Aktu­el­le Auf­nah­me: Kurz­ge­schich­ten und Jazz-Pia­no

CD-Auf­nah­men Sep­tem­ber 2017

Ein Sams­tag im Sep­tem­ber: Mit einem Satz Mikro­pho­ne, Vor­ver­stär­ker und Auf­nah­me­ge­rät sowie Zube­hör besu­che ich den Pia­nis­ten, der den hei­mi­schen Flü­gel hat frisch stim­men las­sen.

Das Kon­zept der CD, die ent­steht, ist, dass Kurz­ge­schich­ten mit Pia­no­stü­cken gerah­met wer­den. Um die Auf­nah­men die­ser Stü­cke geht es heu­te. Wir neh­men sechs Spu­ren auf, eine mit XY-Klein­mem­bran­mi­kro­pho­nen, eine ORTF-Auf­stel­lung mit Groß­mem­bran­mi­kro­pho­nen, sowie ein M/S-Paar. »Aktu­el­le Auf­nah­me: Kurz­ge­schich­ten und Jazz-Pia­­­no« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 005 bzw. 002A

Ein Freund wies mich auf die gro­ßen Unter­schie­de hin, die das Belich­tungs­mess­sys­tem sei­ner digi­ta­len Spie­gel­lo­sen anzeig­te im Ver­gleich zu der genann­ten App in Fol­ge 002 die­ser Blog-Fol­ge. Er ver­mu­te­te, dass die App von sehr zwei­fel­haf­ter Qua­li­tät wäre. Ich wer­de dies auch noch ein­mal aus­führ­lich prü­fen im Ver­gleich zu kali­brier­ten, guten Hand­be­lich­tungs­mes­sern. Ich den­ke aber, dass es sich eher um Unter­schie­de ande­rer Art han­delt: In der Kame­ra ist ein Mehr­be­reichs-Mess­sys­tem (»Matrix Mete­ring«) ein­ge­baut. Meh­re­re Berei­che im Bild wer­den – getrennt von­ein­an­der – aus­ge­mes­sen. Dar­auf wird ein Algo­rith­mus ange­wen­det, der sicher­stel­len soll, dass die hells­ten und die dun­kels­ten Stel­len nicht über- bzw. unter­be­lich­tet wer­den. Außer­dem wird so eine mehr oder weni­ger cle­ve­re Belich­tung unter schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen, etwa Gegen­licht, erleich­tert, weil die Kame­ra dies erkennt.

Ein ein­fa­cher Belich­tungs­mes­ser kann die­se kom­ple­xen Vor­gän­ge des Bewer­tens und in-Bezie­hung-Set­zens unter­schied­li­cher Mess­wer­te nicht. Er ist auf das so genann­te Mit­tel­grau kali­briert, die fest­ge­leg­te Mit­te zwi­schen schwarz und weiß. Die­ses Grau reflek­tiert 18 % des  ein­fal­len­den Lich­tes. – Und der Mess­wert, den ein Belich­tungs­mes­ser (ob nun ein teu­res Hand­ge­rät oder eine App) anzeigt, muss noch bewer­tet wer­den – durch den Men­schen. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 005 bzw. 002A« wei­ter­le­sen

Walt Whit­man und Street Pho­to­gra­phy

Neu­lich hör­te ich wie­der ein­mal eini­ge Fol­gen von Jeff Cur­tos Came­ra Posi­ti­on Pod­cast über die krea­ti­ve Sei­te der Pho­to­gra­phie, so auch die Fol­ge 191 vom Janu­ar 2017. Cur­to kommt auf Whit­man, weil der im neun­zehn­ten Jahr­hun­dert ja auch das Demo­kra­ti­sche und Frei­heit­li­che der USA in den Blick genom­men hat. – Im Janu­ar 2017 zum neu­en Prä­si­den­ten viel­leicht etwas, das in Erin­ne­rung geru­fen wer­den soll­te.

Cur­to ist ja pen­sio­nier­ter Pho­to­gra­phie-Dozent; was ich anre­gend fin­de, ist sei­ne Beob­ach­tung, dass die Bil­der, die Whit­man von den Städ­ten, Stän­den und Beru­fen in sei­nen (metrisch-frei­en) Gedich­ten von den Men­schen, den Städ­ten und Stra­ßen der USA zeich­net, gera­de in ihrer fei­nen und typi­schen Beob­ach­tung an die klas­si­sche Street Pho­to­gra­phy etwa Car­tier-Bres­sons erin­nern. »Walt Whit­man und Street Pho­to­gra­phy« wei­ter­le­sen

Sei­te »Musik­pro­duk­ti­on« neu erstellt

Mei­ne Musik­pro­duk­ti­ons-Sei­te habe ich heu­te neu erstellt. Sie bie­tet eine ers­te Infor­ma­ti­on, ob wir zuein­an­der kom­men kön­nen, wenn Sie Beschal­lung oder Auf­nah­me, Audio­be­ar­bei­tung oder CD-/on­line-Musik-Ver­öf­fent­li­chung pla­nen.

Eini­ge Hin­wei­se zu den Sti­len, die mir ver­traut sind, fin­den Sie dort eben­so wie Hin­wei­se zu mei­ner tech­ni­schen Aus­stat­tung und den Kos­ten, wo dies eini­ger­ma­ßen pau­schal abge­schätzt wer­den kann.

Details kön­nen Sie gern anfra­gen, wenn es aber um Pro­duk­tio­nen geht, für die kein Bud­get zur Ver­fü­gung steht, ste­he ich in der Regel auch nicht zur Ver­fü­gung. Mei­ne Zeit ist kost­bar, die Ton­tech­nik betrei­be ich nicht (nur) zum Ver­gnü­gen.

Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 004

Ein­mal ange­nom­men, der ers­te Film ist nun belich­tet. Wahr­schein­lich fällt denen, die vor­her aus­schließ­lich digi­tal pho­to­gra­phiert haben, auf, wie kurz so ein Film ist: 36 Auf­nah­men (bes­ten­falls)… Das bedeu­tet ja, aus­zu­wäh­len. Das ist einer der Plus­punk­te des Ana­lo­gen: Vor dem Aus­lö­sen macht man sich mehr Gedan­ken. Spä­ter aus­zu­sor­tie­ren (wie bei der Spei­cher­kar­te) ist mög­lich, aber es kos­tet Geld.

Der Film ist also belich­tet. Nun gibt es meh­re­re Mög­lich­kei­ten, wie es wei­ter­ge­hen kann. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 004« wei­ter­le­sen

Live-Beschal­lung: Musik der Refor­ma­ti­ons­zeit in Stift Fisch­beck

Ges­tern fand im Stift Fisch­be­cken ein »Abtei­pick­nick« mit Musik der Refor­ma­ti­ons­zeit statt. Neben den fünf Musiker/inne/n war ich für guten Ton enga­giert. Zwei Gam­ben, zwei Ghrottae, dazu Gesang bzw. Per­cus­sion, das ist eben eher lei­se Musik.

Gera­de sol­che zer­brech­li­chen Klän­ge erfor­dern eini­gen ton­tech­ni­schen Auf­wand, wenn es denn gut klin­gen soll: Aus­ge­wähl­te Kon­den­sa­tor­mi­kro­pho­ne, zwei Groß­mem­bra­ner für die Gam­ben, zwei Klein­mem­bran-Stu­dio­mi­kros für die Ghrottae und ein Elec­tret-Kon­den­sa­tor­mi­kro­phon für die Sängerin/Percussionistin. Von da durchs digi­ta­le Mul­ti­core ins Digi­tal­misch­pult, von da auf die Gesangs­an­la­ge, die den Kreuz­gang beschall­te, denn die­ser Som­mer fiel ges­tern ins Was­ser.

Bei die­sen wid­ri­gen Ver­hält­nis­sen schlu­gen sich Lin­da Hamann, Eva Sophie Schmidt, Uta Meh­lig, Die­ter Klaus Pei­se und Karl-Lud­wig Schmidt wacker. Für mich beson­ders her­aus­for­dernd fand ich die bei den Tanz- und Unter­hal­tungs­stü­cken stark wech­seln­den Instru­men­te. Maul­trom­meln, Flö­ten, Streich­ps­al­ter u.v.a.m. Qua­si pri­ma vis­ta gilt es, den erfor­der­li­chen Vor­ver­stär­kungs­pe­gel zu schät­zen.

Eigent­lich ein klei­nes Kon­zert, fei­ne Musik, die kaum Beach­tung fin­det und teils zu Unrecht ver­ges­sen scheint. Ande­rer­seits ist ein Kreuz­gang (zum Innen­hof offen) im strö­men­den Regen nicht unbe­dingt der idea­le Ort für die emp­find­li­chen Instru­men­te, gera­de was deren Stim­mung angeht. So wur­de es ein Kampf um Into­na­ti­on und gegen die wid­ri­gen Ver­hält­nis­se. Lei­der.

Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003

Nun haben wir die Kame­ra, den schwarz-weiß Film und auch einen Belich­tungs­mes­ser. Jetzt kann es also los­ge­hen mit den Auf­nah­men. Dabei gilt es zu beach­ten, dass der Ver­zicht auf Far­be ja zu einer Ver­frem­dung und Abs­trak­ti­on der Bil­der rela­tiv zum auf­ge­nom­me­nen Objekt führt. – Viel­leicht ist dies sogar der eigent­li­che Grund, schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren?

Wer »etwas« auf­nimmt, weil es sie oder ihn anspricht, kommt schnell dahin, zu bemer­ken, dass ein­zel­ne Bil­der bes­ser oder schlech­ter funk­tio­nie­ren in schwarz-weiß. Wenn die­ses Umden­ken vor der Auf­nah­me geschieht, dann hat man das erreicht, was manch­mal mit dem Über­gang zwi­schen Knip­sen und gestal­te­ter Pho­to­gra­phie beschrie­ben wird. – In Zei­ten, in denen der Ton bei Digi­tal­ka­me­ras aus­ge­schal­tet wer­den kann, ist das ono­ma­to­poe­ti­sche Wort »knip­sen« weni­ger ange­bracht.  Ich spre­che lie­ber vom Prävi­sua­li­sie­ren für die Vor­stel­lung vom fer­ti­gen Bild vor der Auf­nah­me. »Ein Expe­ri­ment: ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 003« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment: Ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 002

Nach­dem wir nun einen Film und eine Kame­ra haben, stellt sich die Fra­ge, wie wir die Belich­tung bestim­men. Soll­te die Kame­ra Belich­tungs­zeit und Blen­de selbst wäh­len, haben wir kei­ne ande­re Wahl. Ide­al aber wäre es, wenn wir hier selbst vor­wäh­len könn­ten.

Gera­de älte­re Kame­ras haben oft kei­nen Belich­tungs­mes­ser ein­ge­baut (oder – auch nicht schlecht) Zeit und Blen­de funk­tio­nie­ren leid­lich genau manu­ell, der Belich­tungs­mes­ser aber erfor­dert eine Bat­te­rie (die leer ist, aus­ge­lau­fen oder nicht mehr erhält­lich oder was auch immer): Dann müs­sen wir selbst mes­sen. »Ein Expe­ri­ment: Ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 002« wei­ter­le­sen

Redak­ti­on und Lek­to­rat – der Herbst kann kom­men…

Bei unter­schied­li­chen Arbei­ten gibt es jeweils typi­sche Rhyth­men und Stoß­zei­ten. Bei der redak­tio­nel­len Bear­bei­tung von Tex­ten und dem Lek­to­rat sind das Sep­tem­ber bis Novem­ber und Febru­ar bis Ende April/Anfang Mai.

Ich weiß nicht, ob das an den Abga­be­ter­mi­nen für Pro­mo­tio­nen oder Diplom-/Ex­amens­ar­bei­ten liegt. Vie­le der Tex­te, die ich redi­gie­re, sind nicht aka­de­mi­sche Wer­ke, son­dern ein­fa­che Fir­men­bro­schü­ren, Anlei­tun­gen oder pri­va­te Buch­pro­jek­te. »Redak­ti­on und Lek­to­rat – der Herbst kann kom­men…« wei­ter­le­sen

Ein Expe­ri­ment – ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 001

Immer mal wie­der fragt mich jemand, wie man denn »ein­fach mal so« ana­log schwarz-weiß zu pho­to­gra­phie­ren ver­su­chen kann. Aber bit­te ohne viel Auf­wand, ohne gro­ße Inves­ti­tio­nen.  Weil es hier­zu ja zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten ganz unter­schied­li­cher Art gibt, habe ich eine klei­ne Serie vor. In den Fol­gen gehe ich jeweils auf einen oder eini­ge Aspek­te ein.

Ana­log – also Film: Aber wel­cher?

Ich bestel­le mei­ne Fil­me meist in grö­ße­ren Packun­gen bei den ein­schlä­gi­gen Ver­sen­dern, bei maco­di­rect, bei Nord­fo­to oder foto­im­pex. Wer bloß einen ein­zel­nen Film kau­fen möch­te, ist da aber wegen der Ver­sand­kos­ten nicht so gut bedient. »Ein Expe­ri­ment – ana­log s/w pho­to­gra­phie­ren 001« wei­ter­le­sen