Neben der »Brotarbeit« ist es ja so, dass ich einen guten Teil meiner Zeit und Kraft in die Gemeindearbeit stecke. Aktuell steht die nächste »Lecker Lyrik« vor der Tür (am 25. September). Und bei mir bremst auch etwas, dass ich einige Indizien wahrnehme, dass dieses »Modell Landeskirche« äußerst reformbedürftig ist. Mit anderen Worten: Immer weniger Menschen sehen ein, warum sie 9 % der »Nettoeinkommensteuerschuld« an Kirchensteuer bezahlen sollen. Weil sie die Angebote nicht wahrnehmen, diese sie nicht interessieren usw. Ich verstehe das gut, und ich kann nachvollziehen, dass dann die Menschen austreten, weil die »das war immer so«-Argumentation nicht mehr zieht. Weiterlesen
Vor einem Jahr traf ich eine ältere Freundin zum Kaffee. Unser Treffen, bei dem es um die Themen »Vorratsdatenspeicherung« und »Internetsperren« gehen sollte, wurde damals ruckartig unterbrochen, weil sich die Freundin den Arm brach. Ich fuhr sie noch ins Krankenhaus, und da war der »angebrochene« Tag zuende. Weiterlesen
Gestern rief mich ein Freund an. Unter anderem sprachen wir über die Mühen, bei kirchlichen Strukturen etwas voranzubringen. Er empfahl, doch einfach »politischer« zu handeln, weniger deutlich zu sagen, was ich möchte, statt dessen zu sehen, welche Maßnahmen geeignet sind, die Ziele zu erreichen.
Er empfahl, Anreize zu setzen, also z.B. ein feines Essen zu bieten, wenn man nur 1. komme und 2. in meinem Sinne die Dinge abstimme usw. Weiterlesen
Wer sich etwas umschaut, wird merken, dass nicht nur bei uns, in »good, old Germany« die traditionellen Kirchen gewisse Rückgänge zu beklagen haben, sondern dass sich neben einer vielerorts feststellbaren Entkirchlichung bzw. Säkularisierung auch innerhalb der unterschiedlichen Konfessionen und Denominationen einiges tut. Weiterlesen
Es ist nicht lange her. Und ich bitte herzlich: Lest noch einmal Sebis Artikel zur Zensur:
Zensur — zusammengefasst.
Es ist April, der Sommer ist bereits überall spürbar. In Deiner Straße ist ein Bäcker und ein hübsches Café, an der nächsten Ecke eine Kneipe und ein Lebensmittelladen. In einigen Häusern wohnen Menschen, die fernsehen, […]
»und doch, wenn Freunde Fehler machen wollen,
dann soll man ihnen nicht im Wege sein. «
Zugegeben, frei nach Kästners »Hotelsolo für eine Männerstimme«. Bei Kästner beschreibt der von seiner Partnerin Verlassene seine Einsamkeit im Hotelzimmer, das zwei Betten bietet, von denen er bloß eines braucht, weil er wieder alleine ist. Und auch dann, wenn er sagt, dass er gerne allein wäre, so ist doch das Gegenteil wahr. Er hätte die Partnerin nicht gehen lassen sollen. Besonders deshalb, weil er sich um sie sorgt, weil die Welt groß sei und die Partnerin sich drin verlaufen werde. Er selbst plant, für sie zu beten und sich zu besaufen. Keine Lösung, aber ein Plan für begrenzt hilfreiche nächste Schritte. Weiterlesen
Eine Freundin wies mich auf diese Artikel in der heutigen Welt hin: Sicher zutreffend beschreibt der Verfasser, wie sich in den unterschiedlichen Kirchen eine gewisse Sinnleere bei der Rede von Gott zeige:
»Aber in der Verkündigung Gottes ist sie wenig überzeugend. In den Ritualen des Glaubens spürt man nicht selten eine gewisse Hohlheit, ein Zittern, ein Fremdeln. Auf den Gesichtern von Priestern und Pfarrern ist bisweilen ein Zweifel zu lesen, manche segnende Hand wirkt schauspielerhaft.«
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Die Zeit schreibt heute (und der Artikel als Ganzes lohnt sehr der Lektüre):
Das Zentrum der Kirche schlägt um sich und tut dies immer zielloser und undifferenzierter.
Die Wut verblüfft, weil die Kirche seit Jahrhunderten geübt ist, in sich zu ruhen. Und weil die Kritiker sich jeder Häme enthalten haben. Über der Maßlosigkeit der Reaktion ist die Kirche in Gefahr, ihre Mitte zu verlieren, all jene Gläubigen und sogar Glaubensfernen, die ihr zugetan waren, sei es aus persönlicher Frömmigkeit oder politischer Wertschätzung ihrer Wirkung in sozialen Fragen. In diesem Sinne, nicht wegen persönlicher Verstrickungen, zeigt sich Papst Benedikt XVI. bisher der Dimension der Krise und der Größe seiner Aufgabe nicht gewachsen. Weiterlesen
Prostitution und entsprechende öffentliche Angebote von Kondomen, mein Amsterdamer Hotel lag in der Straße des ältesten Fachhandels (angeblich seit Napoleons Zeiten) namens »dat goldene vliees«, Vibratoren usw. tun so als gäbe es allein eine körperliche Liebe, als käme diese im »Prinzip methodischer Ordnung« nicht relativ weit hinten, als Form der Vertrautheit in sehr weitgehendem Maße.
Nach einigen Tagen in Amsterdam melde ich mich hier zurück. Ich wohnte in einem Stadthotel, dritter Stock, nahe dem Hauptbahnhof (Amsterdam Centraal) im dritten Stock auf ca. 9 qm mit Dachschräge. Die Treppen waren fast Leitern, jedenfalls war die Steigung nicht gerade seniorentauglich, aber noch bin ich das ja auch nicht. Bekanntlich sieht man anderswo das, was einem als selbstverständlich gilt, weil es eben nicht selbstverständlich ist. Insofern bildet reisen. Weiterlesen
Bereits in den 1990er Jahren fand ich einen Artikel in der Zeitschrift RoI (»Return on Investment«), in dem es um die TCO (»total cost of ownership«) von (damaligen) Apple– bzw. Microsoft-Systemen ging. Nun schreibe ich diesen Text an einem MacBook, okay, ich habe mich im Glaubensstreit der Systeme also erstmal bekannt. Aber worum es mir eigentlich geht, das ist eine Frustrationserfahrung, die mich etliche Stunden Lebenszeit gekostet hat, für Nichts und wieder nichts. Weiterlesen
Hier versucht man, Störungen gar nicht erst in die Lebensmittelproduktion gelangen zu lassen, Insekten draußen zu halten usw. In den USA ist das Verfahren andersrum: Man versucht die Produkte so gut wie erforderlich (also z.B. durch Bestrahlung usw. nicht mehr gesundheitsschädlich) zu bekommen. Lest hier, sofern Ihr schon gegessen habt.
Bin ich froh über die deutlich andere Haltung […]
Liebe Leute,
dass ich kein Freund der elektronischen Entgeldtnachweise »Elena« bin, dürfte sich herumgesprochen haben. Wer noch nicht im Thema ist, kann hier in kurzer Zeit etwas zulernen: Wiederum ist »Zensursula« mit involviert, auch wenn sie mittlerweile ein anderes Ministerium betreut.
Und: Von wegen Datenautonomie, Auskunftsrecht über die zu einer Person gespeicherten Daten usw.: Ein Abruf der Daten […]
Heute berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung, dass die Anzahl der Kirchenaustritte im ev.-luth. Stadtkirchenverband der Anzahl der Gemeindeglieder einer Gemeinde pro Jahr entspreche. Das klingt einerseits beängstigend. Zugegeben. Und wer dieses Phänomen allein betrachtet, könnte sich veranlasst sehen, entweder den Kopf geistlich in den Sand zu stecken oder aber selbst bei Zeiten austreten, so wie vor der Kreuzigung auch die Jünger das Weite suchten. »In der Welt, da habt ihr Angst…«
Wenn es so ist, dass Menschen die Kirche formal verlassen, weil sie ohnehin keine Bindung haben, dann ist das lediglich eine Art Inventur (für beide Seiten): Wer innerlich nichts mit den anderen Christenmenschen, der Lehre und den Bekenntnissen der Kirche anzufangen weiß, der kann ja ruhig austreten, denn sie nutzt ihm nicht (nach eigener Einschätzung), er ihr aber auch nicht, außer der Kirchensteuer, und die zu nehmen, sonst aber keine Beziehung zu wünschen, das wäre kirchlicherseits verlogen. Weiterlesen
Nach einem Telefonat mit einem Freund neulich habe ich gestern beschlossen, dass es an der Zeit sei, die klassischen Chaplinfilme wieder mal zu sehen. Wenn ein Film, wie Chaplins »Der große Diktator« fünf Oscars erhält, dann kann er zumindest zu seiner Zeit nicht bedeutungslos (gewesen) sein. Weiterlesen
»Arbeit macht frei Schild« wurde in Polen gestohlen? Nein, die Frühnachrichten im Deutschlandfunk meldeten ja, dass das gestohlene Schild überm KZ-Tor wieder da ist, in mehrere Teile zerlegt und in Nordpolen aufgefunden. Einige Männer wären verhaftet. Aber dies möchte ich den Lesenden nicht vorenthalten: Könnte doch auch sein, dass es bloß um eine Aktualisierung im Rahmen von »fordern und fördern« sein? Weiterlesen
Hier leitet Fefe her, dass Filesharer und Contentpiraten besser demokratisch legitimiert sind als unsere Regierung…
Ja, ich finde, dass das aufhorchen lässt. Wenn man die Strafen hochsetzt, so auf »Kopf-ab«, dann schafft das »neue Urheberrecht« gleich einen Raum ohne Volk. Das wäre doch etwas für die Mirgrationsforschung und auch Wirtschaftsgeographen hätten ganz neue »räumliche Perspektiven«, […]
wer kein Ziel vorgibt, kann nicht einmal sagen, ob er/sie auf dem richtigen Weg ist. — Um es etwas werbefreundlicher mit Sebis Worten zu sagen: You don’t need eyes to see, you need a vision…
Anders gesagt: Propheten bräuchte man, wenn man angeben wollte, welche Maßnahmen in der Kirche heute erforderlich sind, damit sie auch in Zukunft ihrer Aufgabe als »Gemeinschaft der Heiligen« nachkommen kann. Weiterlesen
Das Schloss ist entfernt: Bitte bedienen Sie sich. Habe meine Flickr-Bilder rechtlich relativ frei gegeben.
Gestern gab es mal wieder eine Fortbildung für Gruppenleitende. Es ging um Urheberrecht, die kirchlichen Pauschalverträge mit GEMA und den Verwertungsgesellschaften usw. Immerhin gab es endlich mal eine Fachjuristin aus einem unserer Ministerien, die juristisch die Zusammenhänge gut darstellen konnte, obgleich dies nicht ihr Fachgebiet ist.
Ich selbst denke seit vielen Jahren übers Urheberrecht nach, darüber, inwiefern in der Postmoderne ein »Autor« postuliert werden kann. Weiterlesen

- links Wallis, rechts der Dolmetscher
Der Untertitel »Why the Right Gets It Wrong and the Left Doesn’t Get It«, der sagt alles. Jim Wallis ist Pastor in Washington D.C. und dort in der Innenstadt, in einer ausgesprochen armen und armseligen Gegend. Dass dieser Linksevangelikale dennoch seit Jahrzehnten anregend denkt und mit seinen Fragen auch weit außerhalb der USA das Geschehen beeinflusst, tut besonders wegen seiner Gesprächskultur sehr gut. Weiterlesen
Am Samstag war ich bei einer Geburtstagsfeier. Ein Gast las eine Kurzerzählung vor, selbst verfasst, über die Zeit der wilden 1970er Jahre. Er hatte für einen »halben Monatslohn« eine A5-Buchdruckpresse gekauft von einem Buchbinder, der mit dem Gerät nur genutet hatte und gestanzt. Mit einer Buchdruckpresse geht das, weil man neben dem Einsatz erhabener Typen aus dem Setzkasten eben auch mit Klingen oder »Falzkanten« die Bedruckstoffe behandeln kann. Weiterlesen
Die Situation für die Landeskirchen ändert sich im gesellschaftlichen Umbruch deutlich. Da, wo früher eine Mitgliedschaft selbstverständlich war, gehört in den Städten nur noch eine Minderheit der Bevölkerung einer der beiden großen Kirchen an. Das alles ist aber nur die Spitze des Eisberges, im vergangenen Jahrhundert lief nicht nur das Kaisertum aus: Immer weniger scheinen die historischen Wurzeln des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche verständlich. Wer von den Mitgliedern im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. hat schon die Staatskirchenrechtlichen Kontroversen zu den Rechtsfolgen aus dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zur Kenntnis genommen, indem ja ein Gutteil des Landes von Kirchenbesitz in Staatsbesitz überführt wurde? Weiterlesen
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in der Regel denkt man sich als Web2.0-User, dass Infos und Hintergrundberichte, gerade auch zur jüngeren Zeitgeschichte, am einfachsten über Wikipedia zugänglich seien sollten. Offenbar haben sich das andere auch gedacht und die »freie Enzyklopädie« als zu frei erkannt.
Was da gerade läuft, dieser Edit-War, bei dem einer einen Artikel löscht, der nächste wieder herstellt, das lässt sich als Kulturkrieg im Internet beschreiben. Seht hier:
Zensursula
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Diese Seite wurde gelöscht. Es folgt ein Auszug aus dem Lösch– und Verschiebungs-Logbuch für diese Seite. Weiterlesen
vom ChaosComputerClub aus Hamburg
Fefe schreibt hier sehr zutreffend:
Da die Koalitionsverhandlungen noch andauern, hat der CCC mal einen kleinen Spickzettel für die Verhandler ins Netz gestellt, um sie an die Versprechen vor der Wahl zu erinnern. Ich fasse das mal kurz zusammen: Weiterlesen
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herzlich wilkommen Schön, dass Du oder Sie den Weg hierher gefunden haben. Auf diesen Seiten finden sich Texte und Bilder (evtl. auch andere Medien) von Frank Weber, Hannover-Anderten. Thematisch geht es um Alltag, Musik, Literatur, Theologie und Philosophie, Photographie und vieles mehr. Das ist auch die Tücke dieses Blogs: Kaum jemanden wird das alles interessieren.
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