
Vor einigen Jahren war ich auf Mallorca und habe dort eine Woche in Palma verbracht. Ich habe vor allem in der Stadt photographiert, habe einige Ausstellungen angesehen. Erst neulich habe ich die seinerzeit entwickelten Filme vergrößert. Nachdem ich meinen Scanner seit einiger Zeit mit großer Begeisterung mit VueScan betreibe, dachte ich mir: Warum nicht mal die Papierbilder bei Flickr einstellen? Die Scans sind sehr viel weniger hochauflösend als sonst üblich (wenn ich von Negativen scanne).
Beim Aufnehmen muss ich mich fast schon glücklich schätzen, nicht verhaftet worden zu sein. In Großbritannien ist es derzeit ja üblich, dass Menschen, die an öffentlichen Orten Kinder photographieren, verhaftet werden. Hier gleich noch einmal ein Beispiel… Wie gut, dass die Spanier, insbesondere auf Mallorca, nicht so übertrieben reagieren. Wohin wäre Cartier-Bresson wohl gekommen? Vermutlich als Pädophiler verhaftet! Im Nachhinein hätte das vermutlich gerechtfertigt, seine Verbindungsdaten nicht nur zu speichern, sondern auch auszuwerten. Und die neuere Kunstgeschichte hätte dann entsprechend den Tischgesprächen Luthers einige sehr dicke Aktenbände, quasi als Pariser Ausgabe in Analogie zur Weimarer Ausgabe (bei Luther). Oder ob man so etwas heute im Aktenordner à la StaSi aufbewahrt?
Die unsinnigen und völlig übertriebenen Regulierungen, die beute bereits bestehen, sei es durch das Recht am Bild, durch das Urheberrecht und durch eine große Anzahl anderer Bestimmungen, führen dazu, dass fast nichts mehr legal geht. Noch photographiere ich, auch außerhalb der eigenen Räume. Und ohne mich mit H.C.B. vergleichen zu wollen: Ich beobachte die Einschränkungen von Pressefreiheit, von Photographierendenrechten (siehe etwa hier bei Marco Maas, einem Hamburger Bildjournalisten), allen schaden, weil sie verhindern, dass Bilder entstehen, die einst zum ikonischen Gedächtnis gehören könnten.
Weitere Mallorca-Photos gibt es hier.
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