Ein Experiment: analog s/w photographieren 004

Einmal angenommen, der erste Film ist nun belichtet. Wahrscheinlich fällt denen, die vorher ausschließlich digital photographiert haben, auf, wie kurz so ein Film ist: 36 Aufnahmen (bestenfalls)… Das bedeutet ja, auszuwählen. Das ist einer der Pluspunkte des Analogen: Vor dem Auslösen macht man sich mehr Gedanken. Später auszusortieren (wie bei der Speicherkarte) ist möglich, aber es kostet Geld.

Der Film ist also belichtet. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es weitergehen kann.

  • einen chromogenen schwarz-weiß Film (siehe Folge 1) kann ich in ein Stundenlabor bringen, wo die Negative entwickelt werden und ein Satz Bilder “geprintet” wird. Diese Filme eignen sich gut für diese Verarbeitung und ich kann mir eine CD mit den gescannten Negativen für wenig Geld anfertigen lassen. Im Stundenlabor muss ich mit ca. 25 – 30 ct. je Bild rechnen, dazu die Filmentwicklung (< 5 EUR) und die CD. Insgesamt kommt man so auf rund 1 EUR pro Bild.
  • echte schwarz-weiß Filme kann man einsenden (beim Discounter) und erhält ca. eine Woche später Bilder (die meist mäßig sind, weil standardmäßig auf Photopapier ausgegegen wird, das eigentlich für weniger Kontrast gedacht ist, eben für Farbnegative. Entwicklung: Ca. 3 EUR für den Film, dazu 8 ct. je Bild im Postkartenformat.
  • besser ist es, echte schwarz-weiß Filme zu einem Fachlabor zu bringen oder dorthin zu schicken: Schon die Entwicklung der Negative ist dort deutlich besser, aber auch die Ausgabe auf Papier. Leider sind auch die Kosten höher (eher 1,00-1,50 EUR pro Bild im Postkartenformat), Entwicklung ca. 5,00 EUR und Scans auf CD usw. extra.
  • Wenn ich nur den Film entwickeln lasse (wo auch immer), kann ich selbst die Negative weiter verarbeiten. Und zwar nur diejenigen, die ich für gelungen halte. Zum Beurteilen halte ich den Film (die einzelnen Streifen) vor eine Lampe oder lege sie auf einen Leuchttisch.
  • Schließlich bleibt noch die Selbst-Entwicklung, die auch ohne Dunkelkammer möglich ist, wenige Gerätschaften voraussetzt und (mit etwas Sorgsamkeit) die besten Ergebnisse ermöglicht.

Über das, was nach dem Film kommt und über die Selbstverarbeitung von Filmen schreibe ich in einem anderen Beitrag dieser Reihe.

Fortsetzung folgt.