Mono­­chrom-Cast Nr. 012: Abs­trak­ti­on statt Motiv­pro­gramm

In die­ser Fol­ge geht es um ver­schie­de­ne Her­an­ge­hens­wei­se an Pho­tos: Ein Trend ist, bestimm­te Spots abzu­ha­ken, die rele­van­ten Moti­ve im pas­sen­den Licht (dafür gibt es Apps fürs Smart­pho­ne, die zei­gen, wann die Son­ne genau wo steht). – Das ist nicht mei­ne Welt, sol­che Bil­der inter­es­sie­ren mich nicht.

Statt des­sen brau­che ich die rich­ti­ge »Gestimmt­heit«, um zu fin­den, was mich anspricht, gleich wo. Poe­ti­sche Augen­bli­cke gibt es über­all. Aus­ge­wo­ge­ne Kom­po­si­tio­nen kön­nen auf dem Wald­bo­den eben­so ent­ste­hen wie in der Fer­ne.

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Mono­­chrom-Cast Nr. 011: Von schwarz und weiß

In die­ser Fol­ge geht es dar­um, dass schwarz und weiß in der ana­lo­gen Pho­to­gra­phie gar nicht ein­fach zu erzie­len sind. Dass es eine Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern gilt, um eine Ver­grö­ße­rung, so anzu­le­gen, dass schwarz und weiß pas­sen. Die Vor­stel­lung muss erst­mal da sein: Wie soll mein Bild aus­se­hen, wie soll es wir­ken? Es braucht, um vom Ist-Zustand zum Soll zu gelan­gen, mehr als bei der Kon­to­über­zie­hung. Ein gerüt­tel­tes Maß an Labor­tech­nik, die rich­ti­gen Papie­re und Ent­wick­ler braucht es, um die Ton­wer­te ent­spre­chend zu steu­ern.

Nicht alle Bil­der nut­zen die gesam­te Palet­te zwi­schen den Extre­men in glei­cher Wei­se: Gera­de sol­che, die bloß eini­ge weni­ge Ton­wer­te gebrau­chen, sind oft beson­ders anre­gend. Dar­auf gehe ich am Bei­spiel zwei­er Pho­tos Ansel Adams ein.

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Mono­­chrom-Cast Nr. 010: Kom­po­si­ti­on oder Impro­vi­sa­ti­on?!

In die­ser Fol­ge geht es um Bild-Bau­er und Bild-Sucher (ich bin eher das zwei­te). Die hohe Kunst besteht dar­in, sen­si­bel für die Umge­bung zu wer­den, dabei aber das Hand­werk so zu beherr­schen, dass die Impro­vi­sa­ti­on eines Augen­blicks wie ein kom­po­nier­tes Bild funk­tio­niert. Gleich­sam voll­kom­men.

Dies ist die ers­te Fol­ge, die ohne Manu­skript, qua­si als Impro­vi­sa­ti­on vor dem Mikro­phon, ent­stand. Auch dies­be­züg­lich gilt es zu üben. Noch bin ich (auch hin­sicht­lich des Edi­tie­rens) nicht ganz zufrie­den. Vor­her eine Poin­te aus­zu­for­mu­lie­ren ist eines, sie in der Audio­be­ar­bei­tung her­zu­stel­len aus meh­re­ren Sät­zen, das ist etwas ande­res.

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Mono­­chrom-Cast Nr. 009: ana­log trai­niert auch digi­tal

Es gibt viel zu beach­ten, damit die Bil­der im Kopf auch anschlie­ßend mit den Bil­dern erreicht wer­den. Dabei hilft das digi­ta­le Arbei­ten durch sei­ne sofor­ti­ge Kon­trol­le und auch durch sei­ne »Duld­sam­keit«, die Feh­ler las­sen sich oft noch aus­glei­chen. Ande­rer­seits hilft die Pau­se zwi­schen Auf­nah­me und Bild, dem selbst gemach­ten Bild kri­tisch gegen­über zu tre­ten. Die eige­ne Inten­ti­on lässt sich deut­lich bes­ser mit zeit­li­chem Abstand beur­tei­len, ob wir sie näm­lich erreicht haben oder nicht.

In den 1990er Jah­ren kali­brier­te ich lan­ge Fil­me und Ent­wick­ler. Inzwi­schen weiß ich um die Kon­trast­um­fän­ge und gebrau­che dies, mei­ne ana­lo­gen Auf­nah­men auf die Schat­ten zu mes­sen, so dass die­se durch­ge­zeich­net wer­den. Die Ent­wick­lung sorgt dann dafür, dass der Kon­trast­um­fang passt und die Lich­ter da lan­den, wo sie gebraucht wer­den. – Digi­tal belich­te ich eher auf die Lich­ter (»expo­se to the right«), auf dass die nicht aus­bren­nen.

Mei­ne Nach­läs­sig­keit fiel mir auf, als ich neu­lich digi­ta­le Por­traits von 25 Men­schen in Fol­ge anfer­tig­te: Ich stell­te erst in Ligh­troom fest, dass ich bei einem Ter­min (von bis­her zwei­en) sämt­li­che Auf­nah­men um 0,4 Stu­fen reich­li­cher hät­te belich­ten sol­len. Kein Pro­blem in Ligh­troom zu kor­ri­gie­ren, aber ich hät­te die­sen Feh­ler ana­log nicht gemacht, weil ich mit mei­nem Blitz­be­lich­tungs­mes­ser alles vor­her aus­ge­mes­sen hät­te. – So blieb es bei einem kur­zen Blick aufs Rück­dis­play und auf das His­to­gramm.

Was ich digi­tal aber ler­ne (durch die sofor­ti­ge Kon­trol­le oder auch in der Nach­be­ar­bei­tung), das kann ich sofort ana­log nut­zen. Was ich ana­log ler­ne, das hilft mir auch bei den digi­ta­len Auf­nah­men. Wer viel ler­nen möch­te, kommt ana­log wei­ter, denn das Medi­um ist weni­ger feh­ler­to­le­rant.

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Mono­­chrom-Cast Nr. 008: Den Sen­sor nach Bedarf wäh­len…

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Mono­­chrom-Cast geht es um die neue Kame­ra, die ich dadurch erhal­te, einen spe­zi­el­len Film in mei­ne alte Kame­ra ein­zu­le­gen. Ana­lo­ge Tech­nik erlaubt mir neue Bild­ergeb­nis­se mit alter Tech­nik. Die jewei­li­gen Optio­nen gilt es zu ergrei­fen, den Film und Ent­wick­ler ent­spre­chend der Bild­in­ten­ti­on zu wäh­len. – Bei einer digi­ta­len Kame­ra aber habe ich nur den einen Sen­sor, den mir das Gehäu­se anbie­tet. Ein Wech­sel ist nur durch Wech­sel der Kame­ra mög­lich.

Hier geht es um die Chan­cen, mit jedem Film­wech­sel einen neu­en Sen­sor zur Ver­fü­gung zu haben. Die­se Chan­ce ist auch eine Her­aus­for­de­rung, die Wahl zur Bild­ge­stal­tung bewusst ein­zu­set­zen. Ich nut­ze eine Hand vol­ler unter­schied­li­cher Fil­me mit fünf oder sechs ver­schie­de­nen Ent­wick­lern. Das sind also schon eine Anzahl an Vari­an­ten. Ja, bei Film (außer bei Groß­bild) legt man sich für zehn, zwölf oder 36 Auf­nah­men fest. Kann nicht zwi­schen­durch ohne wei­te­res die Emp­find­lich­keit ver­än­dern. Dafür kann ich, so neue Mate­ria­li­en erschei­nen, die­se auch mit Kame­ras, die weit älter sind, nut­zen. Ein Bei­spiel sind die Direk­t­­po­­si­­tiv-Mate­­ria­­li­en, die seit eini­gen Jah­ren auf dem Markt sind.

Sen­sor­rei­ni­gung ist ana­log kaum ein The­ma. – Und wenn die klas­si­schen Nega­ti­ve für das Ver­grö­ßern mir nicht mehr genü­gen, kann ich (ein­fach durch ange­pass­te Belich­tung und Ent­wick­lung) sol­che für den Albu­­min- oder Pla­tin­druck erzeu­gen. Mit der sel­ben Kame­ra.

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