Redaktion und Lektorat – der Herbst kann kommen…

Bei unterschiedlichen Arbeiten gibt es jeweils typische Rhythmen und Stoßzeiten. Bei der redaktionellen Bearbeitung von Texten und dem Lektorat sind das September bis November und Februar bis Ende April/Anfang Mai.

Ich weiß nicht, ob das an den Abgabeterminen für Promotionen oder Diplom-/Examensarbeiten liegt. Viele der Texte, die ich redigiere, sind nicht akademische Werke, sondern einfache Firmenbroschüren, Anleitungen oder private Buchprojekte.

Für ein erfolgreiches Arbeiten sind klare Absprachen hilfreich: Was genau soll ich tun? Wenn ich einen Text stückchenweise erhalte und auf Rechtschreibung, Grammatik usw. hin prüfe, kann ich das am schnellsten anhand eines pdf-Dokuments, das ich entweder ausdrucke und handschriftlich Anmerkungen dranschreibe oder aber als pdf-Dokument mit handschriftlichen Notizen (z.B. auf iPad) versehe.

Wenn ich auch die Argumentation oder den Aufbau prüfen soll, brauche ich die Gliederung bzw. das Inhaltsverzeichnis und möglichst ein Telefonat oder Gespräch über das Werk.

Wenn ich auch den Satz später übernehmen soll, wäre eine editierbare Fassung hilfreich…

Klare Terminabsprachen vereinfachen das Bearbeiten. Das bedeutet aber eben nicht nur, dass ich weiß, bis wann ich etwas redigiert haben soll, sondern auch, dass ich die Stücke/Kapitel o.ä. rechtzeitig erhalte. Schließlich habe ich meist mehrere Projekte parallel – und den Brotberuf.

Gerade bei längeren Werken (sechshundert Seiten Dissertation kam schon vor) kam es öfters zu Dopplungen, dass also Themen an mehreren Orten im Text auftraten. Das merkt man als Verfasser/in kaum mehr vor lauter Betriebsblindheit: Man hat ja nicht einmal eine Seite am Monitor… Was da vor 372 Seiten schon mal geschrieben stand ist aus dem Blick und aus dem Sinn.

Das setzt aber voraus, dass ich am Stück arbeiten kann, sonst nämlich besteht die Gefahr, dass auch mir so etwas nicht auffällt. 🙂

Kurz: Wer so ein Projekt mit mir machen möchte, möge einfach klar absprechen welcher Takt und Rhythmus erforderlich und erwünscht ist. Schlimmstenfalls kann es dazu kommen, dass wir nicht handelseinig werden, weil ich keine Zeit habe oder nicht zaubern kann. 😉