Der Tag hat 28 Stunden – und es ist cool, Cocktails zu mixen!

Beim Masch­see­fest war es, da stand am Nord­ufer auch die­ser Cocktail-Stand. Mit der pas­sen­den musi­ka­li­schen Ein­stim­mung, staunte ich, dass trotz der Preise durch­aus Cock­tails ver­kauft wur­den und wie sehr diese Atmo­sphäre, dass die »real-sozialistische« Wirk­lich­keit eben bloß mit Rum oder Cock­tails erträg­lich würde, wenn man nicht gerade Musik expor­tiert wie Buena Vista, auch […]

Samstag morgens im Café…

Saturday Morning Café (Cappuccino)

Manch­mal zieht es mich in ein Café, vor allem, wenn ich einen ande­ren Ort brau­che, um etwas zu durch­den­ken. Guten Kaf­fee, Cap­puc­cino, sogar aus­ge­zeich­ne­ten Tee (Tee­kam­pa­gne, 1st Flush Dar­jee­ling!) habe ich auch zu Hause. Aber manch­mal ist der Tru­bel drum­herum hilf­reich, erlaubt mir, mich auf mei­nen Brief oder ein Kon­zept zu kon­zen­trie­ren. Zu Hause hätte ich leicht noch ande­res zu erle­di­gen, Anrufe kämen, mal eben eine Wasch­ma­schine in Gang brin­gen… Eigent­lich könnte ich doch noch… Wenn ich davon flie­hen möchte, dann gibt es Cafés. Wei­ter­le­sen

Herta Müllers »Herztier« ist unser 97. Buch im Literarischen Quintett

Heute ging es früh in den Harz, genauer nach Herz­berg. Eine Kol­le­gin aus dem Lite­ra­ri­schen Quin­tett wohnt und arbei­tet da. Und ihr Vor­schlag war heute dran: Herta Mül­lers zwei­ter Roman »Herz­tier«. An der Soe­s­e­tal­sperre habe ich die Lek­türe been­det. Früh ging es los, und ich hatte bis 11 Uhr Zeit, die letz­ten 40 Seiten […]

Der Gnomenbaum

Gnome-Tree River Leine, Hannover, Germany - 1st MayKom­men­ta­tor Peer fin­det, dass meine Bil­der zu leer seien. Hier gibt es einen Baum an der Leine, der doch immer­hin aus­sieht als böte er Her­berge für eine ganze Fami­lie von Wald­gno­men. Frei­lich weiß ich nicht, wie die Über­nach­tungs­ta­rife da sind, ob Fami­lien — wie beim Jugend­her­bergs­werk — eine beson­dere Ermä­ßi­gung erhal­ten und ich weiß nicht, ob das Früh­stück im Preis ent­hal­ten ist.

Wenn ich an das Geraune im Wald im »Wind in den Wei­den« denke, dann ist die­ser Platz fast der LOCUS AMOENUS der Was­ser­ratte: Hier könnte sie leben, ein Boot auf dem Fluss zum Pick­nick aus­stat­ten, um dem Maul­wurf zu zei­gen, dass das Leben am Was­ser, bes­ser noch: dar­auf!, das ein­zig wahre ist, das ein­zig wahre Leben. Bekannt­lich gibt es kein wah­res Leben im fal­schen (etwa dem im Maul­wurfs­bau alias »Villa Maul­wurfs­hü­gel«): Wei­ter­le­sen

niedersächsische Leinelandschaft: 1. Mai in Marienwerder

1st May - photo trip with Max - Marienwerder/HannoverWohl dem, der einen Gelb­fil­ter dabei hat und mit sei­nem Belich­tungs­mes­ser die pas­sen­den Kor­rek­tur­fak­to­ren ein­steu­ern kann. Dann las­sen sich mit den nie­der­säch­si­schen Wet­ter­ver­hält­nis­sen hin­rei­chend dra­ma­ti­sche Stim­mun­gen »generieren«.

Ken Rock­well schreibt hier, dass es offen­bar eine Frage der Hand­schrift ist, die die Unter­schrift bestimmt, und nicht so sehr aufs Schreib­ge­rät ankomme. Die Par­al­lele zur Pho­to­gra­phie ist deut­lich, und Rock­well trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn jemand keine Bil­der im Kopf hat, dann kann er sie auch nicht auf den Film (oder auf den Chip) ban­nen. Wei­ter­le­sen

eine Lanze für Arno Schmidt gebrochen: Kühe in Halbtrauer ist vergnüglich

Heute tra­fen sich vier Men­schen bei mir, die alle des Lesens kun­dig sind. Wir lasen ein­an­der Schmidts Erzäh­lung vor. Er illus­triert, dass es nicht lie­bende waren, von ihren hart­her­zi­gen Fami­lien getrennt, die die Zei­chen­spra­che oder Gebär­den erfan­den, son­dern zwei Män­ner an der Kreis­säge, beim Haus in der Heide.

Schmidts Spit­zen gegen die länd­li­che Bevölkerung, […]

Metablogger: blog2.de mit Neustart

Sebas­tian Ger­hard ist ein Medi­en­irr­wisch, einer der es schafft, auch wenn er gut unter der Haube ist, auf allen Hoch­zei­ten zu tan­zen, ohne dass er sich ver­zet­telte. Sein Blog 2 ist wie­der­er­öff­net, und es lohnt das Stöbern.

Ich schätze Sebas­tian sehr, emp­fehle daher sehr einen vir­tu­el­len Besuch. Die Pho­tos von aller­lei Musi­kern usw. […]

Über Software und Mythologie

Vor Jah­ren fing SAP an, stellte eine feine und kleine Anwen­dung der Unter­neh­mens­soft­ware unter dem Namen mySAP vor. Naja, und die Comramo KID GmbH bie­tet nun — wie es sich für einen IT-Dienstleister für Kir­chen gehört — eine Fried­hofs­ver­wal­tungs­soft­ware an, die unter dem Namen myHA­DES® ver­trie­ben wird. Nichts gegen eine gute Ver­wal­tung, wenn der Fried­hof eine gewisse Größe hat, scha­det auch eine Soft­ware­lö­sung sicher nicht. Wei­ter­le­sen

Kirche der Freiheit: Ein Impulspapier der Ev. Kirche und mein Senf dazu

2006 erschien ein Impuls­pa­pier vom Rat der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land namens »Kir­che der Frei­heit. Per­spek­ti­ven für die Evan­ge­li­sche Kir­che im 21. Jahr­hun­dert«, noch unter dem Vor­sitz von Bischof Huber. Weil ich die­ses Papier in einer Pre­digt und in einem Mit­ar­bei­ten­den­fo­rum erwähnte, weil es Nach­fra­gen gab und weil das Gespräch drü­ber in der »Klei­nen Gruppe« ges­tern anre­gend war, hier noch ein paar Gedanke dazu und mein Ver­such, die 110 Sei­ten, die man als pdf-Dokument hier bekom­men kann, etwas einzukochen.

Im Impuls­pa­pier geht es darum, wie evan­ge­li­sche (Landes-)Kirche(n) bis 2030 gedacht wer­den kön­nen, wie es wei­ter­geht, wenn alles wei­ter­geht wie bis­her. Option 2 ist ein »Abschmel­zen«, also ein »kon­trol­lier­tes Schrump­fen«. Es geht aber beson­ders darum (die 3. Option), wie umge­lenkt wer­den kann, wo »Leucht­feuer« erkenn­bar sind, die einen segen­ver­hei­ßen­den Kurs der Kirche(n) erlau­ben. Wei­ter­le­sen

Wohlstandsfolgen und Überfluss: Wenn Haben fordert

Man­gel ist unan­ge­nehm. Er beherrscht schnell das Den­ken und alles ande­ren. Wo soll ich blei­ben? Was soll ich essen? Womit mich klei­den? — Ich bin froh, dass das nicht meine vor­ran­gi­gen Fra­gen sind.

Ande­rer­seits hat sich bei uns eine Kul­tur des Über­flus­ses ein­ge­bür­gert, die ähn­li­che Fol­gen mensch­li­cher Unfrei­heit bringt. Dazu schreibe ich heute etwas. Wenn ich Texte aus der Nach­kriegs­zeit lese, von Böll oder Schmidt, dann hat­ten Schrift­stel­ler gewöhn­lich Ärger mit den Inspek­to­ren vom Elek­tri­zi­täts­werk. — Und wel­che elek­tri­schen Geräte waren im Haus­halt ver­füg­bar? — Meist bloß Licht, also einige, oft schwa­che, Glüh­lam­pen. Kühl­schränke kamen erst spä­ter auf, elek­tri­sche Schreib­ma­schi­nen ebenso, an Com­pu­ter, Flach­bild­fern­se­her, die Wände füll­ten, war nicht zu den­ken. Musik kam bes­ten­falls aus dem Akkor­deon oder bei Groß­bür­gern vom Kla­vier. Gut, ein Radio, das kam dann gele­gent­lich als »Luxus« hinzu. Wei­ter­le­sen

Metablog: Die Schönheit des Simplexen

Wie­der mal ein Text über andere Blogs. Bei die­sem Mal geht es um Pas­tor Storch. Cars­ten »Storch« Schmel­zer zu lesen, das ist zumin­dest für die, die sich für Gemeinde, Theo­lo­gie, Glau­ben und Nach­folge inter­es­sie­ren, anre­gend. Nicht des­halb, weil man mit allem über­ein­stim­men müsste, denn das sollte man nicht. Aber: Es sind anre­gende Gedan­ken, die sich da in Pre­dig­ten, in »Reak­tio­nen« auf z.B. bib­li­sche Texte fin­den. Und sich inspi­rie­ren zu las­sen, das scha­det nie. Wei­ter­le­sen

Lectio Continua: Wie ich trotz Arbeit, Gemeinde usw. zum Lesen komme

1. Thes­sa­lo­ni­cher 5,17: »Betet ohne Unter­lass«. Keine schlechte Idee. Finde ich übri­gens kei­nes­wegs nur für Mön­che erstre­bens­wert, son­dern z.B. auch für mich. Aber heute soll es ja mit die­sem Text nicht ums Beten gehen, son­dern ums Lesen. Von vie­len Men­schen um mich höre ich, dass sie es nicht schaf­fen, zu lesen. — Neben­bei, ich gebe Mar­tin Walsers Detek­tiv Tas­silo S. Grü­bel (Ver­tei­di­gung von Fried­richs­ha­fen) nun ungern recht, nein, es ist des­sen Mut­ter, die sagt: »Aber was liest sie? — Es kommt nicht dar­auf an, dass man liest, son­dern was…« Wei­ter­le­sen

Die billigen Preise bei Netto

Mer­ken die das eigent­lich nicht? Bil­lig ist ein Pro­dukt oder eine Haltung/Tat (»Wahr­haft wür­dig und recht, bil­lig und heil­sam ist es, dass wir dich, ewi­ger Gott, immer und über­all loben und dir dan­ken, durch unsern Herrn Jesus Chris­tus.«) Ein Pro­dukt mag »bil­lig« sein, aber das eben besagt, dass der Preis zur Qualität […]

In der Versammlung der Zeugen Jehovas – durch die Brille eines Lutheraners

Am Sams­tag end­lich habe ich es geschafft, ein­mal eine Ver­samm­lung der Zeu­gen zu besu­chen. Die letz­ten sechs Sams­tage waren anders besetzt, mit Sil­ber­hoch­zeit, Probe für Pfings­ten usw. Im obe­ren Stock des »Dop­pel­saa­les« im Mit­tel­feld finde ich mich um 16:30 Uhr ein. Einige bekannte Gesich­ter, ins­be­son­dere des Ehe­paars, mit dem ich mich bereits öfters getrof­fen habe. Andere erken­nen mich vom »Gedächt­nis­mahl« wie­der, bei dem ich ja zuge­gen war. Ich finde einen Platz, lege Bibel und Schreib­zeug bereit, und eine große Anzahl Anwe­sen­der begrüßt mich mit Hand­schlag. Sehr freund­lich, aber auch so, dass ich kaum zur Ruhe komme, denn ich emp­fände es dann doch als unhöf­lich, sit­zen zu blei­ben, wenn mich jemand begrüßt. Also springe ich bestimmt acht– oder zehn­mal auf. Wei­ter­le­sen

Dogmatik, Ökumene und Hermeneutik

In den ver­gan­ge­nen zwei oder drei Wochen habe ich mal wie­der inten­siv Bekennt­nis­schrif­ten und dog­ma­ti­sche sowie öku­me­ni­sche Erklä­run­gen gele­sen. Das ist ein tro­cke­ner Stoff, und zugleich einer, der je in sei­ner Zeit und im Umfeld der Textent­ste­hun­gen gedacht und gewür­digt wer­den möchte. Es erfor­dert auch bei mir hohe Kon­zen­tra­tion. Die meis­ten der luthe­ri­schen Bekennt­nis­schrif­ten, wie sie in den BSLK zu fin­den sind, sind ja auch in der latei­ni­schen Fas­sung maß­geb­lich, und bei der ist oft ein grö­ße­rer Spiel-/Verstehensraum als bei der (oft ein­en­gen­den, teils deu­ten­den — ist wie »Gute Nach­richt Bibel«) deut­schen Fas­sung. Man kommt also gar nicht drum herum, etwa die CONFESSIO AUGUSTANA wirk­lich im Ori­gi­nal zu lesen. Sonst wird es augen­blick­lich irre­füh­rend. Wei­ter­le­sen

Himmelfahrt: »Jesus fuhr auf in den Himmel – und die Kirche kam…«

In den letz­ten Wochen habe ich mit gro­ßem Erkennt­nis­ge­winn zwei Bücher (wie­der) gele­sen. Anlass hier­für ist letzt­lich die Kopf– und Füh­rungs­lo­sig­keit, in der sich meine Han­no­ver­sche Lan­des­kir­che seit dem Rück­tritt unse­rer Lan­des­bi­schö­fin befin­det. Mit den Spar­be­mü­hun­gen und dem bloß orga­ni­sa­to­ri­schen Rea­gie­ren auf die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit bin ich nicht son­der­lich glück­lich, klar. Um es mit einem (umge­münz­ten) Zitat Wig­laf Dros­tes zu sagen: »Poli­tisch stand sie in der Nähe jeder Fern­seh­ka­mera«. — Ich lasse offen, ob ich dies auf die Kir­che oder auf die gewe­sene Bischö­fin beziehe. In jeder Kir­chen­vor­stands­sit­zung fin­den sich in der Umlauf­mappe einige Mit­tei­lun­gen über Aus­tritte; ein Skan­dal! Und die »AG Zukunft« hier im Stadt­kir­chen­ver­band denkt allein drü­ber nach, wie man einige Gemein­den fusio­nie­ren kann, um ein­zelne Haus­halts­stel­len ein­zu­spa­ren usw. Wei­ter­le­sen

Kenn dein Limit...

Auf einem Photo am Arbeits­platz des Schrift­stel­lers Jurek Becker sah ich ein Schild, das vor ihm an der Wand hing: »Bad lan­guage will not be tole­ra­ted«. Recht hat er. Wei­ter­le­sen

übers Hohe und Erhabene und religionsloses Christentum in der Postmoderne

Eine Freun­din wies mich auf diese Arti­kel in der heu­ti­gen Welt hin: Sicher zutref­fend beschreibt der Ver­fas­ser, wie sich in den unter­schied­li­chen Kir­chen eine gewisse Sinn­leere bei der Rede von Gott zeige:

»Aber in der Ver­kün­di­gung Got­tes ist sie wenig über­zeu­gend. In den Ritua­len des Glau­bens spürt man nicht sel­ten eine gewisse Hohl­heit, ein Zit­tern, ein Frem­deln. Auf den Gesich­tern von Pries­tern und Pfar­rern ist bis­wei­len ein Zwei­fel zu lesen, man­che seg­nende Hand wirkt schauspielerhaft.«

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Werbung für Lecker Lyrik am 17. April 2010

»Lecker Lyrik« ist eine Ver­an­stal­tung der Evan­ge­li­schen Jugend in Ander­ten, bei der drei Blö­cke Texte (meist Dich­tung, aber auch Prosa fand bereits ihren Platz) mit einem von der Jugend zube­rei­te­ten Vier-Gänge Menü kom­bi­niert wer­den, das alles zu höchst trag­ba­ren Preisen.

Nach unse­rem aus­ge­spro­chen schmack­haf­ten Pro­be­ko­chen (ich habe hier geb­logt) und dem Quizz zum […]

Achtung, der Genuss dieses Buches wirkt anregend!

Falls Sie hof­fen, die­ses Buch könne Ihnen alle Fra­gen beant­wor­ten, müs­sen wir Sie lei­der ent­täu­schen. Es för­dert allen­falls noch mehr Fra­gen zu Tage. Wenn Sie damit klar­kom­men, kön­nen wir Ihnen die Lek­türe durch­aus empfehlen.

NGÜ – Das Neue Tes­ta­ment in der Spra­che von heute. Ein Buch, das dazu dient, Gott und uns selbst auf die Spur zu kom­men. Jesus Chris­tus spricht darin lebens­nah, anschau­lich und klar. Denn er will, dass seine Zuhö­rer ihn ver­ste­hen. Damals. Und heute. Wei­ter­le­sen

Predigt von mir zu Phil.2,5-11

Liebe Sudelweb-Lesende,

die Pre­digt vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag, Palm­sonn­tag, habe ich auf der St. Martin-Seite ver­öf­fent­licht; bloß für den Fall, dass jemand sie ver­säumt hat und nach­le­sen möchte. Dass sie so grund­sätz­lich an das Thema her­an­geht, das liegt auch an den Erfah­run­gen, dass viele, jün­gere (Kon­fis) und ältere, Gemein­de­glie­der oft so eine unklare Vorstellung […]

Manfred Krugs »Abgehauen« ist unbedingt lesenswert

Der­zeit fin­det mein lite­ra­ri­sches Quin­tett etwa vier­mal jähr­lich statt. Das läuft so: Wir, einige Men­schen mit Lust am Lesen, ver­ab­re­den, ein Buch zu lesen, dann tref­fen wir uns sams­tags um 11 Uhr zu einem lite­ra­ri­schen Früh­stück, unter­hal­ten uns also über den gele­se­nen Text. Der oder die Vor­schlä­ge­rin beginnt, stellt kurz das Buch vor, schil­dert Inhalt, bie­ten kur­zen Hin­ter­grund zum Autor oder der Auto­rin und sagt, wieso gerade die­ses Buch vor­ge­schla­gen wurde. Wei­ter­le­sen

Texte zu feilen ist auch ein Hobby

Im Jahr habe ich so zehn bis 15 län­gere schrift­li­che Arbei­ten von Stu­die­ren­den, Pro­mo­vie­ren­den oder Habi­li­tie­ren­den, die ich gerne lese, hier und da inhalt­li­che Vor­schläge zur Opti­mie­rung unter­breite, aber eben auch (und vor allem) über die For­ma­lia, vom Tipp­feh­ler bis zur Fuß­no­ten­for­ma­tie­rung gucke, um die Erschei­nung des Gesamt­wer­kes zu optimieren.

Ich liebe es, mich in die gedanklich-fachliche Welt ande­rer hin­ein­zu­den­ken, mich auf ihre The­men und ihre Spra­che ein­zu­las­sen, die kei­nes­falls zu mei­ner Spra­che wer­den dür­fen. Wei­ter­le­sen

Anmerkungen zu Medien

Seit fünf Mona­ten lese ich regel­mä­ßig DIE ZEIT, lei­der nicht immer voll­stän­dig. Der Mut, ein gan­zes Zeit-Magazin zu einem abge­fah­re­nen Thema zu gestal­ten, der Stil, der im posi­ti­ven Sinne die viel­fäl­ti­gen Zugänge mei­ner Gene­ra­tion zur Welt spie­gelt, das gefällt mir sehr. Es ist ein Ver­gnü­gen, gut geschrie­bene Texte zu lesen, fein gebaute Sei­ten zu betrach­ten und gute Typo­gra­phie bemerke ich. Da gibt es Unter­schiede, zwi­schen Trenn– und Halb­ge­vierts­tri­chen, die ande­ren Zei­tun­gen lange schon gleich­gül­tig sind. Wei­ter­le­sen

gestern: erst Konfis, dann Zeugen Jehovas...

Das war ein ech­tes Wech­sel­bad. Zwei Grup­pen Vor­kon­fir­man­dIn­nen, die aus­tes­te­ten, wie weit sie gehen kön­nen. Das Thema »Abra­ham« schien Teile der zwei­ten Gruppe gar nicht zu inter­es­sie­ren, was schade wäre, denn Abra­ham ist ja »Vor­bild des Glau­bens«, und so haben wir auch ver­sucht, das Thema auf­zu­zäu­men, von Römer 4 her. Wei­ter­le­sen

Wirtschaftskrise historisch betrachtet

Neben Les­sing ste­hen in mei­nem Bücher­schrank Käs­t­ner und Tucholsky beson­ders hoch im Kurs (und natür­lich Eco, aber aus ande­ren Grün­den). Tucholsky ist die Rück­sichts­lo­seste von allen gewe­sen, so dass er auch weni­ger alt wurde als die ande­ren genann­ten. — Und Käs­t­ner stellt ja fest, dass Tucholsky für fünf arbei­tete (unter sei­nen Pseud­ony­men schrieb er je unter­schied­li­che Texte).

Eben fand ich einen Bei­trag für die Welt­bühne von 1931, Wei­ter­le­sen

Voltaires »Candide« – hier gibt es etwas umsonst!

Ein wirk­lich fei­nes Buch habe ich hier als Geschenk für alle, die mögen.

Als Reak­tion auf den Namens­ge­ber des Leib­niz­kek­ses ver­fasste Vol­taire diese feine Novelle. Die alte Über­set­zung ist nicht die genau­este, aber sie ist wun­der­bar und sprach­lich, wenn­gleich sie manch­mal etwas über­treibt, ein­fach nur klasse. Außer­dem bie­tet sie den Vor­zug, dass der Ver­fas­ser hin­rei­chend lange tot ist, […]

biblische Hermeneutik?!

Zu einem mei­ner Arti­kel schrieb neu­lich Freund Peer:

Eine sehr geist­rei­che Auffassung.

Auch euer Bru­der im Herrn Joseph Smith hat sich ja des­halb wohl­weis­lich bei der Über­set­zung eines Seer Sto­nes bedient und aus einem ver­dun­kel­ten Hut gele­sen. Das ist, als Arche­typ, das was du als ›Gott der den Text auf­schließt‹ bezeichnest.

Ver­dun­keln, daß außer dem Text nichts vor­han­den ist.
Keine Tafeln, kein Engel, kein Gott.
Nur mensch­li­che Erfindung.

Und ich rufe: »Das sei ferne!« Gerade diese Fra­ge­stel­lun­gen, wie man eine Aus­le­gung als zutref­fend, mög­lich, unwahr­schein­lich oder unzu­tref­fend beur­tei­len kann, das ist ja ein ganz wesent­li­cher Teil des­sen, worum sich auch die Fach­ge­biete Altes und Neues Tes­ta­ment küm­mern. Wei­ter­le­sen

Wieviele Zeilen haben 20 Minuten...? - Metablog

Hier schreibt Sebi über das Blog­gen an sich. Und seit ich dies selbst etwas mehr betreibe, merke ich, dass er in vie­lem sehr zutref­fend beobachtet.

Sein Text ist älter, aber gut. — Und die nächste Aus­gabe von Lecker Lyrik fin­det am 17. […]

Blogroll aufgeräumt

Liebe Leute,

nach­dem einige Kol­le­gen kaum mehr blog­gen, habe ich ein­fach mal die Blo­groll auf­ge­räumt. Neu hin­zu­ge­kom­men sind DASUXULLEBT. Feine Anre­gun­gen aus der Linux-Welt, zur Poli­tik, zum Tier­schutz und zu vie­lem ande­ren mehr. Wei­ter­le­sen

zu: Horst Hamann »New York vertical«

Ein Freund schenkte mir vor Jah­ren die Taschen­aus­gabe die­ses Bild­ban­des von Horst Hamann. Das Buch (teNeues, 2000) prä­sen­tiert Hamanns Hochformat-Panoramen aus dem Big Apple. Hamann hatte zehn Jahre zuvor eine gebrauchte Lin­hof Tech­norama Panorama-Kamera (Auf­nah­me­for­mat: 6 cm x 17 cm) gekauft. Deren 90 mm Objek­tiv nimmt, in Ver­bin­dung mit dem Film­for­mat, das auf einem Roll­film 120 bloß noch vier Auf­nah­men ermög­licht, quasi das gesamte Geschichts­feld eines Men­schen auf. — Bloß: Wir sehen gewöhn­lich quer­for­ma­tig. In sei­nem Nach­wort schreibt der Bild­au­tor, dass er geraume Zeit habe üben müs­sen, das Bild wirk­lich von oben bis unten mit dem Auge zu prü­fen: So eben, also Hochformat-Panorama sehen wir gewöhn­lich nicht.

Hamanns Bil­der sind in der klei­nen Aus­gabe des Buches, das ich habe, quasi ein Kon­takt­ab­zug des 6 cm x 17 cm gro­ßen Agfa­pan (100 bzw. 400) Nega­tivs. Auf mich wirkt das World Trade Cen­ter, das auf Hamanns Bil­dern noch steht, viel befremd­li­cher als das teils etwas bemühte hoch­for­ma­tige Pan­orama. Wei­ter­le­sen

gestern gesehen: Der große Diktator (von 1940)

Nach einem Tele­fo­nat mit einem Freund neu­lich habe ich ges­tern beschlos­sen, dass es an der Zeit sei, die klas­si­schen Chap­lin­filme wie­der mal zu sehen. Wenn ein Film, wie Chap­lins »Der große Dik­ta­tor« fünf Oscars erhält, dann kann er zumin­dest zu sei­ner Zeit nicht bedeu­tungs­los (gewe­sen) sein. Wei­ter­le­sen

ein alter Stein des Anstoßes — wiederbelebt:

Zu Weih­nach­ten vor einem Jahr schrieb ich in mei­nem Blog dies. Damals gab es einige Steine des Ansto­ßes. Lei­der sind beim Wech­sel der Domain (und damit der abso­lu­ten Adres­sen mei­ner Bei­träge) und dem Über­gang von einem Blog­sys­tem zu einem ande­ren die Kom­men­tare ver­lo­ren gegangen.

Jeden­falls scheint mir wie­der — und dies­mal vor dem Fest: Dass Weih­nach­ten wird, das ist ein Grund für »Sea­so­nal Gree­tings« oder für Jahresend-Ferien. Wir sind ziem­lich dabei, das Modell der Volks­kir­che (und des Kir­chen­volks) zu ver­las­sen. Natür­lich geht es dann mit Hül­len (wie bei den Koral­len) so, dass sie noch beste­hen, wenn die Lebe­we­sen längst aus­ge­zo­gen sind. Wei­ter­le­sen

Kommunikationsmüde…

Wenn ich den gesam­ten Tag über mit Kun­den in aller Welt kom­mu­ni­ziert habe, per email, Tele­fon, Fax und Brief, dann finde ich es zuneh­mend anstren­gend, ver­mit­telt zu kom­mu­ni­zie­ren. Jeman­den zu tref­fen, so rich­tig »von Mensch zu Mensch«, das ist etwas ande­res. Aber: Obwohl ich eigent­lich zu denen gehöre, die gerne Briefe schrei­ben: Oft genug habe ich ein­fach gar keine Lust. Möchte lie­ber schwei­gen als zu tele­fo­no­nie­ren, möchte lie­ber den Mond anse­hen (oder einen guten Bild­band von John oder Richard Sex­ton) als dass ich aufs Schreib­pa­pier oder den Moni­tor blickte. Wei­ter­le­sen

Der Wind in den Weiden in Rowohlts Übersetzung sehr empfohlen

Liebe Leute,

heute mal zu einem Kin­der­buch, das ich in den letz­ten Tagen noch ein­mal durch­ge­le­sen habe. Der »Wind in den Wei­den« von Ken­neth Gra­hame ist in unter­schied­li­chen deut­schen Über­set­zun­gen im Han­del. Min­des­tens zwei habe ich gehabt. Die­je­nige, die Harry Rowohlt geschaf­fen hat, sei hier sehr emp­foh­len. Allein die Namen der Hel­den der Geschichte und ihrer Häu­ser »Villa Maul­wurfs­hü­gel« oder »Schloss Krö­tin­hall« für das Haus der Kröte sind lie­be­voll, krea­tiv und ein­fach pas­send gewählt. In eini­gen Punk­ten finde ich die Über­set­zung noch tref­fen­der als das eng­li­sche Ori­gi­nal (das sehr wohl­feil bei Pin­guin Books über Ama­zon zu haben ist). Wei­ter­le­sen

Gefängnis, Resignation und Freiheit, die ich meine: Hier gibt es etwas umsonst!

Luft-SchlossDas Schloss ist ent­fernt: Bitte bedie­nen Sie sich. Habe meine Flickr-Bilder recht­lich rela­tiv frei gegeben.

Ges­tern gab es mal wie­der eine Fort­bil­dung für Grup­pen­lei­tende. Es ging um Urhe­ber­recht, die kirch­li­chen Pau­schal­ver­träge mit GEMA und den Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten usw. Immer­hin gab es end­lich mal eine Fach­ju­ris­tin aus einem unse­rer Minis­te­rien, die juris­tisch die Zusam­men­hänge gut dar­stel­len konnte, obgleich dies nicht ihr Fach­ge­biet ist.

Ich selbst denke seit vie­len Jah­ren übers Urhe­ber­recht nach, dar­über, inwie­fern in der Post­mo­derne ein »Autor« pos­tu­liert wer­den kann. Wei­ter­le­sen

Metablogger: JanChamp — zwischen völlig abgefahren und Suche nach Sinn…

janchamp

Ich finde es nett, das eine oder andere Blog auch ein­mal zu wür­di­gen. Ja, ich weiß, das Schrei­ben über das Schrei­ben, die pure Inter­text­ua­li­tät, das ist, als soll­ten in der Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft alle ein­an­der bloß noch die Haare schnei­den. Davon wird man nicht satt, oder wie Wirt­schafts­geo­graph Jöran immer sagt: »Die Sek­to­ren müs­sen alle vor­han­den seien…« — Ihr habt ja alle recht, aber mal kann man ja auch über andere Blogs schrei­ben. Wei­ter­le­sen

Eine Pinguinfabel in Buchform

Liebe Lesende,

neu­lich bekam ich »Das Pinguin-Prinzip. Wie Ver­än­de­rung zum Erfolg führt« von einem Freund geschenkt. Er hatte mir schon län­ger etwas ange­kün­digt, aber am Sonn­tag end­lich war das Buch da und ich bekam es über­reicht. Darin schil­dern (Klaus Ber­ger sprä­che sicher von »Remy­tho­lo­gi­sie­rung«) John Kot­ter und Hol­ger Rath­ge­ber (guter Name für einen Ratgeber-Verfasser) in einem Gleich­nis, wie eine Pin­guin­ko­lo­nie sich müh­sam dazu durch­ringt, den ver­trau­ten Eis­berg zu ver­las­sen. Wei­ter­le­sen

God's Politics… -- Gedanken zu Jim Wallis und Sojourners

Jim Wallis
links Wal­lis, rechts der Dolmetscher

Der Unter­ti­tel »Why the Right Gets It Wrong and the Left Doesn’t Get It«, der sagt alles. Jim Wal­lis ist Pas­tor in Washing­ton D.C. und dort in der Innen­stadt, in einer aus­ge­spro­chen armen und arm­se­li­gen Gegend. Dass die­ser Link­sevan­ge­li­kale den­noch seit Jahr­zehn­ten anre­gend denkt und mit sei­nen Fra­gen auch weit außer­halb der USA das Gesche­hen beein­flusst, tut beson­ders wegen sei­ner Gesprächs­kul­tur sehr gut. Wei­ter­le­sen

Staatsschutz und A5-Tiegel

Am Sams­tag war ich bei einer Geburts­tags­feier. Ein Gast las eine Kurzer­zäh­lung vor, selbst ver­fasst, über die Zeit der wil­den 1970er Jahre. Er hatte für einen »hal­ben Monats­lohn« eine A5-Buchdruckpresse gekauft von einem Buch­bin­der, der mit dem Gerät nur genu­tet hatte und gestanzt. Mit einer Buch­druck­presse geht das, weil man neben dem Ein­satz erha­be­ner Typen aus dem Setz­kas­ten eben auch mit Klin­gen oder »Falz­kan­ten« die Bedruck­stoffe behan­deln kann.  Wei­ter­le­sen

über schlechte und gute Neuigkeiten…

Liebe Lese­rin, lie­ber Leser,

in der lau­fen­den Woche hat mein Kleemann-Text alle ande­ren im Besuch über­holt. Warum bloß? Was unter­schei­det die­sen Text von den ande­ren? Mir scheint, dass die Pri­vat­sen­der schon recht haben: Kata­stro­phen schei­nen zu unter­hal­ten. Je nied­ri­ger die bedien­ten Triebe, desto inter­es­san­ter? Viel­leicht sollte ich regel­mä­ßig Schlag­worte wie »Kin­der­porno«, »unzen­siert« usw. mit mei­nen Tex­ten ver­bin­den? Wäre sicher ein Mit­tel, die Quan­ti­tät der Besu­chen­den zu stei­gern.  Wei­ter­le­sen

Übereifer beim Übergang aufs Neue

Liebe Lese­rin, lieber Leser,

ges­tern machte mich ein Freund dar­auf auf­merk­sam, dass ich meine »alten« Sei­ten ja fast uner­reich­bar gemacht hätte. Tat­säch­lich. Das war gar nicht meine Absicht. Ich habe nur die Start­seite gleich aufs »Sudel­web« umge­lei­tet. Dass aber der Link auf »meine sons­ti­gen Sei­ten« eben lei­der nur eine Schleife wie­der ins Sudel­web wurde, weil ein Link falsch […]

Arche Noah 2001 — Anonymer Internet-Fund

Nach vie­len Jah­ren sah Gott wie­der mal auf die Erde. Die Men­schen waren ver­dor­ben und gewalt­tä­tig, und er beschloss, sie zu ver­til­gen, genau so, wie er es vor lan­ger lan­ger Zeit schon ein­mal getan hatte.

Er sprach zu Noah: »Noah, bau mir noch ein­mal eine Arche aus Zedern­holz, so wie damals: 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sint­flut über die Erde brin­gen. Die Men­schen haben nichts dazu gelernt. Du aber gehe mit dei­ner Frau, dei­nen Söh­nen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tie­ren zwei mit, je ein Männ­chen und ein Weib­chen. In sechs Mona­ten werde ich den gro­ßen Regen schi­cken.« Wei­ter­le­sen

Manufactum-Schreibpapier, höchst subjektiv

Wenn Manu­fac­tum auf die Olym­pia Schreib­ma­schine 10 % Jour­na­lis­ten­ra­batt gewährt, so sol­len die nicht jour­na­lis­ti­schen Kun­den dies als zu ihrem eige­nen Bes­ten gut­hei­ßen. Es mag noch Men­schen geben, die mit der Maschine schrei­ben, wahr­schein­lich vor allem in den Online-Redaktionen. Dann wäre für den Online Shop doch die beste Idee, noch eine Tex­ter­ken­nungs­soft­ware gleich mit­zu­lie­fern, wenn man die Olympia-Maschine in den Waren­korb legt. Über­haupt: Der Mar­ken­name klingt nach dem grie­chi­schen Göt­ter­hü­gel. Wei­ter­le­sen

iPod Kulanz…

Etwa zehn Tage lang hatte ich Ärger mit mei­nem iPod-touch. Das Gerät hatte ver­sucht, Soft­ware zu aktua­li­sie­ren. Und sich dabei der­ma­ßen auf­ge­hängt, dass gar nichts mehr ging. Das ist ärger­lich, denn meine to-do Lis­ten, die Mög­lich­keit, an allen mög­li­chen und unmög­li­chen Orten Adres­sen und Kalen­der mit­zu­füh­ren und auch die ange­neh­men pod­casts, die ich im Auto […]

Hallenser, Halloren und einfacher Lebensstil…

Wappen der Stadt Halle/Saale

Wap­pen der Stadt Halle/Saale

Die Rou­ten­pla­nung schreibt, über­ein­stim­mend mit dem Navi, dass es gut zwei Stun­den sind nach Halle an der Saale, der (noch) größ­ten Stadt Sachsen-Anhalts. Wiki­pe­dia weiß, dass es 230.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gibt. Der größte Arbeits­ge­ber sind die Stadt­werke Halle. – »Wir kön­nen ein­an­der doch nicht alle die Haare schnei­den, nein: mit Strom versorgen.«

Eben das scheint die Schwie­rig­kei­ten die­ser Stadt bes­ser als alles andere zu beschrei­ben: Martin-Luther Uni ist da, die Hal­len­ser schät­zen »Ihre« Stadt; bloß: Finan­zi­ell ist die Stadt dabei gestellt wie eine Kir­chen­maus. Das macht es nicht leich­ter für Kunst, Kul­tur und Sport. Wei­ter­le­sen

Vorsicht ist Mutter der Beziehungskiste oder Meinung klar sagen?

Mit einem Freund sprach ich neu­lich drü­ber, dass wir das meiste, das wir so sagen, so zu sagen ver­su­chen, dass wir damit nie­man­dem auf die Füße tre­ten, dass wir so ver­stan­den wer­den, wie wir ver­stan­den wer­den möch­ten. Dass also etwa Kri­tik nicht per­sön­lich genom­men wird, son­dern als sach­li­ceh Anre­gung ver­stan­den wer­den möge. Beson­ders tückisch ist das bei der Kom­mu­ni­ka­tion per e-mail (denn die wird schnel­ler als Briefe geschrie­ben, oft nicht noch ein­mal durch­ge­le­sen und sie erlaubt anders als ein Tele­phon­ge­spräch kein Hören auf Zwi­schen­töne). Wei­ter­le­sen

Marcus Baltzer — »Das Sottrum Projekt«

Komme eben zurück aus der Süd­städ­ter Biblio­thek, wo es eine Lesung mit Mar­cus Balt­zer zu erle­ben gab. »Das Sott­rum Pro­jekt« geht zurück auf einen Wer­be­zet­tel des Fami­li­en­parks »Sott­rum«, nahe Hil­des­heim. Der Autor war nie da, ich auch nicht. Aber die­ser Wer­be­zet­tel lis­tet 125 Sen­sa­tio­nen oder Attrak­tio­nen. Und zu jeder ein­zel­nen Attrak­tion ent­stand in Balt­zers klei­ner Hand­schrift in einem Heft ein Text, nie län­ger als eine Seite. Wei­ter­le­sen

1. Artikel: »Willkommen, Sudelweb!« – prosit!

Es gab ein­mal eine Zeit, da schrieb Georg Chris­toph Lich­ten­berg, der Göt­tin­ger Phy­si­ker, Gedan­ken und Ein­fälle in eines sei­ner Sudel­bü­cher. Diese heute zu lesen, das ist immer noch ein Ver­gnü­gen. Im mei­nem Bücher­schrank ste­hen sie in der wun­der­ba­ren Gesamt­aus­gabe von Zweitausendeins.

Dass die­ses Sudel­web mal sol­che Berühmt­heit erlan­gen wird, das wage ich noch zu bezwei­feln. Ich werde […]