andy Güt­te sei­ner­zeit online gestellt.

Bei Face­book zwar, aber der Clip ist ohne Face­book-Regis­­trie­­rung zugäng­lich. – Ich emp­feh­le, die Qua­li­tät auf HD zu stel­len und die Bild­grö­ße auf Voll­for­mat. Hier ist der Video­clip.

Neben­bei: Ein gutes und geseg­ne­tes neu­es Jahr 2017 wün­sche ich allen.

mein Kalen­der 2017 geht in Druck

Mein Kalen­der 2017 ist druck­fer­tig. Am Sonn­tag (4. Dezem­ber) wer­de ich die erfor­der­li­che Men­ge bestel­len und dru­cken las­sen.

Weil ich regel­mä­ßig Wün­sche höre, wenn der Kalen­der fer­tig ist, kün­di­ge ich ihn hier an: Wer einen haben möch­te, kann ihn für 26,00 € bei mir bekom­men; wenn ich ihn ver­sen­den muss, kom­men 5,00 € dazu (ins­ge­samt also 31,00 €).

Gebo­ten wer­den zwölf Monats­blät­ter zuzüg­lich Titel­blatt, dazu jeweils ein Über­­­sichts-Blatt mit Kalen­da­ri­um je Monat.

Auf dem Deck­blatt ist übri­gens die Lei­ne­masch in Alt-Laa­t­­zen zu sehen.

Alle Bil­der sind far­big gedruck­te, geton­te schwarz-weiß Bil­der; ins­ge­samt 26 Sei­ten im For­mat 33 cm x 26 cm.

Fritz Sie­bert, Cem­ba­lo – auf­ge­nom­men von mir…

Bei die­ser CD han­delt es sich um eine klei­ne aber fei­ne musi­ka­li­sche Visi­ten­kar­te aus dem Jahr 2011, mit der sich der Cem­ba­list Fritz Sie­bert einem grö­ße­ren Publi­kum  prä­sen­tier­te. – Hier ein Stück zur Pro­be (Jean-Phil­ip­­pe Rame­au, Gavot­te et six dou­bles, dar­aus die Gavot­te).

Die Auf­nah­men mach­te ich in einem inzwi­schen abge­ris­se­nen, aber sehr wohl­klin­gen­den Gemein­de­haus in Han­no­ver. Mit nur zwei Neu­mann KM-184 in ORTF-Auf­­stel­­lung (wir haben vor­her ande­res ver­sucht) kamen wir zu die­sem Ergeb­nis, das uns über­zeug­te. Sehr direkt, schlicht.

An einem Frei­tag bau­ten wir das Cem­ba­lo auf, such­ten gut eine Stun­de lang den bes­ten Platz im Saal (viel Par­kett, getä­fel­te Wän­de, Fens­ter, deren Vor­hän­ge wir vor­ge­zo­gen hat­ten). Der Raum ist hoch und klang sehr gut. Allein: Eini­ge Lam­pen­ver­klei­dun­gen gerie­ten durch das Cem­ba­lo in Schwin­gung. Am Frei­tag waren Fritz Sie­bert und ich guter Din­ge. Die Auf­nah­men waren für den Sams­tag geplant.

Die größ­te Her­aus­for­de­rung aber bil­de­ten tags drauf die Vögel, die vor den Fens­tern schrien und san­gen. Abends waren die ruhig gewe­sen. Die Stra­ße ist hin­rei­chend weit weg. – Die Vögel aber hat­ten wir nicht erwar­tet.

In die Fens­ter­ni­schen bau­ten wir Tür­me aus Umzugs­kar­tons mit Ver­klei­dungs­ma­te­ri­al, Kos­tü­men usw. von einem Kin­­der-Musi­­cal. Wohl dem, der so etwas vor­fin­det… Ich habe auf­ge­nom­men mit einem Mac­Book und einem Fire­face von RME, auf den Ohren hat­te ich bei der Auf­nah­me mei­nen geschlos­se­nen Senn­hei­ser HD265-Kopf­­­hö­­rer, den in seit bald zwan­zig Jah­ren bei Auf­nah­me regel­mä­ßig nut­ze. Durch die geschlos­se­ne Bau­wei­se höre ich nur, was auf der Auf­nah­me ankommt. Da ich lei­se höre, dringt auch nichts bzw. nur sehr wenig nach drau­ßen.

Nach­be­ar­bei­tung

im enge­ren Sin­ne fand nicht statt. Ich habe geschnit­ten, ja. Wir haben jedes Stück mehr­fach auf­ge­nom­men, und teils zusam­men­ge­fügt. Beim Cem­ba­lo ist das bedeu­tend ein­fa­cher als beim Pia­no, weil hier ja kei­ne Dyna­mik im enge­ren Sin­ne eine Rol­le spielt. Das Erset­zen einer Pas­sa­ge durch einen ande­ren Take war also mög­lich, sofern das Tem­po pass­te. Ande­rer­seits ist der Klang des Cem­ba­los ja doch dadurch geprägt, dass vie­le Anschlä­ge erfol­gen – und oft klin­gen Töne wei­ter in den neu­en Ton hin­ein. Wer also erst­mals Cem­ba­lo schnei­det, was bei mir nicht der Fall war, der denkt es sich mög­li­cher­wei­se zu ein­fach.

Die Schnit­te haben Fritz Sie­bert und ich eng abge­spro­chen. Die Rei­hen­fol­ge der Stü­cke leg­te der Musi­ker fest und ich küm­mer­te mich um die Laut­stär­ke und Laut­heit und das abschlie­ßen­de Mas­te­ring (kei­ne Kom­pres­si­on, mini­ma­le Fre­quenz­gang­kor­rek­tu­ren). Die Gra­phik zur CD besorg­te der Bru­der des Musi­kers, bei­des, Gra­phik­da­tei­en und DDP schick­te ich dann in die Fer­ti­gung.

Ich emp­feh­le auch die aktu­el­le CD von Fritz Sie­bert sehr, die beim Label Cybe­­le-Records erschie­nen ist. Sie wur­de nomi­niert für den Preis der deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik und spricht mich beson­ders durch die Aus­wahl der Wer­ke Johann Sebas­ti­an Bachs sehr an.