Heute früh ein guter Gottesdienst in einer Nachbargemeinde mit einem Freund, der auch bei den Kleinen Gruppen dabei ist. Es war fein. Anschließend, der Kollege wurde zum Mittagessen erwartet, habe ich im Saal alles für den Jugendgottesdienst aufgebaut, Stühle gerückt, Altar und Kerzen, Klavier an den rechten Ort, Tontechnik aufgebaut usw. Überzählige Stühle waren hinter einer Klapptür greifbar, sollten es mehr als vierzig Besuchende werden. Auf jeden Stuhl ein einladendes »Lebensweisen« Gesangbuch. Weiterlesen
Das war ein echtes Wechselbad. Zwei Gruppen VorkonfirmandInnen, die austesteten, wie weit sie gehen können. Das Thema »Abraham« schien Teile der zweiten Gruppe gar nicht zu interessieren, was schade wäre, denn Abraham ist ja »Vorbild des Glaubens«, und so haben wir auch versucht, das Thema aufzuzäumen, von Römer 4 her. Weiterlesen
Keineswegs bin ich mit allem glücklich (gewesen), was Frau Käßmann tat oder sagte. Ich finde es aber nicht einfach, in schwierigen Zeiten für die Landeskirche (Austritte, gesamtgesellschaftlicher Umbruch…) die leitende Person einfach zu wechseln. Hiermit meine ich mehr das Bischofsamt, denn der EKD-Ratsvorsitz ist zwar ein viel beachtetes Amt, aber mehr eines, das den Rat, ein mehr informelles Gremium, nach außen repräsentiert. Weiterlesen
Neben Lessing stehen in meinem Bücherschrank Kästner und Tucholsky besonders hoch im Kurs (und natürlich Eco, aber aus anderen Gründen). Tucholsky ist die Rücksichtsloseste von allen gewesen, so dass er auch weniger alt wurde als die anderen genannten. — Und Kästner stellt ja fest, dass Tucholsky für fünf arbeitete (unter seinen Pseudonymen schrieb er je unterschiedliche Texte).
Eben fand ich einen Beitrag für die Weltbühne von 1931, Weiterlesen
Neulich stand es im Zeit-Magazin: Bei den sogenannten virtuellen sozialen Netzwerken, facebook, studivz usw. ist es so einfach, »Freunde« zu einer Liste hinzuzufügen (zu »adden«), weil man eben nicht mehr mit ihnen zu tun haben muss als eben geschönte Statusmeldungen von denen angezeigt zu bekommen. Wer schreibt schon: »Mir geht es hundeelend!« — Genau: Statt dessen steht da »freue mich auf …« ein einziges Selbst-Marketing. Das ist in der Tat die Generation, die bei der Suche nach WG-Zimmern das erste Assessmentcenter zu absolvieren gewohnt ist. Immer muss man sich verkaufen! Weiterlesen
Wenn sich einige Leute mit größeren Mengen Feigen, mit Sesampaste und Kräutern, die duften wie auf dem Markt, im Gemeindehaus treffen, Kichererbsen pürieren und überhaupt seltsame Handgriffe ausführen, die Rohstoffe in Form zu bringen, dann geht es bei dieser »Transformation« um das Probekochen für die nächste Ausgabe von »Lecker Lyrik«, die am 17. April stattfinden wird.
Nach zwei Stunden ist alles zur Verkostung bereit. Couscous, Cumin und Kartoffel. Wir kosten die weiß-grüne Suppe, die ungewöhnlich ist: Nicht gewohnt, sondern wie ein Eintopf, aber viel leichter. Sehr ausgewogen. Weiterlesen
Ein wirklich feines Buch habe ich hier als Geschenk für alle, die mögen.
Als Reaktion auf den Namensgeber des Leibnizkekses verfasste Voltaire diese feine Novelle. Die alte Übersetzung ist nicht die genaueste, aber sie ist wunderbar und sprachlich, wenngleich sie manchmal etwas übertreibt, einfach nur klasse. Außerdem bietet sie den Vorzug, dass der Verfasser hinreichend lange tot ist, […]
Lange schon schätze ich Flickr, bereits deutlich länger als dass ich es selbst nutze. Das ist ein System, bei dem man seine Bilder einstellen kann und auch die anderer ansehen und kommentieren. Diese Form des Austausches ist mir lieb geworden und ich gucke gerne, was andere so machen. Etliche der Bilder hier auf der […]
Zu einem meiner Artikel schrieb neulich Freund Peer:
Eine sehr geistreiche Auffassung.
Auch euer Bruder im Herrn Joseph Smith hat sich ja deshalb wohlweislich bei der Übersetzung eines Seer Stones bedient und aus einem verdunkelten Hut gelesen. Das ist, als Archetyp, das was du als ›Gott der den Text aufschließt‹ bezeichnest.
Verdunkeln, daß außer dem Text nichts vorhanden ist.
Keine Tafeln, kein Engel, kein Gott.
Nur menschliche Erfindung.
Und ich rufe: »Das sei ferne!« Gerade diese Fragestellungen, wie man eine Auslegung als zutreffend, möglich, unwahrscheinlich oder unzutreffend beurteilen kann, das ist ja ein ganz wesentlicher Teil dessen, worum sich auch die Fachgebiete Altes und Neues Testament kümmern. Weiterlesen
Seit geraumer Zeit nutze ich als »Nachfolgerin« der Plaubel Makina 67 (dazu stand unten etwas) wieder eine Rolleiflex 2.8GX. Mir kommt das quadratische Format sehr entgegen, denn ich finde, dass sich vieles sehr elegant in eine ebenso breite wie hohe Fläche einbetten lässt. Vor allem aber, und das war mein Hauptgrund, die Plaubel Makina wieder zu verkaufen, fällt es mir bedeutend leichter auf der Mattscheibe Bilder zu »komponieren« als im Durchsichtsucher. Weiterlesen
In unserer Jugendarbeit ist manches im Schwinden. Derzeit gelingt es nicht gerade gut, nach der Konfirmation junge Leute anzusprechen. Wenn aber wenige kommen, wird es für die Leitenden und für die Teilnehmenden, die kommen, auch eher schwierig bzw. leicht frustrierend.
Das Gremium, das für die Leitung und Koordination dieser Arbeit zuständig ist, heißt »GemeindeJugendKonvent«, kurz GJK. Dort sitzen alle, die leitend in der Kinder– und Jugendarbeit der Gemeinde mitmachen, dazu berufene Mitglieder (Erwachsene), der Diakon als hauptamtlich in diesem Feld Tätiger und der Vertreter des Kirchenvorstands.
Wenn alle kämen, dann wären wir ein gutes Dutzend Menschen. Gestern war es wieder so weit, und viele waren nicht da. Die, die da waren, waren entweder »fälschlich« gekommen bzw. später. Man wollte schneller durchkommen mit der Tagesordnung. Effektives Arbeiten finde ich gut. Allgemein scheitert aber vieles daran, dass alle, die da sind, entweder sich als »völlig ausgebucht« verstehen, und die Prioritäten für Studium, Schule, … sämtlich über die Gemeindearbeit stellen und auch daran, dass es — so mein Eindruck — als Freizeitbelustigung verstanden wird, was wir da machen. Man kann’s ja auch lassen. Weiterlesen
In den vergangenen Jahren fanden in den Gemeinden der Charta Oecumenica immer wieder sogenannte »ökumenische Bibelwochen« statt. Im vergangenen Jahr waren wir in Anderten gastgebende Gemeinde, als es um »ich bin Worte« im Johannesevangelium ging. In diesem Jahr ist die röm.-kath. Pfarrgemeinde »Zu den Heiligen Engeln« Gastgeberin und es geht um Texte aus der Jakobserzählung. Mit einem Freund sprach ich über unser beider »nicht-ganz-glücklich-Sein« mit dem erlebten Abend (in unterschiedlichen Kleingruppen) und schrieb ihm, weil wir nicht ganz zu Ende kamen, eine mail, die ich (minimal bearbeitet) hier wiedergebe. Nebenbei: Ich bin begeistert davon, biblische Texte zu lesen und mit anderen zu bedenken. Aber nach dem Abend stellte sich ein »methodisches Unwohlsein« ein, das ich hier zu deuten versuche. — Dies ist ein Versuch einer Auto-Anamnese meines »Unwohlseins« und keine grundsätzliche Kritik an der Bibelwoche noch an denen, die etwas für die Gruppen vorbereitet haben. Mir ging es auch um die Zugänge zum Verstehen, um die Frage nach einer angemessenen Hermeneutik, gerade von Christen gegenüber alttestamentlichen Texten… — Noch mal: Ich möchte niemandem auf die Füße treten, denke aber, dass es noch besser gehen kann. Weiterlesen
Hier schreibt Sebi über das Bloggen an sich. Und seit ich dies selbst etwas mehr betreibe, merke ich, dass er in vielem sehr zutreffend beobachtet.
Sein Text ist älter, aber gut. — Und die nächste Ausgabe von Lecker Lyrik findet am 17. […]
Heute früh war für mich ein Familiengottesdienst. Nicht in dem Sinne, dass Kinder und ihre Eltern besonders zu ihren Rechten gekommen wären, sondern in der Hinsicht, dass ich eine Geschwisterkirche besucht habe. Das mache ich viel zu selten, weil ich einfach vielfach in Anderten eingebunden bin. Aber es ist gut und weitet den Horizont, wenn man mal anderswo ist. Weiterlesen
Einige Jahre lang habe ich nicht mit Kleinbild gearbeitet. Aber ganz ohne Kleinbild ist es auch keine Lösung. Zumal dann nicht, wenn die digitalen Bilder zwar für das Internet reichen, aber als Vergrößerung doch der »Biss« bzw. die feinen Strukturen fehlen, die ich mit einem feinkörnigen oder mittelempfindlichen Film erreichen kann. Weiterlesen
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herzlich wilkommen Schön, dass Du oder Sie den Weg hierher gefunden haben. Auf diesen Seiten finden sich Texte und Bilder (evtl. auch andere Medien) von Frank Weber, Hannover-Anderten. Thematisch geht es um Alltag, Musik, Literatur, Theologie und Philosophie, Photographie und vieles mehr. Das ist auch die Tücke dieses Blogs: Kaum jemanden wird das alles interessieren.
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