Mono­chrom-Cast Nr. 012: Abs­trak­ti­on statt Motiv­pro­gramm

»Hät­te, hät­te, Fahr­rad­ket­te«, Kopen­ha­gen, Lei­ca M6

In die­ser Fol­ge geht es um ver­schie­de­ne Her­an­ge­hens­wei­se an Pho­tos: Ein Trend ist, bestimm­te Spots abzu­ha­ken, die rele­van­ten Moti­ve im pas­sen­den Licht (dafür gibt es Apps fürs Smart­pho­ne, die zei­gen, wann die Son­ne gen­au wo steht). – Das ist nicht mei­ne Welt, sol­che Bil­der inter­es­sie­ren mich nicht.

Statt des­sen brau­che ich die rich­ti­ge »Gestimmt­heit«, um zu fin­den, was mich anspricht, gleich wo. Poe­ti­sche Augen­bli­cke gibt es über­all. Aus­ge­wo­ge­ne Kom­po­si­tio­nen kön­nen auf dem Wald­bo­den eben­so ent­ste­hen wie in der Fer­ne.

 

wie­der bei Flickr…

Nach­dem ich eini­ge Jah­re lang bei Flickr ange­mel­det (gewe­sen) war, dort eige­ne Bil­der gezeigt habe und die ande­rer ange­se­hen und teils kom­men­tiert hat­te, habe ich mich vor Jah­ren abge­mel­det und mei­ne Bil­der gelöscht.

Nun, ich kom­me nicht umhin: Flickr ist ein sehr anre­gen­der Ort, gera­de auch für Men­schen, die sich für ana­lo­ge Bil­der inter­es­sie­ren. Also habe ich mich vor eini­gen Tagen wie­der ange­mel­det. Eini­ge mei­ner Bil­der, die ich (ana­log) auf­ge­nom­men habe, sind hier zu sehen.

Mir geht es vor allem dar­um, bestimm­ten Leu­ten dort fol­gen zu kön­nen, also regel­mä­ßig zu sehen, was sie an Bil­dern zei­gen. – Ein Tipp hier: Lajos Siro, ein unga­ri­scher Licht­bild­ner. Sei­ne vor allem mit einer Lin­hof-Fach­ka­me­ra auf­ge­nom­me­nen Arbei­ten (weni­ger die Edel­dru­cke) fin­de ich sehr anre­gend.

Mono­chrom-Cast Nr. 011: Von schwarz und weiß

In die­ser Fol­ge geht es dar­um, dass schwarz und weiß in der ana­lo­gen Pho­to­gra­phie gar nicht ein­fach zu erzie­len sind. Dass es eine Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern gilt, um eine Ver­grö­ße­rung, so anzu­le­gen, dass schwarz und weiß pas­sen. Die Vor­stel­lung muss erst­mal da sein: Wie soll mein Bild aus­se­hen, wie soll es wir­ken? Es braucht, um vom Ist-Zustand zum Soll zu gelan­gen, mehr als bei der Kon­to­über­zie­hung. Ein gerüt­tel­tes Maß an Labor­tech­nik, die rich­ti­gen Papie­re und Ent­wick­ler braucht es, um die Ton­wer­te ent­spre­chend zu steu­ern.

Nicht alle Bil­der nut­zen die gesam­te Palet­te zwi­schen den Extre­men in glei­cher Wei­se: Gera­de sol­che, die bloß eini­ge weni­ge Ton­wer­te gebrau­chen, sind oft beson­ders anre­gend. Dar­auf gehe ich am Bei­spiel zwei­er Pho­tos Ansel Adams ein.

Mono­chrom-Cast Nr. 010: Kom­po­si­ti­on oder Impro­vi­sa­ti­on?!

In die­ser Fol­ge geht es um Bild-Bau­er und Bild-Sucher (ich bin eher das zwei­te). Die hohe Kunst besteht dar­in, sen­si­bel für die Umge­bung zu wer­den, dabei aber das Hand­werk so zu beherr­schen, dass die Impro­vi­sa­ti­on eines Augen­blicks wie ein kom­po­nier­tes Bild funk­tio­niert. Gleich­sam voll­kom­men.

Dies ist die ers­te Fol­ge, die ohne Manu­skript, qua­si als Impro­vi­sa­ti­on vor dem Mikro­phon, ent­stand. Auch dies­be­züg­li­ch gilt es zu üben. Noch bin ich (auch hin­sicht­li­ch des Edi­tie­rens) nicht ganz zufrie­den. Vor­her eine Poin­te aus­zu­for­mu­lie­ren ist eines, sie in der Audio­be­ar­bei­tung her­zu­stel­len aus meh­re­ren Sät­zen, das ist etwas ande­res.

Mono­chrom-Cast Nr. 009: ana­log trai­niert auch digi­tal

Es gibt viel zu beach­ten, damit die Bil­der im Kopf auch anschlie­ßend mit den Bil­dern erreicht wer­den. Dabei hilft das digi­ta­le Arbei­ten durch sei­ne sofor­ti­ge Kon­trol­le und auch durch sei­ne »Duld­sam­keit«, die Feh­ler las­sen sich oft noch aus­glei­chen. Ande­rer­seits hilft die Pau­se zwi­schen Auf­nah­me und Bild, dem selbst gemach­ten Bild kri­ti­sch gegen­über zu tre­ten. Die eige­ne Inten­ti­on lässt sich deut­li­ch bes­ser mit zeit­li­chem Abstand beur­tei­len, ob wir sie näm­li­ch erreicht haben oder nicht.

In den 1990er Jah­ren kali­brier­te ich lan­ge Fil­me und Ent­wick­ler. Inzwi­schen weiß ich um die Kon­trast­um­fän­ge und gebrau­che dies, mei­ne ana­lo­gen Auf­nah­men auf die Schat­ten zu mes­sen, so dass die­se durch­ge­zeich­net wer­den. Die Ent­wick­lung sorgt dann dafür, dass der Kon­trast­um­fang passt und die Lich­ter da lan­den, wo sie gebraucht wer­den. – Digi­tal belich­te ich eher auf die Lich­ter (»expo­se to the right«), auf dass die nicht aus­bren­nen.

Mei­ne Nach­läs­sig­keit fiel mir auf, als ich neu­li­ch digi­ta­le Por­traits von 25 Men­schen in Fol­ge anfer­tig­te: Ich stell­te erst in Light­room fest, dass ich bei einem Ter­min (von bis­her zwei­en) sämt­li­che Auf­nah­men um 0,4 Stu­fen reich­li­cher hät­te belich­ten sol­len. Kein Pro­blem in Light­room zu kor­ri­gie­ren, aber ich hät­te die­sen Feh­ler ana­log nicht gemacht, weil ich mit mei­nem Blitz­be­lich­tungs­mes­ser alles vor­her aus­ge­mes­sen hät­te. – So blieb es bei einem kur­zen Bli­ck aufs Rück­dis­play und auf das His­to­gramm.

Was ich digi­tal aber ler­ne (durch die sofor­ti­ge Kon­trol­le oder auch in der Nach­be­ar­bei­tung), das kann ich sofort ana­log nut­zen. Was ich ana­log ler­ne, das hilft mir auch bei den digi­ta­len Auf­nah­men. Wer viel ler­nen möch­te, kommt ana­log wei­ter, denn das Medi­um ist weni­ger feh­ler­to­le­rant.

Mono­chrom-Cast Nr. 008: Den Sen­sor nach Bedarf wäh­len…

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Mono­chrom-Cast geht es um die neue Kame­ra, die ich dadurch erhal­te, einen spe­zi­el­len Film in mei­ne alte Kame­ra ein­zu­le­gen. Ana­lo­ge Tech­nik erlaubt mir neue Bil­d­er­geb­nis­se mit alter Tech­nik. Die jewei­li­gen Optio­nen gilt es zu ergrei­fen, den Film und Ent­wick­ler ent­spre­chend der Bild­in­ten­ti­on zu wäh­len. – Bei einer digi­ta­len Kame­ra aber habe ich nur den einen Sen­sor, den mir das Gehäu­se anbie­tet. Ein Wech­sel ist nur durch Wech­sel der Kame­ra mög­li­ch.

Hier geht es um die Chan­cen, mit jedem Film­wech­sel einen neu­en Sen­sor zur Ver­fü­gung zu haben. Die­se Chan­ce ist auch eine Her­aus­for­de­rung, die Wahl zur Bild­ge­stal­tung bewusst ein­zu­set­zen. Ich nut­ze eine Hand vol­ler unter­schied­li­cher Fil­me mit fünf oder sechs ver­schie­de­nen Ent­wick­lern. Das sind also schon eine Anzahl an Vari­an­ten. Ja, bei Film (außer bei Groß­bild) legt man sich für zehn, zwölf oder 36 Auf­nah­men fest. Kann nicht zwi­schen­durch ohne wei­te­res die Emp­find­lich­keit ver­än­dern. Dafür kann ich, so neue Mate­ria­li­en erschei­nen, die­se auch mit Kame­ras, die weit älter sind, nut­zen. Ein Bei­spiel sind die Direkt­po­si­tiv-Mate­ria­li­en, die seit eini­gen Jah­ren auf dem Markt sind.

Sen­sor­rei­ni­gung ist ana­log kaum ein The­ma. – Und wenn die klas­si­schen Nega­ti­ve für das Ver­grö­ßern mir nicht mehr genü­gen, kann ich (ein­fach durch ange­pass­te Belich­tung und Ent­wick­lung) sol­che für den Albu­min- oder Platin­druck erzeu­gen. Mit der sel­ben Kame­ra.

Mono­chrom-Cast Nr. 007: Miss­ge­schick im Pho­to­la­bor

In die­ser sieb­ten Fol­ge mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger schwarz-weiß Pho­to­gra­phie geht es um das Ent­wi­ckeln von schwarz-weiß Fil­men in mei­nem Pho­to­la­bor. Ich schil­de­re das Ver­fah­ren und stel­le dar, wie es zu einem fata­len Miss­ge­schick kam, das mich zwei Fil­me kos­te­te.

Wer noch nie einen schwarz-weiß Film ent­wi­ckelt hat, kann hier einen Ein­druck davon erhal­ten, wie das so geht. – Dabei han­delt es sich um die wöchent­li­chen Arbei­ten, die in der Zeit mei­nes Pro­jekts regel­mä­ßig anfal­len, denn seit Ende Novem­ber 2016 belich­te und ent­wi­cke­le ich ja wöchent­li­ch einen Film. So jeden­falls mein Vor­satz.

Ich schil­de­re dabei auch die Funk­ti­on mei­nes Film­pro­zes­sors. Wei­te­re Stich­wor­te sind heu­te: Rota­ti­ons­ent­wick­lung, Zahn­kranz­de­ckel, Jobo.

Pod­casts sind kei­ne Blog­bei­trä­ge – RSS-Nut­zen­de auf­ge­passt…

Wer RSS nutzt, um mein Blog zu ver­fol­gen, ver­passt kei­nen Arti­kel. Sie oder er wird benach­rich­tigt, sobald ein neu­er Blog­bei­trag erscheint. Das ist prak­ti­sch.

Wegen des Wesens­un­ter­schieds zwi­schen Blog­bei­trä­gen und Pod­casts sind dies zwei Paar Schu­he. Anders gesagt: Wenn ich Pod­casts ver­öf­fent­li­che, dann bekom­men die Leu­te, die mei­nen Bei­trags-Feed per RSS abon­niert haben, davon nichts mit. Mei­nen Pod­cast kann man getrennt abon­nie­ren. Auch das ist sinn­voll, denn man nutzt ja z.B. zu Hau­se iTu­nes oder unter­wegs einen ande­ren Pod-Play­er. So sind die Mono­chrom-Casts eben gera­de nicht auf Brow­ser ange­wie­sen. Man kann und soll sie ja bei der Haus­ar­beit oder im Auto hören (kön­nen).

Eige­ner RRS-Feed für Pod­casts

Nun hör­te ich in den letz­ten Tagen von zwei Men­schen, dass ich ja gar nichts neu­es ver­öf­fent­lich­te. – Sie haben bei­de mei­nen RSS-Feed abon­niert. Lei­der haben sie nichts von mei­nen Mono­crom-Casts mit­be­kom­men. Scha­de. Damit alle, die mir per RSS fol­gen, nicht län­ger im Regen ste­hen, emp­feh­le ich, nach Lek­tü­re die­ses Arti­kels, gleich den RSS-Feed der Mono­chrom-Casts zu abon­nie­ren.

Mono­chrom-Cast Nr. 006: Vom Hob­by und dem Auf­ge­ben

In der sechs­ten Fol­ge mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger schwarz-weiß Pho­to­gra­phie geht es um Still­stän­de, die man­che zum Auf­ge­ben der Pho­to­gra­phie brin­gen. Ein­fach, weil sie nicht erken­nen kön­nen, wie und wo sie wei­ter kom­men kön­nen.

Wer kon­kre­te Zie­le hat und viel­leicht jeman­den um Umfeld, der hel­fen kann, die tech­ni­schen Unter­schie­de zwi­schen dem, das wir kön­nen, und dem, das wir erstre­ben, gang­bar zu machen, ist gut dran. Mir ist ein Freund und frü­he­rer Kunst­leh­rer da sehr hilf­reich gewe­sen. Er leg­te immer wie­der ein Blatt Papier auf mei­ne Bil­der und sag­te: »So spricht es mich mehr an.« – Immer hat­te er Recht.

In tech­ni­scher Hin­sicht habe ich von einem ande­ren Freund und frü­he­ren Sach­ver­stän­di­gen für Foto­gra­fie der Hand­werks­kam­mer viel gelernt. – Am bes­ten aber waren Bild­ana­ly­sen und der Ver­su­ch, etwas nach­zu­ma­chen.

Fund­sa­che: Kurz-Video mit Andy Güt­te und mir live

Vor Jah­ren hat­te ich eine Pho­to­aus­stel­lung. Es gab aller­lei ana­lo­ge schwarz-wei­ßen Por­traits (von Mit­tel­for­mat- und Groß­bild-Nega­ti­ven) bei mir in der Kir­chen­ge­mein­de. Zum Auf­takt gab es einen Got­tes­dienst und eine klei­ne Ver­nis­sa­ge. Bei­des Anlass mit Andy Güt­te am Vibra­phon und mir an der Gitar­re, etwas Musik zu machen. Einen Video­clip davon hat Andy Güt­te sei­ner­zeit online gestellt.

Bei Face­book zwar, aber der Clip ist ohne Face­book-Regis­trie­rung zugäng­li­ch. – Ich emp­feh­le, die Qua­li­tät auf HD zu stel­len und die Bild­grö­ße auf Voll­for­mat. Hier ist der Video­clip.

Neben­bei: Ein gutes und geseg­ne­tes neu­es Jahr 2017 wün­sche ich allen.

Mono­chrom-Cast Nr. 005 – Die Kame­ra­wahl: Manch­mal kommt es aufs For­mat an…

Die Wahl der Kame­ra wird bei mir ganz wesent­li­ch durch zwei Kenn­grö­ßen geprägt: Durch das Sei­ten­ver­hält­nis und durch den Suchertyp. Mit unter­schied­li­chen Kame­ras ent­ste­hen – bedingt durch das jewei­li­ge Sei­ten­ver­hält­nis – unter­schied­li­ch kom­po­nier­te Bil­der. Ich spre­che dar­über, war­um ich bestimm­te For­ma­te sehr schät­ze, etwa das Qua­drat des 6 x 6 For­mats oder das »Ide­al­for­mat« 6 x 7 cm. Ande­rer­seits gibt es For­ma­te, die mich nicht anspre­chen – wie 3:4 etwa. So bei 4,5 x 6 oder MFT.

Neben dem Sei­te­ver­hält­nis ist für mich die Wahl zwi­schen einer Kame­ra mit Matt­schei­be (im Schacht­su­cher oder mit schwar­zem Tuch zu betrach­ten) oder mit Durch­bli­ck-Sucher ent­schei­dend. Bei letz­te­rer bli­cke ich eher aufs Motiv, statt aufs Bild. Bei der schon zwei­di­men­sio­na­len Matt­schei­be, die ich mit bei­den Augen betrach­ten kann, habe ich gleich­sam ein Bild vor Augen, statt »bloß« das Motiv.

Nicht immer kann man die Kame­ra frei wäh­len. Wenn aber doch, so sind mir das Sei­ten­ver­hält­nis und der Sucher wesent­li­che Kri­te­ri­en.

Auf dem Bild zu die­sem Pod­cast habe ich die Lin­hof Tech­ni­ka 70 mit ihrer Matt­schei­be (56 mm x 72 mm  – etwa 6:7, Ide­al­for­mat) abge­bil­det. Die­se Kame­ra bie­tet auch einen Mess­su­cher mit einer effek­tiv grö­ße­ren Basis des Ent­fer­nungs­mes­sers als die Lei­ca M6 das tut.

Das Werk­zeug wirkt auf das Werk ein. Ich mei­ne, dass das auch in der Pho­to­gra­phie gilt. Dar­um kom­po­nie­re ich lie­ber vor­her als hin­ter­her Aus­schnit­te zu wäh­len. Beim Ver­grö­ßern las­se ich gern den Film­rand im Bild. Spu­ren des Werk­zeugs gleich­sam.

Mono­chrom-Cast Nr. 004 – nicht nach­äf­fen, son­dern mit pho­to­gra­phi­schen Mit­teln

Blatt und Tachihara In der vier­ten Fol­ge mei­nes Mono­chrom-Cast geht es dar­um, wie die Mit­tel des pho­to­gra­phi­schen Medi­ums bei mir auf die Art der Dar­stel­lung ein­wir­ken sol­len. Ganz prak­ti­sch spre­che ich über Schärf­en­tie­fe und Blen­de, über digi­ta­le Fokus-Stacks und ana­lo­ge Ver­stel­lun­gen, so dass die Schär­fe dem Motiv folgt.

In die­ser Fol­ge geht es um »strai­ght pho­to­gra­phy«, die rei­ne Pho­to­gra­phie, die die Grup­pe f/​64 von Edward Wes­t­on und Ansel Adams so präg­te, im Gegen­satz zu der pic­to­ria­lis­ti­schen Pho­to­gra­phie ande­rer.

Es geht um Details und um die tech­ni­schen Mit­tel, mit denen sich die­se Details abbil­den las­sen.

Am Bei­spiel mei­nes Bil­des eines Gum­mi­baum-Blat­tes kom­me ich auf unse­re Wahr­neh­mung eines sol­chen Blat­tes. Wenn nur ein Teil des Blat­tes scharf wie­der­ge­ge­ben wür­de, wäre das kon­tra-intui­tiv. Wie kom­men wir aus dem Dilem­ma?

Mono­chrom-Cast Nr. 003 – Über gol­de­ne Kugeln und mei­ne Pho­to­tech­nik

In die­ser Aus­ga­be mei­nes Pod­casts zu ana­lo­ger Schwarz-Weiß-Pho­to­gra­phie geht es um unse­re Wün­sche und Erwar­tun­gen ans Equip­ment. Wenn ich bloß die­se Kame­ra, die­ses Objek­tiv hät­te… Außer­dem spre­che ich über mei­ne ers­ten drei Fil­me aus dem sechs­mo­na­ti­gen Pho­to­pro­jekt, einen Film pro Woche zu belich­ten und zu ent­wick­len. Ich spre­che über die ein­ge­setz­ten Fil­me, Objek­ti­ve, Kame­ras. Aber auch über das, was gut funk­tio­niert hat oder weni­ger gut, was ich gelernt habe, was ich kann, wo ich noch nach­zu­le­gen habe.

Ich bin eher ein Bild­su­cher denn ein Bild­bau­er. Ich kann Moti­ve wohl erken­nen, wenn ich sie sehe. Sie aber selbst zu kom­po­nie­ren, das fällt mir deut­li­ch schwe­rer als die rei­ne Pho­to­gra­phie. Kodak D-76 habe ich als Ent­wick­ler die­ser Wochen erko­ren. Bei unter­schied­li­chen Fil­men hat er aus­ge­zeich­net funk­tio­niert.

Mono­chrom-Cast Nr. 002 – »Repro­duk­ti­on ist eigent­li­ch nicht das rich­ti­ge für Dich, son­dern Uni­ka­te«

Tachihara Field ViewIn der zwei­ten Fol­ge mei­nes Mono­chrom-Cast geht es um die Aus­ar­bei­tung der Bil­der nach der Auf­nah­me. Vie­le mei­nen, dass mit dem Aus­lö­sen alles getan sei. Dass alles wei­te­re ein hoch-auto­ma­ti­sier­ter Pro­zess sei: You press the but­tom, we do the rest. Das Gegen­teil ist der Fall: Mit der Auf­nah­me beginnt erst die Arbeit am Bild. Ohne die Labor­ar­beit, ohne die Aus­ar­bei­tung, wären gute Bil­der bloß Mit­tel­maß.

In die­ser Fol­ge den­ke ich dar­über nach, was nach der Auf­nah­me kommt, wie­so Vin­ta­ge Prints weit mehr als ein »Umko­pie­ren« eines Nega­tivs in ein Posi­tiv sind. Ansel Adams kommt zur Spra­che, Voja Mitro­vic, der Labo­rant, der die Bil­der etwa Hen­ri Car­tier-Bres­sons über drei­ßig Jah­re lang zu Papier brach­te. – Wenn jeman­dem Bil­der gefal­len, höre ich öfter: Du hast ja auch eine gute Kame­ra. Das höre ich als Kinn­ha­ken. War­um das so ist, dazu im Mono­chrom-Cast Nr. 002 mehr.

Dis­co-Funk statt Rock’n’Roll

Tobias Fuß auf dem Effektpedal

Dass Tobi­as, der Gitar­rist von Q-Bic, der han­no­ver­schen Dis­co-Funk-Band, eben kein Stie­fel-tra­gen­der Rocker ist, ist klar. Gewis­ser­ma­ßen spricht auch sein Effekt­brett dafür. – Wenn es mög­li­ch ist, erle­be ich die Musik von Q-Bic gern live: Das lohnt immer dop­pelt, denn die Jungs haben beim Spie­len sicht­li­ch Spaß, der sich aufs Publi­kum über­trägt.

Dabei machen sie rich­tig gute Musik: Aber sie fin­den wohl, dass man sich selbst dabei auch nicht zu ern­st neh­men sol­le… Wie son­st käme es zu Tex­ten, die die Wider­fahr­nis­se schil­dern, die einen erei­len, wenn man sein Haus­tier, einen Nackt­na­sen­wom­bat, mit in die Dis­co nimmt. Okay, nacht­ak­tiv passt ja, ob aber der Dis­co­lärm zum Tier­schutz passt?

Eini­ge Kon­zer­te der Kol­le­gen ste­hen Anfang 2017 an, hier sind die Ter­mi­ne zu fin­den. Wer mehr sehen möch­te, dem sei youtube emp­foh­len.

Beim Bier­fest auf der Lis­ter Mei­le 2015 ent­stand dies Bild. – Ja, ich stand (mit Gehör­schutz in den Ohren) direkt am Büh­nen­rand. Mit Nor­mal­ob­jek­tiv, Blen­de 2,2 – 1/150 s. Für 2016 erstell­te ich einen Kalen­der für die Q-Bics und ein Exem­plar für mich. Der hängt in mei­nem Büro. Dies ist das Dezem­ber-Bild und somit der Abschluss. Mich spre­chen die dunk­len Pas­sa­gen an, in denen noch hin­rei­chend Zeich­nung ist, um die Effekt­ge­rä­te-Gehäu­se und das Tex­tilm­a­te­ri­al, auf dem sie ange­klet­tet sind, zu erah­nen. – Die 1/150 s reich­te nicht für des Gitar­ris­ten dyna­mi­sche Zehen auf dem Wah-Wah. Die Details im Schuh aber spre­chen mich an. Ich lie­be es, in (mei­nen) Bil­dern im Ver­lauf der Bear­bei­tung Din­ge zu ent­de­cken. Beson­ders sol­che, die ich zum Zeit­punkt der Auf­nah­me nicht wahr­ge­nom­men hat­te.

So habe ich gleich dop­pelt etwas vom Bild: Vor­her, im Ver­lauf der Bear­bei­tung und dann auch, wenn ich zu einem Punkt gekom­men bin, zu dem ich sage: »Ja, zufrie­den – erst­mal fer­tig.«

Mono­chrom-Cast Nr. 001 – Wor­in bes­ser wer­den?

monochrom-castHier ist der ers­te Mono­chrom-Cast, der Auf­takt für mei­ne Pod­cast-Rei­he über mein Pho­to­pro­jekt zu ana­lo­ger schwarz-weiß Pho­to­gra­phie. Für ein hal­bes Jahr habe ich ein Pho­to­pro­jekt begon­nen. In jeder Woche möch­te ich einen Film (Klein­bild, Mit­tel­for­mat oder Groß­bild) belich­ten und ent­wi­ckeln. Dabei möch­te ich bes­ser wer­den. Wor­in aber bes­ser? Was heißt in die­ser Hin­sicht eigent­li­ch »gut«?

Zwei Freun­de habe ich zu mei­nem Pro­jekt gespro­chen und bin gespannt, wie ande­re auf­neh­men, was ich da vor­ha­be. Vom Pho­to zu spre­chen, das ist wie Düf­te zu malen? Da bin ich mir nicht sicher. Pho­to­gra­phie hat einen gutes Stück hand­werk­li­che Antei­le. Dane­ben gibt es aber mehr als Kun­den­wün­sche zu erfül­len, es gibt etwas, das ich errei­chen möch­te. Dar­um mache ich Bil­der. Ruhm und Ehre sind es für mich als gewähl­ten Ama­teur nicht. Zu pho­to­gra­phie­ren ist eine Lebens­wei­se, ein Modus, der Welt zu begeg­nen, sie in Ton­wer­te zu ord­nen und die­se Ska­la von schwarz bis weiß in den Kan­ten mei­nes Bil­des zu ord­nen. Zu kom­po­nie­ren, zu arran­gie­ren.

mein Kalen­der 2017 geht in Druck

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Mein Kalen­der 2017 ist druck­fer­tig. Am Sonn­tag (4. Dezem­ber) wer­de ich die erfor­der­li­che Men­ge bestel­len und dru­cken las­sen.

Weil ich regel­mä­ßig Wün­sche höre, wenn der Kalen­der fer­tig ist, kün­di­ge ich ihn hier an: Wer einen haben möch­te, kann ihn für 26,00 € bei mir bekom­men; wenn ich ihn ver­sen­den muss, kom­men 5,00 € dazu (ins­ge­samt also 31,00 €).

Gebo­ten wer­den zwölf Monats­blät­ter zuzüg­li­ch Titel­blatt, dazu jeweils ein Über­sichts-Blatt mit Kalen­da­ri­um je Monat.

Auf dem Deck­blatt ist übri­gens die Lei­ne­ma­sch in Alt-Laat­zen zu sehen.

Alle Bil­der sind far­big gedruck­te, geton­te schwarz-weiß Bil­der; ins­ge­samt 26 Sei­ten im For­mat 33 cm x 26 cm.

Fritz Sie­bert, Cem­ba­lo – auf­ge­nom­men von mir…

fritz_siebert_2011001 Bei die­ser CD han­delt es sich um eine klei­ne aber fei­ne musi­ka­li­sche Visi­ten­kar­te aus dem Jahr 2011, mit der sich der Cem­ba­list Fritz Sie­bert einem grö­ße­ren Publi­kum  prä­sen­tier­te. – Hier ein Stück zur Pro­be (Jean-Phil­ip­pe Rame­au, Gavot­te et six dou­bles, dar­aus die Gavot­te).

Die Auf­nah­men mach­te ich in einem inzwi­schen abge­ris­se­nen, aber sehr wohl­klin­gen­den Gemein­de­haus in Han­no­ver. Mit nur zwei Neu­mann KM-184 in ORTF-Auf­stel­lung (wir haben vor­her ande­res ver­sucht) kamen wir zu die­sem Ergeb­nis, das uns über­zeug­te. Sehr direkt, schlicht.

An einem Frei­tag bau­ten wir das Cem­ba­lo auf, such­ten gut eine Stun­de lang den bes­ten Platz im Saal (viel Par­kett, getä­fel­te Wän­de, Fens­ter, deren Vor­hän­ge wir vor­ge­zo­gen hat­ten). Der Raum ist hoch und klang sehr gut. Allein: Eini­ge Lam­pen­ver­klei­dun­gen gerie­ten durch das Cem­ba­lo in Schwin­gung. Am Frei­tag waren Fritz Sie­bert und ich guter Din­ge. Die Auf­nah­men waren für den Sams­tag geplant.

Die größ­te Her­aus­for­de­rung aber bil­de­ten tags drauf die Vögel, die vor den Fens­tern schrien und san­gen. Abends waren die ruhig gewe­sen. Die Stra­ße ist hin­rei­chend weit weg. – Die Vögel aber hat­ten wir nicht erwar­tet.

In die Fens­ter­ni­schen bau­ten wir Tür­me aus Umzugs­kar­tons mit Ver­klei­dungs­ma­te­ri­al, Kos­tü­men usw. von einem Kin­der-Musi­cal. Wohl dem, der so etwas vor­fin­det… Ich habe auf­ge­nom­men mit einem MacBook und einem Fire­face von RME, auf den Ohren hat­te ich bei der Auf­nah­me mei­nen geschlos­se­nen Senn­hei­ser HD265-Kopf­hö­rer, den in seit bald zwan­zig Jah­ren bei Auf­nah­me regel­mä­ßig nut­ze. Durch die geschlos­se­ne Bau­wei­se höre ich nur, was auf der Auf­nah­me ankommt. Da ich lei­se höre, dringt auch nichts bzw. nur sehr wenig nach drau­ßen.

Nach­be­ar­bei­tung

im enge­ren Sin­ne fand nicht statt. Ich habe geschnit­ten, ja. Wir haben jedes Stück mehr­fach auf­ge­nom­men, und teils zusam­men­ge­fügt. Beim Cem­ba­lo ist das bedeu­tend ein­fa­cher als beim Pia­no, weil hier ja kei­ne Dyna­mik im enge­ren Sin­ne eine Rol­le spielt. Das Erset­zen einer Pas­sa­ge durch einen ande­ren Take war also mög­li­ch, sofern das Tem­po pass­te. Ande­rer­seits ist der Klang des Cem­ba­los ja doch dadurch geprägt, dass vie­le Anschlä­ge erfol­gen – und oft klin­gen Töne wei­ter in den neu­en Ton hin­ein. Wer also erst­mals Cem­ba­lo schnei­det, was bei mir nicht der Fall war, der denkt es sich mög­li­cher­wei­se zu ein­fach.

Die Schnit­te haben Fritz Sie­bert und ich eng abge­spro­chen. Die Rei­hen­fol­ge der Stü­cke leg­te der Musi­ker fest und ich küm­mer­te mich um die Laut­stär­ke und Laut­heit und das abschlie­ßen­de Mas­te­ring (kei­ne Kom­pres­si­on, mini­ma­le Fre­quenz­gang­kor­rek­tu­ren). Die Gra­phik zur CD besorg­te der Bru­der des Musi­kers, bei­des, Gra­phik­da­tei­en und DDP schick­te ich dann in die Fer­ti­gung.

Ich emp­feh­le auch die aktu­el­le CD von Fritz Sie­bert sehr, die beim Label Cybe­le-Recor­ds erschie­nen ist. Sie wur­de nomi­niert für den Preis der deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik und spricht mich beson­ders durch die Aus­wahl der Wer­ke Johann Sebas­ti­an Bachs sehr an.

Herbst­pilz – ana­log mit Flex­bo­dy…

Herbst­pho­tos bedeu­ten für die meis­ten far­bi­ges Laub. Für den, der in schwarz-weiß pho­to­gra­phiert, bie­tet sich das nicht an. – Immer wie­der erin­ne­re ich mich an Paul Strands spä­te Bil­der. Er war ja 1951 aus den USA nach Orge­val in Frank­reich über­sie­delt. In sei­nen letz­ten Jah­ren pho­to­gra­phier­te er in sei­nem Gar­ten. Die Bil­der sind erstaun­li­ch und beein­dru­ckend. Ähn­li­ch redu­ziert wie am Anfang sei­ner Wirk­sam­keit: Ganz kon­zen­triert auf die Ton­wer­te und die For­men.

Nah- oder Makro­auf­nah­men mit Mit­tel­for­mat oder Groß­bild sind etwas für Maso­chis­ten? Irgend­wie stimmt es. Man hat nie genug Schärf­en­tie­fe. Muss weit abblen­den, so dass ein Sta­tiv unver­zicht­bar wird. Wenn man aber hal­be Minu­ten lang belich­tet, dann kommt der Schwarz­schild-Effekt erschwe­rend hin­zu. Bei Digi­tal­ka­me­ras schaut man, ob es denn so passt. – Ana­log muss man es vor­her wis­sen. Also mes­sen und rech­nen. Weit weni­ger intui­tiv ist das.
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Der Flex­bo­dy

Das Bild oben ist ein Scan vom 6x6-Film. – Der Flex­bo­dy ist ein Bal­gen. Hin­ten wird ein Has­sel­b­lad (V-System)-Magazin ange­schlos­sen, vor­ne sitzt ein Has­sel­b­lad Objek­tiv (mit Zen­tral­ver­schluss). Der Bal­gen kann ver­scho­ben wer­den (also Hoch-​/​Tiefverstellung der Front). Er kann auch geneigt wer­den (neu­deut­sch »Tilt«). Das lässt sich nut­zen, um die Schär­fee­be­ne nach Scheim­pflug zu legen, und somit die sehr eng umgrenz­te Schärf­en­tie­fe zumin­dest bewusst zu gestal­ten. Ein bis drei Grad Nei­gung und zwei bis fünf Mil­li­me­ter Ver­schie­bung, mehr brauch­te es nicht.

Die­se gerin­gen Ver­stel­lun­gen sind unver­zicht­bar. Das Arbei­ten mit dem Flex­bo­dy ist gleich­sam Groß­bild-light. Moti­ve wie die­se sind es, bei denen ich den Spot-Belich­tungs­mes­ser (ich habe einen von Minol­ta) ein­set­ze. Ich mes­se die Lich­ter und die Tie­fen aus, sehe mir den Kon­trast­um­fang an. Anschlie­ßend lege ich fest, was im fer­ti­gen Bild wie wie­der­ge­ge­ben wer­den soll. Der Rest ist Hand­werk. Rich­ti­ge Ver­län­ge­rungs­fak­to­ren, pas­sen­de Ent­wick­lung …

Beim Pho­to­gra­phie­ren auf der Stra­ße – wie etwa bei den Bil­dern von Max – geht es vor allem ums Motiv, um das, was gezeigt wird. Ja, es wird kom­po­niert, das Motiv im Rah­men des Nega­tivs gezeigt. Dort lebt alles von der Hand­lung. Wie in einem guten Kri­mi­nal­ro­man. – Bei Bil­dern wie mei­nem Pilz aber geht es eher um Rhyth­mus und Form an sich. Ein Pilz wie ande­re eben. Son­st nichts.  Alles liegt im Bild selbst, in den For­men und den Ton­wer­ten. Eine lite­ra­ri­sche Meta­pher bleibt den Lesen­den über­las­sen.

Pho­to­pro­jekt ab 1. Advent…

»You would’n find a talen­ted troll« (Sean Tucker, 2016)

Das Inter­net ist bequem. Belie­big vie­le Arbei­ten ande­rer kann man sich anse­hen. Eine gan­ze Anzahl von Lesen­den kom­men­tiert, und zwar oft nega­tiv. Wer sol­che Kom­men­ta­re erhält, kann sich immer­hin gewiss sein, dass das, was er/​sie online gestellt hat, beacht­li­ch ist. Son­st gäbe es kei­ne Auf­merk­sam­keit und kei­ne Trol­le. Kei­ne ent­spre­chen­den nega­ti­ven Kom­men­ta­re.

Wenn ich etwas schaf­fen möch­te, dann muss ich mich aufs Werk kon­zen­trie­ren, nicht auf das, was ande­re dazu den­ken. Das habe ich für einen Zeit­raum von sechs Mona­ten vor.

Ich habe beschlos­sen, ab dem 1. Advent ein ana­lo­ges Pho­to­pro­jekt zu star­ten. – Alle wesent­li­chen Din­ge im Leben gesche­hen wei­ter­hin ana­log. – Das soll ein hal­bes Jahr lang lau­fen. Ich wer­de wöchent­li­ch einen ana­lo­gen schwarz-weiß-Film belich­ten (gleich ob Klein­bild, Mit­tel­for­mat oder Groß­bild) und ent­wi­ckeln. Eini­ge der Auf­nah­men wer­de ich ver­grö­ßern, zumin­dest Kon­takt­ab­zü­ge will ich erstel­len.

Am Ende, nach einem hal­ben Jahr, möch­te ich eini­ge der Bil­der aus­stel­len. Ande­ren über­las­se ich es dann, sich ein Bild zu machen, ob ich in der Zeit Fort­schrit­te gemacht haben wer­de. (Sel­te­ne Gele­gen­heit für Futur II). – Ob ich hier Bil­der zei­ge, ent­schei­de ich dann.

Mono­chrom-Cast

Wenn ande­re Ver­pflich­tun­gen mir die Zeit las­sen, dann wer­de ich über die Pho­tos und mei­ne Ein­sich­ten eine Rei­he an Audio-Pod­casts anfer­ti­gen. Bis zum Ende des Pro­jekts wer­de ich hier kei­ne der Bil­der zei­gen. – In den Pod­casts aber, so hof­fe ich, erhal­ten Inter­es­sier­te einen Ein­bli­ck. Viel­leicht ent­steht ein Bild im Kopf. Bei dem einen oder der ande­ren…

Die Zeit vor dem Moni­tor ist kost­bar. Wir alle haben viel zu tun, wobei wir nicht auf den Moni­tor sehen kön­nen. Ich den­ke, dass ein Pod­cast hilft, den man beim Kochen, Bügeln, Ein­schla­fen usw. hören kann. Selbst schät­ze ich Pod­casts. Fern­se­hen neh­me ich fast nicht wahr, ein Leben ohne Deutsch­land­funk und Pod­casts ist kaum denk­bar. Jeden­falls nicht wün­schens­wert.

War­um soll­te es in sol­chen Bei­trä­gen nicht um Bil­der gehen? Ums Arbei­ten im Labor, um das Nach­den­ken über Aus­schnitts­wahl, Gra­da­ti­on, Belich­tung, Ent­wick­ler? – War­um soll­te es nicht ums Pho­to­gra­phie­ren selbst gehen? Wenn ich eine Groß­bild­ka­me­ra mit­neh­me, fal­len Mikro­phon und Rekor­der kaum ins Gewicht.

Der durch­schnitt­li­che Pod­cast erreicht, so habe ich gele­sen, acht Fol­gen. Ich hof­fe, dass es bei mir mehr wer­den. Die wer­den in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den online gehen, kön­nen aber – z.B. über iTu­nesver­folgt wer­den. Als Titel habe ich »Mono­chrom-Cast« (nicht zu ver­wech­seln mit »mono-Chro­me­cast«) gewählt.

Auch hier, auf mei­ner Web­site, wer­den die Fol­gen erschei­nen. – Für die säku­la­ri­sier­ten unten den Lesen­den: Der 1. Advent ist am Sonn­tag, 27. Novem­ber 2016 und damit beginnt das neue Kir­chen­jahr und mein Pro­jekt.

Stadt­ur­laub… Moti­ve und Sen­si­bi­li­sie­rung…

Gera­de war ich eini­ge Tage lang in Brügge/​Belgien. Eine herr­li­che Stadt, gut, wenn Kauf­leu­te, die gute Geschäf­te machen, ihr Geld in Archi­tek­tur und Kunst ste­cken. Das führt zu Städ­ten wie Brüg­ge, die sehens­wer­te Kunst­schät­ze beher­ber­gen (auch wenn das meis­te aus dem 16./17. Jahr­hun­dert stammt). Bil­der aus Brüg­ge stel­le ich mög­li­cher­wei­se spä­ter hier bereit. Muss erst ein­mal die Fil­me und Datei­en ent­wi­ckeln.

Die Bil­der oben stam­men aus Ber­lin, aus dem Cine­ma Café in der Rosentha­ler Stra­ße bezie­hungs­wei­se aus dem ent­spre­chen­den Hof neben­an. Oft ent­ste­hen bei mir lan­ge gar kei­ne Auf­nah­men, ich lau­fe bloß her­um, und fin­de nichts, das mich ansprä­che. Dann aber kom­me ich meist an den Punkt, an dem das pho­to­gra­phi­sche Sen­so­ri­um in mir erwacht – und dann ent­de­cke ich bin­nen kur­zer Frist vie­les, das sich zu Kom­po­si­tio­nen grup­piert.

Dabei bin ich gewiss, dass die Moti­ve immer da sind, bloß braucht es die rich­ti­ge Sen­si­bi­li­sie­rung, um die Moti­ve zu nut­zen. Die Werk­zeu­ge sind es heu­te nicht. Ob ana­log oder digi­tal, ob im Labor oder in Photoshop/​Lightroom, es geht mehr um die pho­to­gra­phi­sche Hand­schrift. Dar­an den­ke ich in der letz­ten Zeit mehr her­um, gera­de auch an der Fra­ge, was eigent­li­ch typi­sch ist für mei­ne eige­ne Pho­to­gra­phie.

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For­men und Ton­wer­te – und die Wie­der­kehr der glei­chen Vor­lie­ben

Neu­li­ch war ich mit einem Freund in Ham­burg. Wir pho­to­gra­phier­ten, lie­fen reich­li­ch durch die Stadt; ein fei­ner Sams­tag. Etwas spä­ter zeig­ten wir ein­an­der die jewei­li­gen Bil­der. Die waren typi­sch für unse­re jewei­li­ge Art, pho­to­gra­phi­sch zu sehen, Motiv aus­zu­wäh­len usw.

Unab­hän­gig von der benutz­ten Kame­ra (und sie­he da, wir benutz­ten zufäl­lig glei­che Auf­nah­me­tech­nik): Die Bil­der sind höchst unter­schied­li­ch, aber doch je für ihn oder mich typi­sch. Ein ande­res Mal zei­ge ich etwas aus Ham­burg. Bei der Durch­sicht mei­nes Archivs fand ich eini­ge Bil­der, die ich schät­ze, von Autos. Sie ent­stan­den über Jah­re an ganz unter­schied­li­chen Orten. PKW sind nicht mei­ne Spe­zia­li­tät, sel­ten nur pho­to­gra­phie­re ich sie. Trotz­dem fin­de ich etwas sehr Ver­bin­den­des zwi­schen die­sen Bil­dern. – Mei­ne pho­to­gra­phi­sche Hand­schrift viel­leicht?

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2016 in Hil­des­heim

 

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2015 in Han­no­ver

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2011 in Kopen­ha­gen

ers­tes Deutsch­land­kon­zert von Olli Soik­ke­li

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Joscho Ste­phan, Ste­fan Ber­ger & Olli Soik­ke­li

Am 20. Juli habe ich ein Kon­zert von Joscho Ste­phan (den ich bereits mehr­fach gehört habe) und Olli Soik­ke­li (aus Finn­land) gehört. Es hat sich gelohnt.

Joscho Ste­phan ist tech­ni­sch sehr sehr gut. Musi­ka­li­sch spricht mich sei­ne Musik nicht so an, was dar­an liegt, dass er für mei­nen Geschmack zu viel spielt, zu wenig Luft lässt, dass die Musik atmen kann. – Sicher, das ist mein Geschmack. Ein­drucks­voll, was er tech­ni­sch kann. Dabei ist er über­aus kon­zen­triert und spielt weit vorn (auch rhyth­mi­sch gemeint: Wenn es nicht so über­aus prä­zi­se wäre, könn­te man mei­nen, dass er kon­ti­nu­ier­li­ch trei­be).

Was aber der jun­ge Fin­ne Olli Soik­ke­li mach­te, fand ich musi­ka­li­sch über­aus anspre­chend. Dabei ist auch sei­ne Spiel­tech­nik atem­be­rau­bend, aber deut­li­ch weni­ger im Vor­der­grund als bei Joscho Ste­phan.

Das soli­de rhyth­mi­sche Fun­da­ment und den tona­len Bezugs­punkt bot Ste­fan Ber­ger am Kon­tra­bass. Stets im Bil­de, alles sau­ber, pro­fes­sio­nel­le Arbeit.

Das Kon­zert des Jazz-Club fand im Gar­ten­heim-Audi­max statt (Hil­des­hei­mer Stra­ße, Höhe Fred­hof Enge­soh­de); ange­nehm kli­ma­ti­siert, bei frei­em Was­ser­an­ge­bot. Der Ton wur­de lau­fend bes­ser und war in der zwei­ten Kon­zert­hälf­te sehr gut.

Ein Hör­ein­druck – ins­be­son­de­re zum Spiel Joscho Ste­phans – lässt sich hier gewin­nen, einem youtube-Video aus dem sel­ben Raum, jedoch nicht mit Sto­che­lo Rosen­berg, wäh­rend mit Ste­fan Ber­ger die wun­der­schö­ner Num­mer »Lulu-Swing« gespielt wird.

FFB-Big­Band CD »live« ist erschie­nen…

FFB_Cover_180716_klein Am 18. Juli 2016 ist die CD mit mei­nen Auf­nah­men der FFB-Big­Band Bar­sing­hau­sen vom 27. Mai erschie­nen. Sie wird bei den Kon­zer­ten der Band erhält­li­ch sein (z.B. wohl am 31. Juli am Masch­see).

Wie beschrie­ben: Live Mit­schnitt mit zwei Shu­re KSM-141 (Nie­ren­cha­rak­te­ris­tik) in XY-Posi­tio­nie­rung durch einen RME-Mikro­phon­vor­ver­stär­ker, dann direkt 24-BIT digi­tal; anschlie­ßend bear­bei­tet in Rea­per als DAW. Bei der Auf­nah­me bestand die Her­aus­for­de­rung dar­in, dass an der akus­ti­sch-opti­ma­len Posi­ti­on (nahe der Band-Mit­te) eini­ge Licht­dim­mer unter der Decke brumm­ten (deut­li­ch hör­bar).

Somit mus­s­te ich außer­mit­tig mit mei­nen Mikro­pho­nen ste­hen; gut für die Rhyth­mus­grup­pe, auf deren Sei­te ich rutsch­te. Die Dyna­mik ist jedoch sehr groß, gera­de durch das Schlag­zeug.

Eine klei­ne Hör­pro­be gibt es hier:

FFB-Big­Band: CD in Pro­duk­ti­on…

image Am 27. Mai spiel­te die FFB-Big­Band aus Bar­sing­hau­sen ein bemer­kens­wer­tes Kon­zert in der »Mar­le­ne Bar & Büh­ne« in der Alex­an­der­stra­ße, das ich live auf zwei Spu­ren (XY-Mikro­pho­nie mit zwei Shu­re KSM-141) auf­ge­nom­men habe. Nach­dem die musi­ka­li­sch bes­ten Stü­cke aus­ge­wählt waren (das Kon­zert hat­te drei Sets und hät­te nicht auf eine CD gepasst) und klang­li­ch opti­mal nach­be­rei­tet waren, ist jetzt alles im Press­werk. Oben sind die Digi­tal-Pro­ofs zu sehen für die Digi­pack-Druck­sa­chen (Pho­tos hab ich eben­so wie den Satz auch gemacht).

Ges­tern habe ich die Fer­ti­gung frei­ge­ge­ben, nach­dem alles so ist wie erwar­tet. – In rund zehn Tagen wird also die CD FFB-Big­Band »live« vor­lie­gen.

Kon­zert­hin­weis: Con­cer­to Fos­ca­ri

Am Frei­tag, 1. Juli 2016, spielt um 19:30 Uhr das Con­cer­to Fos­ca­ri in der Neu­städ­ter Hof- und Stadt­kir­che in Han­no­ver ein Kon­zert zu Leib­niz Geburts­tag unter dem Titel »Con­cert d’anniversaire«
Fest­kon­zert zum 370. Geburts­tag von Gott­fried Wil­helm Leib­niz
Neu­städ­ter Hof- und Stadt­kir­che St. Johan­nis (Han­no­ver)

Ich wer­de mir die Ein­füh­rung anhö­ren (um 18:30 Uhr) und auch das Kon­zert. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

wer schreibt, der bleibt?!

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eines mei­ner Notiz­hef­te mit Füll­fe­der­hal­ter

Es gab mal eine Zeit, in der waren Brie­fe die Wei­se, Kon­tak­te zu hal­ten. Pau­lus schrieb an die klein­asia­ti­schen Gemein­den, Goe­the schrieb Brie­fe und Leib­niz auch. – Das Werk­zeug und das Medi­um prägt über sei­ne Form die Inhal­te. Albrecht Goes schrieb »Von Men­sch zu Men­sch« und stellt in dem Essay fest, dass das Motiv des sich-Ent­schul­di­gens für die ver­zö­ger­te Ant­wort ein eige­ner Topos sei.

Brie­fe schrei­be (und emp­fan­ge) ich ger­ne, jedoch stel­le ich fest, dass für einen »rich­ti­gen Brief« eine gewis­se Muße erfor­der­li­ch ist zur Zeit der Abfas­sung – son­st wird das nichts.

Mir hilft das hand­schrift­li­che Gedan­ken-Ord­nen in mei­nen Notiz­hef­ten sehr. Ja, ich mache das – je nach­dem – auch in einer Soft­ware namens »Good­No­tes« auf dem iPad. – Mit einem Stift und somit mit der Hand. Am liebs­ten aber mit einem Füll­hal­ter in einem Notiz­buch. So den­ke ich über Pro­jek­te nach, habe Lis­ten zur Beset­zung der Rol­len in einem gera­de in Pro­duk­ti­on befind­li­chen Hör­spiel eben­so hand­schrift­li­ch vor­ge­ar­bei­tet wie ich – bei Freun­den, die mei­ne Hand­schrift sicher lesen kön­nen – gern redak­tio­nel­le Anmer­kun­gen an deren Tex­te schrei­be. Manch­mal den­ke ich auch über die Welt, Gott und mich nach – eben­falls hand­schrift­li­ch.

Wenn ich an der Tas­ta­tur schrei­be, schrei­be ich anders. – Lie­ber mag ich, was ich mit der Hand schrei­be.

Ilse­de – Indus­trie­ar­chi­tek­tur mit Kame­ra

160425 Ilse­de, genau­er das frü­he­re Walz­werk, zieht mich immer wie­der ein­mal an. Das ist einer­seits die rich­ti­ge Fei­er­aben­d­ent­fer­nung fürs Motor­rad, ande­rer­seits ist der Was­ser­turm, obgleich inzwi­schen aus Sicher­heits­grün­den abge­sperrt (der Fuß ist mit einem Bau­zaun umringt), mir immer wie­der ein Motiv.

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Die­se Auf­nah­me ist bereits eini­ge Jah­re her, da war noch kein Zaun errich­tet, dafür hieß es damals, dass der Turm abge­ris­sen wer­den sol­le. Ich traf dort Pho­to­gra­phen, die mit Droh­ne den Turm umflo­gen und mir ein Buch mit gedruck­ten Bil­dern aus den Droh­nen­bil­dern zeig­te. Ein­drucks­voll, aber nicht so mei­ne Welt. Mit der Groß­bild­ka­me­ra konn­te ich die stür­zen­den Lini­en im Zaum hal­ten (ganz ohne »Per­spek­tiv­kor­rek­tur« in Light­room oder ACR) und die Kol­le­gen hat­ten so etwas noch nie im Ein­satz erlebt. – Sei­ner­zeit bau­te Tachiha­ra sogar noch die ent­spre­chen­den Kame­ras, so dass ein Neu­kauf mög­li­ch gewe­sen wäre.

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Ein drit­tes Bild aus Ilse­de, dies­mal eine der alten Indus­trie­hal­len. Wie­der mit ana­lo­gem Groß­bild, eines sams­tags mor­gens. Ein 90 mm Weit­win­kel­ob­jek­tiv an der 4 x 5 Zoll Toyo mach­te die­se Per­spek­ti­ve mög­li­ch. Durch Aus­rich­ten der Rück­stan­dar­te und eine Par­al­lel­ver­schie­bung der Front­stan­dar­te in Ver­bin­dung mit der Scheim­pflug-Kor­rek­tur gelang sowohl die Schär­fe vom Zweig im Vor­der­grund bis zu den fer­nen Hallen­de­tails.

zwei Spu­ren genü­gen (mir) meis­tens

Hi_Fly_Powerhouse002Hier eine Auf­nah­me vom Juni 1996, die ich von Andy Güt­te (vib.) und sei­ner Hi-Fly Jazz Unit ange­fer­tigt habe. Zwei AKG C-414B-ULS in Blum­lein-Auf­stel­lung hal­fen sehr. Auf­ge­nom­men direkt auf zwei Spu­ren eines (sehr guten) DAT-Rekor­ders, anschlie­ßend gemas­tert bei und mit Jochen Sach­se bei HOFA in Karls­dorf.

Die Balan­ce der Instru­men­te ist durch Abstand und Posi­tio­nie­rung der Musi­ker rela­tiv zum Mikro­phon­paar im Raum ein­ge­rich­tet. Somit ist auch der Hall (eben nur aus dem Raum, nicht aus der Kon­ser­ve) 100 % natür­li­ch. – Mir scheint dies die opti­ma­le Vor­ge­hens­wei­se, wenn­gleich für die Musi­ker dies Ver­fah­ren (ohne Kopf­hö­rer, nur mit dem Zusam­men­spiel) anfangs etwas unge­wohnt ist.

Her­ren­hau­sen – der gro­ße Gar­ten von außen

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In Her­ren­hau­sen pho­to­gra­phie­re ich immer wie­der ein­mal – hier mit einer 4 x 5 Zoll Groß­bild­ka­me­ra, als es bereits kurz vor dem Ver­sin­ken der Son­ne war. Neo­pan Acros Film. Die Per­spek­ti­ve (dass man gera­de durch den Tem­pel sehen kann, obwohl der völ­lig außer­mit­tig ist) ist der Par­al­lel­ver­schie­bung der Rück­stan­dar­te zu ver­dan­ken.

Was ich selbst spie­le…

_DSF2493 Ich selbst spie­le Gitar­re, akus­ti­sch und auch elek­tri­sch-ver­stärk­te Jazz­gi­tar­re. Musi­ka­li­sch spannt sich der Bogen von David Gris­man und Djan­go Rein­hardt bis zu Tuck And­ress und Joe Pass. Beson­ders inter­es­siert mich, inter­es­sant zu beglei­ten; gern in klei­nen Beset­zung, Duo, Trio, Quar­tett, gern mit Bass­li­ni­en von der Gitar­re.

  • Hier eine (ton­tech­ni­sch schlech­te) Auf­nah­me von 2016, bei der Mat­thi­as Kei­del Sopran­sa­xo­phon spielt und ich die Gitar­re.

 

 

Für die Auf­nah­men bei der zwei­ten und die Mischung bei der drit­ten Auf­nah­me tra­ge ich eben­falls die Ver­ant­wor­tung; bei der ers­ten habe ich nur ver­sucht zu ret­ten, was zu ret­ten war.

Es war ja gera­de Pfings­ten…

וַיָּ֕שָׁב הַמַּלְאָ֖ךְ הַדֹּבֵ֣ר בִּ֑י וַיְעִירֵ֕נִי כְּאִ֖ישׁ אֲשֶׁר־יֵע֥וֹר מִשְּׁנָתֽוֹ׃
וַיֹּ֣אמֶר אֵלַ֔י מָ֥ה אַתָּ֖ה רֹאֶ֑ה ׳וַיֹּאמֶר׳ ״וָאֹמַ֡ר״ רָאִ֣יתִי׀ וְהִנֵּ֣ה מְנוֹרַת֩ זָהָ֨ב כֻּלָּ֜הּ וְגֻלָּ֣הּ עַל־רֹאשָׁ֗הּ וְשִׁבְעָ֤ה נֵרֹתֶ֙יהָ֙ עָלֶ֔יהָ שִׁבְעָ֤ה וְשִׁבְעָה֙ מֽוּצָק֔וֹת לַנֵּר֖וֹת אֲשֶׁ֥ר עַל־רֹאשָֽׁהּ׃
וּשְׁנַ֥יִם זֵיתִ֖ים עָלֶ֑יהָ אֶחָד֙ מִימִ֣ין הַגֻּלָּ֔ה וְאֶחָ֖ד עַל־שְׂמֹאלָֽהּ׃
וָאַ֙עַן֙ וָֽאֹמַ֔ר אֶל־הַמַּלְאָ֛ךְ הַדֹּבֵ֥ר בִּ֖י לֵאמֹ֑ר מָה־אֵ֖לֶּה אֲדֹנִֽי׃
וַ֠יַּעַן הַמַּלְאָ֞ךְ הַדֹּבֵ֥ר בִּי֙ וַיֹּ֣אמֶר אֵלַ֔י הֲל֥וֹא יָדַ֖עְתָּ מָה־הֵ֣מָּה אֵ֑לֶּה וָאֹמַ֖ר לֹ֥א אֲדֹנִֽי׃
וַיַּ֜עַן וַיֹּ֤אמֶר אֵלַי֙ לֵאמֹ֔ר זֶ֚ה דְּבַר־יְהוָ֔ה אֶל־זְרֻבָּבֶ֖ל לֵאמֹ֑ר לֹ֤א בְחַ֙יִל֙ וְלֹ֣א בְכֹ֔חַ כִּ֣י אִם־בְּרוּחִ֔י אָמַ֖ר יְהוָ֥ה צְבָאֽוֹת׃
מִֽי־אַתָּ֧ה הַֽר־הַגָּד֛וֹל לִפְנֵ֥י זְרֻבָּבֶ֖ל לְמִישֹׁ֑ר וְהוֹצִיא֙ אֶת־הָאֶ֣בֶן הָרֹאשָׁ֔ה תְּשֻׁא֕וֹת חֵ֥ן חֵ֖ן לָֽהּ׃ פ
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
יְדֵ֣י זְרֻבָּבֶ֗ל יִסְּד֛וּ הַבַּ֥יִת הַזֶּ֖ה וְיָדָ֣יו תְּבַצַּ֑עְנָה וְיָ֣דַעְתָּ֔ כִּֽי־יְהוָ֥ה צְבָא֖וֹת שְׁלָחַ֥נִי אֲלֵיכֶֽם׃
כִּ֣י מִ֣י בַז֮ לְי֣וֹם קְטַנּוֹת֒ וְשָׂמְח֗וּ וְרָא֞וּ אֶת־הָאֶ֧בֶן הַבְּדִ֛יל בְּיַ֥ד זְרֻבָּבֶ֖ל שִׁבְעָה־אֵ֑לֶּה עֵינֵ֣י יְהוָ֔ה הֵ֥מָּה מְשׁוֹטְטִ֖ים בְּכָל־הָאָֽרֶץ׃
וָאַ֖עַן וָאֹמַ֣ר אֵלָ֑יו מַה־שְּׁנֵ֤י הַזֵּיתִים֙ הָאֵ֔לֶה עַל־יְמִ֥ין הַמְּנוֹרָ֖ה וְעַל־שְׂמֹאולָֽהּ׃
וָאַ֣עַן שֵׁנִ֔ית וָאֹמַ֖ר אֵלָ֑יו מַה־שְׁתֵּ֞י שִׁבֲּלֵ֣י הַזֵּיתִ֗ים אֲשֶׁר֙ בְּיַ֗ד שְׁנֵי֙ צַנְתְּר֣וֹת הַזָּהָ֔ב הַֽמְרִיקִ֥ים מֵעֲלֵיהֶ֖ם הַזָּהָֽב׃
וַיֹּ֤אמֶר אֵלַי֙ לֵאמֹ֔ר הֲל֥וֹא יָדַ֖עְתָּ מָה־אֵ֑לֶּה וָאֹמַ֖ר לֹ֥א אֲדֹנִֽי׃
וַיֹּ֕אמֶר אֵ֖לֶּה שְׁנֵ֣י בְנֵֽי־הַיִּצְהָ֑ר הָעֹמְדִ֖ים עַל־אֲד֥וֹן כָּל־הָאָֽרֶץ׃

fuer alle Mit­le­sen­den…

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nSi2XBgtNmFtPpiLH5KYC4VLhSzsyRPDxJchQQc/WCGz4gNOcyEwQwo+zOIkGrEo wei­ter­le­sen…

Besu­cher gene­rie­ren durch ver­schlüs­sel­te Blog­bei­trä­ge…

dann braucht es bloß noch einen Wer­be­part­ner, schon spü­len mir die Diens­te Geld in die Kas­se… – und eine exter­ne Daten­si­che­rung habe ich auch, dank NSA, BND & Co. (sicher weit über die »Min­dest­spei­cher­dau­er« der Vor­rats­da­ten beim Pro­vi­der hin­aus).

Fragt sich bloß, ob es sich um Bom­ben­bau­an­lei­tungen, um extre­mis­ti­sche Auf­ru­fe oder um Dada-Kunst  (kommt ja aus Han­no­ver, der Hei­mat Schwit­ters) han­delt. Mög­li­cher­wei­se blog­te hier ja auch Schrö­din­gers Kat­ze (unab­hän­gig davon, ob sie noch lebt oder bereits ver­st­arb).

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