Jaz­zauf­nah­men – wie ich sie schät­ze

Heu­te ist der Trend ja dahin­ge­hend, dass es vie­le Spu­ren gibt. Die Auf­nah­me­tech­nik macht es mög­lich. Die Musi­ker spie­len (bei Jazz) gewöhn­lich schon noch gleich­zei­tig, aber meist akus­tisch getrennt je in ein oder meh­re­re Mikro­pho­ne.

Alles wei­te­re ent­steht dann am Misch­pult bzw. am Rech­ner. Das hat sei­nen Reiz, aber es zeigt eine Art von »Hyper­rea­lis­mus«, der manch­mal nervt. So hört man im Kon­zert (live) eben kei­ne Hi-Hat. So klingt ein Flü­gel viel­leicht aus 30 cm Ent­fer­nung, aber da hat man ja – glück­li­cher­wei­se – sel­ten sein Ohr.

Für man­che Musik ist die­se Poly­mi­kro­pho­nie ein­fach gut, nichts geht unter, wenn etwas droht, ver­deckt zu wer­den, kann man es gege­be­nen­falls anhe­ben. Bei der Auf­nah­me unten gab es nur ein Ste­reo-Mikro­phon im Raum: Da kann man dann nichts mehr machen anschlie­ßend außer gerin­gen Equi­li­zer-Ein­grif­fen und etwas Unter­stüt­zung durch einen opti­schen Mas­te­ring-Kom­pres­sor beim Pre­mas­te­ring bei HOFA.

 

Die­se Auf­nah­me der Hi-Fly Jazz Unit hier ist ent­stan­den mit einer Blum­lein-Auf­stel­lung, zwei unter 90° gekreuz­ten Ach­ten als Richt­cha­rak­te­ris­tik, anders gesagt: Mit einem ein­zi­gen Ste­reo-Mikro­phon. Man hört die Balan­ce der Instru­men­te, die durch den Abstand zum Mikro her­ge­stellt wur­de: Schlag­zeug wei­ter weg, Vibra­phon dicht dran; auch der Raum kommt zur Gel­tung. In die­sem Fall ein älte­rer Musik­saal bei Nien­burg. Auf­pas­sen muss man bei der Posi­ti­on des Kon­tra­bas­ses.

Die Musi­ker haben kei­ne Kopf­hö­rer auf den Ohren (nur ich trug so etwas). Sie hör­ten – wie beim Pro­ben ja auch üblich – ein­fach so auf­ein­an­der. Die Mikro­pho­ne sind AKG C414B-ULS.