Fei­er­abend-Haus­mu­sik mit Andy Gütte

Seit eini­gen Wochen pro­ben wir wie­der regel­mä­ßig, Andy Güt­te am Vibra­phon und ich an der akus­ti­schen Gitar­re. Wir haben schon lan­ge und immer Mal wie­der seit den 1980er Jah­ren Musik mit­ein­an­der gemacht und wis­sen, was wir auch als Freun­de anein­an­der haben. Es ist eine fei­ne Ein­rich­tung, ein­fach nach der Arbeit ein­ein­halb Stun­den lang mit­ein­an­der zu spielen, …

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Mono016 Mono­­chrom-Cast Nr. 016: Wie­viel zei­gen wir, wie­viel Raum bleibt der Phan­ta­sie der Betrach­ten­den überlassen?

In der Zeit der Spiel­zeug­ka­me­ras und der bis an die Gren­zen gepush­ten Klein­bild­fil­me höchs­ter Emp­find­lich­kei­ten fes­seln mich Bil­der mit zahl­rei­chen Details. Ein Bild­jour­na­list kann sich die Bedin­gun­gen nicht aus­su­chen, da sind Bil­der auch mal ver­wa­ckelt oder weit­ge­hend im Dun­keln. Mei­ne Bil­der stre­ben etwas ande­res an. Es geht mir nicht um »bes­ser« oder »schlech­ter«, son­dern dar­um, dass bei­des legi­tim ist: Bil­der, die etwas im Betrach­ten­den aus­lö­sen, ohne es eigent­lich zu zei­gen. Und Bil­der, die Betrach­ten­de ein­la­den, immer mehr zu entdecken.

eine Übung – und fol­gen­de Entscheidungen…

Der US-ame­­ri­­ka­­ni­­sche Pho­to­blog­ger Mike Johns­ton hat neu­lich eine Übung emp­foh­len. Man neh­me sei­ne Bil­der, sehe sie durch und bil­de Kate­go­rien. Die kön­nen inhalt­li­cher Art sein (»Bäu­me«) oder for­mal (»schwarz-weiß Details«). So soll man nach der Durch­sicht auf 25 Haupt­stich­wor­te bzw. Gat­tun­gen kom­men, denen sich die eige­nen Bil­der zuord­nen las­sen. Das ist der ers­te Schritt. Vielleicht …

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Mono015 : wohin soll man wol­len mit sei­nen Bildern?

Jour­na­lis­ti­sche Bil­der illus­trie­ren. Pho­to­kunst möche bis­wei­len die Mög­lich­kei­ten des Medi­ums erkun­den. Wel­che Bil­der aber bewe­gen uns wirk­lich? Liegt das an dem Motiv? Liegt es an der tech­ni­schen Umset­zung oder an einem Zusam­men­spiel bei­der? Liegt es an mir allein, an den Rezi­pi­en­ten oder an bei­den? Sind Bil­der am Bild­schirm eine Alter­na­ti­ve zu Dru­cken oder Vergrößerungen?

Mono014 : fei­ne Bil­der – mei­ne Erwar­tun­gen an mei­ne Bilder

Man muss sich ent­schei­den, denn ein Nega­tiv oder eine Datei ist eben gera­de kein fei­nes Bild. Es han­delt sich um Zwi­schen­stu­fen, bis sich die Bild­au­toren fest­le­gen, wie genau ihr Bild gemeint ist. Dazu aber braucht es die ana­lo­ge Aus­ga­be, die Fest­le­gung statt zahl­rei­cher Vari­an­ten wie es denn sein könnte.
Ich schil­de­re, wel­che Papie­re ich im Pho­to­la­bor und im Druck schät­ze und war­um es gera­de die­se sind. Außer­dem spre­che ich über die Grö­ße mei­ner Bil­der respek­ti­ve den Ver­grö­ße­rungs­fak­tor rela­tiv zum Nega­tiv und das Bild­for­mat rela­tiv zur Brenn­wei­te bzw. dem Bild­win­kel bei der Auf­nah­me: Ein Grund, Weit­win­kel-Auf­nah­men grö­ßer zu ver­grö­ßern als sol­che mit rela­tiv lan­gen Brennweiten.

Mono013 : hybrid, bloß wie? – Ob’s einen Kalen­der gibt?

Scan­ner waren vor über zehn Jah­ren auf ihrem Höhe­punkt. Seit­her ist es nicht ein­fa­cher oder bes­ser gewor­den mit der Film-Digi­ta­li­sie­rung. Wie die Nega­ti­ve in den Com­pu­ter kom­men, um von da aus gedruckt und zu einem eige­nen Kalen­der zusam­men­ge­stellt zu wer­den, das ist das The­ma die­ser Fol­ge mei­nes Mono­chrom-Cast. – Mein Kin­zept für einen Kalen­der für 2018: Deck­blatt und zwölf Monats­blät­ter, also ins­ge­samt 13 qua­dra­ti­sche Bil­der, dar­un­ter je ein Kalanda­ri­um, selbst gedruckt und Spiral-gebunden.

von Nut­zen und Not des Stativgebrauchs…

frü­her… Sta­ti­ve waren in Zei­ten nied­ri­ger Film­emp­find­lich­kei­ten und lang­sam bedien­ba­rer Kame­ras unab­ding­bar. Wenn man mit Groß­bild pho­to­gra­phiert, dann ist zwi­schen dem Ein­rich­ten der Kame­ra (mit schwar­zem Tuch auf der Matt­schei­be) und der Auf­nah­me stets die Film­kas­set­te ein­zu­ste­cken, das Objek­tiv (d.h. der Ver­schluss) zu schlie­ßen. Anschlie­ßend wird der Schutz­schie­ber gezo­gen, belich­tet. Erst dann kann es ans …

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Mono012 : Abs­trak­ti­on statt Motivprogramm

In die­ser Fol­ge geht es um ver­schie­de­ne Her­an­ge­hens­wei­se an Pho­tos: Ein Trend ist, bestimm­te Spots abzu­ha­ken, die rele­van­ten Moti­ve im pas­sen­den Licht (dafür gibt es Apps fürs Smart­pho­ne, die zei­gen, wann die Son­ne genau wo steht). – Das ist nicht mei­ne Welt, sol­che Bil­der inter­es­sie­ren mich nicht.

Statt des­sen brau­che ich die rich­ti­ge »Gestimmt­heit«, um zu fin­den, was mich anspricht, gleich wo. Poe­ti­sche Augen­bli­cke gibt es über­all. Aus­ge­wo­ge­ne Kom­po­si­tio­nen kön­nen auf dem Wald­bo­den eben­so ent­ste­hen wie in der Ferne.

Mono011 : Von schwarz und weiß

In die­ser Fol­ge geht es dar­um, dass schwarz und weiß in der ana­lo­gen Pho­to­gra­phie gar nicht ein­fach zu erzie­len sind. Dass es eine Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern gilt, um eine Ver­grö­ße­rung, so anzu­le­gen, dass schwarz und weiß pas­sen. Die Vor­stel­lung muss erst­mal da sein: Wie soll mein Bild aus­se­hen, wie soll es wir­ken? Es braucht, um vom Ist-Zustand zum Soll zu gelan­gen, mehr als bei der Kon­to­über­zie­hung. Ein gerüt­tel­tes Maß an Labor­tech­nik, die rich­ti­gen Papie­re und Ent­wick­ler braucht es, um die Ton­wer­te ent­spre­chend zu steuern.

Nicht alle Bil­der nut­zen die gesam­te Palet­te zwi­schen den Extre­men in glei­cher Wei­se: Gera­de sol­che, die bloß eini­ge weni­ge Ton­wer­te gebrau­chen, sind oft beson­ders anre­gend. Dar­auf gehe ich am Bei­spiel zwei­er Pho­tos Ansel Adams ein.

Mono010 : Kom­po­si­ti­on oder Improvisation?!

In die­ser Fol­ge geht es um Bild-Bau­­er und Bild-Sucher (ich bin eher das zwei­te). Die hohe Kunst besteht dar­in, sen­si­bel für die Umge­bung zu wer­den, dabei aber das Hand­werk so zu beherr­schen, dass die Impro­vi­sa­ti­on eines Augen­blicks wie ein kom­po­nier­tes Bild funk­tio­niert. Gleich­sam vollkommen.

Dies ist die ers­te Fol­ge, die ohne Manu­skript, qua­si als Impro­vi­sa­ti­on vor dem Mikro­phon, ent­stand. Auch dies­be­züg­lich gilt es zu üben. Noch bin ich (auch hin­sicht­lich des Edi­tie­rens) nicht ganz zufrie­den. Vor­her eine Poin­te aus­zu­for­mu­lie­ren ist eines, sie in der Audio­be­ar­bei­tung her­zu­stel­len aus meh­re­ren Sät­zen, das ist etwas anderes.