nach sie­ben Wochen ohne Photographie…

… geht es weiter.

Fer­tig­kei­ten, die gewon­nen sind, bedür­fen der regel­mä­ßi­gen Pfle­ge, wenn man sie erhal­ten möch­te. Mir fiel es außer­or­dent­lich schwer, mich in einer Zeit, in der es poli­tisch und gesell­schaft­lich brennt, hal­be Tage lang ins Pho­to­la­bor zu stel­len und »ein­fach so« an Ton­wer­ten zu fei­len. Das erschien mir unpassend.

So kam es, dass ich das sel­ten und immer weni­ger getan habe. Vor der Pas­si­ons­zeit habe ich einen Punkt erreicht, dass ich sag­te: Ent­we­der mache ich das, oder ich las­se es ganz. Die Pho­to­gra­phie ist mir ja ein Hob­by. Also muss ich nicht, son­dern ich kann. Gewiss ist: Ich blei­be an Pho­tos inter­es­siert. Aber: Ich beschloss, wäh­rend der Fas­ten­zeit nicht zu pho­to­gra­phie­ren, und dann zu ent­schei­den, ob ich (a) ent­we­der wei­ter­ma­chen möch­te, auch dann, wenn das heißt, dass ich mich aus ande­ren Berei­chen (die angeb­lich drin­gend und wich­tig sind) her­aus­hal­te. Oder ob ich (b) das eige­ne Pho­to­gra­phie­ren auf­ge­be. Das hät­te auch eine gewis­se Befrei­ung von Kram, Zeit usw. bedeutet.

Ich habe mich ent­schlos­sen, wei­ter zu machen. Und dafür habe ich etwas zeit­lich umsor­tiert, so dass es nicht die Pho­to­gra­phie ist, die bei stets knap­per Zeit hin­ten run­ter fällt. Ande­re Pro­jek­te müs­sen also jetzt eher etwas an den Rand rut­schen, so leid mir das bei den Pro­jek­ten tut. Aber: Es geht auch nicht, im Wis­sen, dass die­ser oder jener Video für den Gemein­de­ka­nal noch fer­tig geschnit­ten wer­den muss, unter Druck zu arbei­ten. Da kann ich nicht gut das bei der Aus­ar­bei­tung fei­ner Bil­der leis­ten, was ich könn­te. Ich brau­che den frei­en Kopf und die freie Bahn.

Die Frei­räu­me erlau­be ich mir.

Regel­mä­ßig­keit ist unverzichtbar…

Nur das, was wir regel­mä­ßig tun, wird über die Zeit bes­ser. Nicht immer kön­nen wir es erzwin­gen, mir geht es oft so, dass ganz uner­war­tet etwas gelingt, an dem ich mich zuvor län­ger bemüht habe. Wenn es gelingt, dann oft ganz mühe­los, aber eben als Ergeb­nis eines lan­gen Vorlaufs.

Fei­ne Bil­der zu sehen ist eines, sie zu »machen«, das ist eine ande­re Her­aus­for­de­rung. Ich kann das nur allein oder – auch gut, aber es ergänzt mein Schaf­fen allein – mit jeman­dem, der viel von dem ver­steht und mit einer ande­ren Bril­le auf mei­ne Bil­der schaut. So sind mir wei­ter­hin die Gesprä­che mit einem Freund und frü­he­ren Kunst­leh­rer wich­tig und kost­bar, weil ich (a) weiß, dass er es mit mir gut meint (im Inter­net ist Kri­tik ent­we­der belang­los oder zum Auf­bau des eige­nen Ich unter Abwer­tung eines ande­ren ange­legt) und (b) weni­ger tech­nisch und mehr im Zusam­men­hang der Kunst­ge­schich­te usw. denkt. Das sind die Vor­tei­le der­je­ni­gen, die sich lan­ge und inten­siv mit so etwas befasst haben. Das geht mir in ande­ren Berei­chen (etwa der Theo­lo­gie­ge­schich­te) ja ebenso.

Retar­die­ren­de Momen­te für ein Photobuch …

Die­sen Ver­wer­fung und Über­le­gun­gen ist geschul­det, dass ich erst jetzt hier die Sei­te all­mäh­lich umbaue und moder­ni­sie­re. Das wird auch noch eini­ge Zeit lang so wei­ter­ge­hen, dass ich da nach-und-nach wei­ter baue. Auch folgt, dass wei­te­re Fol­gen mei­nes Mono­chrom-Cast geschrie­ben sind, die gele­gent­lich auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­licht werden.

Eini­ge lie­be Leu­te haben mei­nen Pho­to­ka­len­der 2021 vor dem Ende ver­gan­ge­nen Jah­res erhal­ten mit dem Hin­weis auf ein geplan­tes Photobuch/​Büchlein, das ich im Janu­ar zu ver­öf­fent­li­chen geplant hat­te. Da kamen ande­ren Din­ge, die ich nicht beein­flus­sen konn­te dazwi­schen, die mit mei­nem Brot­be­ruf zu tun haben. So muss­te ich die Prio­ri­tä­ten etwas umsor­tie­ren. Das Pro­jekt liegt noch auf Eis, kann aber zügig wie­der auf­ge­nom­men wer­den, wenn die Pho­to­gra­phie an sich wie­der anläuft. Bevor ich mich um die­ses Büch­lein küm­mern möch­te, möch­te ich eini­ge Nega­ti­ve aus dem lau­fen­den Jahr erst ein­mal weiterverarbeiten.

Wer also hier öfters mal vor­bei­kommt, fin­det hof­fent­lich mehr und auch aktu­el­le Bei­trä­ge vor, die zei­gen, wie es mei­ner Pho­to­gra­phie so geht. Soviel hier zum Stand der Dinge.