Randbemerkungen zum Q-Bic Konzert am 19. Dez. 2009 im GiG-Saal in Linden

Nach­dem nun drei Tage Abstand sind, kann ich ja ohne das zu große Risiko emo­tio­na­ler Unaus­ge­wo­gen­heit im Affekt etwas über das Q-Bic Kon­zert vom letz­ten Sams­tag schrei­ben. Die Bot­schaft in Kurz­form lau­tet: Ich bin schwer beein­druckt. Es war eines der bes­ten Kon­zerte, die ich von Q-Bic gehört habe.

Hier gibt es erst­mal etwas zu sehen…

Meist ist es ja so, dass Musik in Innen­räu­men gespielt wird, auf Büh­nen, die mit schwar­zen Hin­ter­grund­stof­fen ver­hängt sind. Und die Beleuch­tung ist so, dass es mal gerade so geht, dass man die Musi­ker wahr­neh­men (=sehen) kann, hören kann man sie ohne­hin. Da bei die­sem Kon­zert aber meh­rere Video­ka­me­ras ein­ge­setzt waren, im Hin­ter­grund ist eine Lein­wand, auf die ein Video­pro­jek­tor sein Bild warf, war es ver­gleichs­weise hell und schön aus­ge­leuch­tet. Sehr gute Vor­aus­set­zun­gen für einen Syn­äs­the­ten wie mich, der beim Hören auch immer sehen möchte und gerne auch Bil­der für die Band beisteuert.

Tat­säch­lich ist es ja so, dass das Sehen zurück­wirkt auf das, was wir hören. Ein Audio-Mitschnitt ist völ­lig ver­schie­den vom Kon­zer­t­ein­druck, weil der visu­elle Ein­druck fehlt. — Das ist ein wei­te­rer Grund, wes­halb es so attrak­tiv ist, Kon­zerte zu besu­chen: Wir sehen, wie Musik ent­steht und hören sie nachdrücklicher.

Hier

Q-Bic, clap, clap - yeah, yeah!

Q-Bic, clap, clap — yeah, yeah!

sehen wir Ger­rit, wäh­rend er ver­sucht, das Publi­kum zum Mit­wir­ken anzu­re­gen. Und die Band hat weder Auf­wand noch Mühen gescheut, hat Effekt-UV-lackierte Wer­be­kar­ten dru­cken las­sen: Bloß damit die Anhän­gen­den­schaft komme, und die Hände (über’m Kopf) zusam­men­schlage. – Jungs, Ihr habt es geschafft, nach län­ge­rer Instruk­tion als das Stück dann dau­erte, immer­hin drei­mal das Volk für Euch die Hänge zusam­men schla­gen zu las­sen. Und selt­same Geräu­sche »ouuuup – ouuup« haben die meis­ten Besu­chen­den für Euch gemacht. Bei­des an den rich­ti­gen Stellen.

Die aber, die Fans, saßen ent­we­der cool an Bis­tro­ti­schen oder aber sie schwan­gen das eine oder andere Tanz­bein. Es war bei Q-Bic nicht das beste Sound, den ich kenne, für deren Ver­hält­nisse war es eher mäßig. Aber es reichte: Die Musik funk­tio­nierte und über­trug sich aufs Publi­kum. Siehe auch hier:

Q-Bic, Gerrit Koch, Stephan Emig, Arne Neurand, Tobias Rückert, Oliver KaetelKurzum: Ich bin begeis­tert. Ange­sichts des Kälte– und Schnee­ein­bruchs in Deutsch­land fand ich die Anzahl der Besu­cher­in­nern und Besu­cher auch ein­drucks­voll. Kom­pli­ment an Euch.

Und vie­len Dank.

Euer

Frank

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