Kirchliche Entwicklungsarbeit?!

Neben der »Brot­ar­beit« ist es ja so, dass ich einen guten Teil mei­ner Zeit und Kraft in die Gemein­de­ar­beit ste­cke. Aktu­ell steht die nächste »Lecker Lyrik« vor der Tür (am 25. Sep­tem­ber). Und bei mir bremst auch etwas, dass ich einige Indi­zien wahr­nehme, dass die­ses »Modell Lan­des­kir­che« äußerst reform­be­dürf­tig ist. Mit ande­ren Wor­ten: Immer weni­ger Men­schen sehen ein, warum sie 9 % der »Net­to­ein­kom­men­steu­er­schuld« an Kir­chen­steuer bezah­len sol­len. Weil sie die Ange­bote nicht wahr­neh­men, diese sie nicht inter­es­sie­ren usw. Ich ver­stehe das gut, und ich kann nach­voll­zie­hen, dass dann die Men­schen aus­tre­ten, weil die »das war immer so«-Argumentation nicht mehr zieht. Wei­ter­le­sen

Konfitag mit zehn Gruppen und rund 80 Teilnehmenden

Man kann drü­ber strei­ten, was so ein »Event« bringt wie ein Kon­fi­tag. Ich schreibe hier, weil ich einige per­sön­li­che Fuß­no­ten anbrin­gen möchte und weni­ger über das Ding als Gan­zes, sei­nen Sinn oder seine Berech­ti­gung nach­den­ken. Wei­ter­le­sen

Bärenstein im Erzgebirge und Anderten am Rande Hannovers

Zwei sehr unter­schied­li­che Gemein­den, beide in luthe­ri­schen Lan­des­kir­chen, beide Gemein­den sind seit Jahr­zehn­ten part­ner­schaft­lich ver­bun­den. An die­sem Wochen­ende fah­ren einige mei­ner Gemeinde in Han­no­ver nach Sach­sen und besu­chen die Freunde. Weil die Freu­den, Sor­gen und Nöte unter­schied­lich sind, vor allem jeweils zu unter­schied­li­chen Zei­ten begeg­nen, darum ist es gut, wenn man mit­ein­an­der im Gespräch […]

Das »dass« steht nicht zur Disposition, eher das wo und wie…

Glaube stirbt, wenn er nicht gelebt wird. Für die meis­ten ist die Gemein­schaft mit ande­ren, die Gemeinde, eine adäquate Form, bloß die wenigs­ten sind zu Ein­sied­lern gebo­ren. Ande­rer­seits ändert sich hin­sicht­lich der For­men von Gemein­den — sieht man mal von den »gro­ßen Kir­chen« ab — viel. Ich habe in den bei­den letz­ten Jah­ren aus­ge­spro­chen viel zur Ekkle­sio­lo­gie, also zur Lehre von der Kir­che, was sie sei, seien soll, geist­lich seien kann, gele­sen und über­legt. Zu einem Teil fin­det dies sei­nen Nie­der­schlag auch hier im Sudel­web. Wei­ter­le­sen

St. Martin hat eine 2-Zimmer Wohnung zu verkaufen!

Aus Soli­da­ri­tät sage ich es hier auch mal wei­ter: Meine Kir­chen­ge­meinde St. Martin-Anderten hat eine 2-Zimmer Woh­nung in Ander­ten, in ruhi­ger Lage zu ver­kau­fen. Min­dest­ge­bot: 49.000 EUR. Mehr Details auf der St. Martin-Anderten Seite bzw. […]

Die Kunst der Pause...

Noten­satz mit Pau­sen durch LilyPond-Software!

Ges­tern war Kir­chen­vor­stand. Wenn man sich mit acht gewählten/berufenen Mit­glie­dern, dem Lei­ter der KiTa, dem Mit­ar­bei­ten­den­ver­tre­ter und Pas­tor und Pas­to­rin ein­mal im Monat zusam­men­setzt, um die Dinge der Gemeinde zu beden­ken und zu ent­schei­den, dann ist das eine gewöhn­lich lang­wie­rige Ange­le­gen­heit. Unsere Sit­zun­gen begin­nen um 19:30 Uhr — und ges­tern war es 23:30 Uhr bis wir fer­tig wurden.

Ich bin zufrie­den damit, dass wir kein »Abnick­gre­mium« sind, dann ginge es etwas schnel­ler, aber nicht viel. Frü­her war es so, dass ab 21:30 Uhr die Luft wirk­lich raus war. Alle hoff­ten, um 22 Uhr fer­tig zu wer­den (etwas uto­pisch). Nie­mand hatte Kraft und Lust auf die zahl­rei­chen Tages­ord­nungs­punkte.  Seit ich in dem Gre­mium bin, bemühe ich mich, einen Imbiss anzu­bie­ten. Ob ich ein Brot backe und Kräu­ter­quark bereit­stelle, eine Suppe koche oder wie ges­tern Blät­ter­teig mit Tomate und Moza­rella fülle: Es kommt weni­ger auf das »was« an als dar­auf, ein­mal für zehn Minu­ten die Tages­ord­nung zu ver­las­sen, eine Suppe zu löf­feln und sich über emp­feh­lens­werte Zahn­ärzte oder den Urlaub aus­zu­tau­schen. Wei­ter­le­sen

Fußball-WM: Deutschland ist Weltmeister (im Recycling)

Ana­chro­nis­men bemerkt man oft erst hin­ter­her. Da ste­hen präch­tige Häu­ser. Und ich hatte gar nicht genauer hin­ge­se­hen. Flag­gen in schwarz-rot-gold sieht man die­ser Tage ja öfters. Der Deutsch­land­funk berich­tet von dem ein­ge­bür­ger­ten Laden­be­sit­zer in der Son­nen­al­lee, dem seine Groß­for­mat­flagge mehr­fach geraubt wurde. Jeden­falls bemerkte ich Ham­mer und Sichel erst spä­ter, nach der Aufnahme.

<p style=»text-align: […]

Ist Michael N. Kuehl Christ? – Suchanfragen im Blog

Immer mal wie­der sieht man im »Backend« eines WordPress-Blogs, wie und was die Men­schen suchen, um auf meine Sei­ten zu kom­men. Das sind also Stich­worte, die bei google ein­ge­ge­ben wur­den, und die dann auf meine Seite führten.

Es häuft sich eine gewisse Suche nach »Zeu­gen Jeho­vas«, nach »Sil­ber­hoch­zeit« (ins­be­son­dere nach Anspra­chen dazu) und nach Koch­re­zep­ten. Seit dem Start von RTLs »Alles, was zählt« mit Michael N. Kuehl begeg­nen hier zahl­rei­che Such­an­fra­gen, wo es immer wie­der darum geht, ob Michael Christ sei. Zunächst scheint mir das für seine Schauspiel-Fertigkeiten ein eini­ger­ma­ßen neben­säch­li­cher Punkt. Er macht da ja kein mis­sio­na­ri­sches Stra­ßen­thea­ter, son­dern spielt in einer Geschichte, die sich Dreh­buch­schrei­ber aus­den­ken. Michael hat also kaum Mög­lich­kei­ten der Ein­wir­kung auf die Story. Wei­ter­le­sen

Kirche der Freiheit: Ein Impulspapier der Ev. Kirche und mein Senf dazu

2006 erschien ein Impuls­pa­pier vom Rat der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land namens »Kir­che der Frei­heit. Per­spek­ti­ven für die Evan­ge­li­sche Kir­che im 21. Jahr­hun­dert«, noch unter dem Vor­sitz von Bischof Huber. Weil ich die­ses Papier in einer Pre­digt und in einem Mit­ar­bei­ten­den­fo­rum erwähnte, weil es Nach­fra­gen gab und weil das Gespräch drü­ber in der »Klei­nen Gruppe« ges­tern anre­gend war, hier noch ein paar Gedanke dazu und mein Ver­such, die 110 Sei­ten, die man als pdf-Dokument hier bekom­men kann, etwas einzukochen.

Im Impuls­pa­pier geht es darum, wie evan­ge­li­sche (Landes-)Kirche(n) bis 2030 gedacht wer­den kön­nen, wie es wei­ter­geht, wenn alles wei­ter­geht wie bis­her. Option 2 ist ein »Abschmel­zen«, also ein »kon­trol­lier­tes Schrump­fen«. Es geht aber beson­ders darum (die 3. Option), wie umge­lenkt wer­den kann, wo »Leucht­feuer« erkenn­bar sind, die einen segen­ver­hei­ßen­den Kurs der Kirche(n) erlau­ben. Wei­ter­le­sen

Zum Predigen: Kurzer Hinweis in eigener Sache

Liebe Sudelweb-Lesende,

die Pre­digt heute früh ist bis auf Wei­te­res meine letzte. Man­che mögen das begrü­ßen, andere bedau­ern. Nach­dem das Ver­fah­ren zu einer offi­zi­el­len Beauf­tra­gung ins­ge­samt rund zwölf Jahre lang läuft und immer wie­der mal »irgendwo« ver­sackt ist, schrieb ich dem zustän­di­gen Super­in­ten­den­ten im Mai:

Da wei­ter­hin kein Fort­schritt in Sachen einer Beauftragung […]

Predigt zu 1. Kor. 1,18–25: Getrieben vom Geist Gottes

1. Kor 1,18–25: (hier: Elber­fel­der Bibel):

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die ver­lo­ren gehen, Tor­heit; uns aber, die wir erret­tet wer­den, ist es Got­tes Kraft. / Denn es steht geschrie­ben: »Ich will die Weis­heit der Wei­sen ver­nich­ten, und den Ver­stand der Ver­stän­di­gen will ich ver­wer­fen.« / Wo ist ein Wei­ser? Wo ein Schrift­ge­lehr­ter? Wo ein Wort­strei­ter die­ses Zeit­al­ters? Hat nicht Gott die Weis­heit der Welt zur Tor­heit gemacht? / Denn weil ja in der Weis­heit Got­tes die Welt durch die Weis­heit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohl gefal­len, durch die Tor­heit der Pre­digt die Glau­ben­den zu erret­ten. / Denn wäh­rend Juden Zei­chen for­dern und Grie­chen Weis­heit suchen, / pre­di­gen wir Chris­tus als gekreu­zigt, den Juden ein Ärger­nis und den Natio­nen eine Tor­heit; / den Beru­fe­nen selbst aber, Juden wie Grie­chen, Chris­tus, Got­tes Kraft und Got­tes Weis­heit. / Denn das Törichte Got­tes ist wei­ser als die Men­schen, und das Schwa­che Got­tes ist stär­ker als die Men­schen. Amen.

Liebe Gemeinde, lie­ber Torin­nen und Toren,

nein, diese Anrede hat nichts mit der Fuß­ball WM zu tun, auch wenn ges­tern reich­lich Tore fie­len. Als ein argen­ti­ni­scher Spie­ler weit über das deut­sche Tor schoss, da rief unser Dia­kon Michael Krebs: »über den Wol­ken« – und wei­ter geht Rein­hard Meys Lied »muss die Frei­heit wohl gren­zen­los sein«. Wir haben gerade gese­hen, wie weit man »über den Wol­ken« kom­men kann: Viele hun­dert Kilo­me­ter weit sind einige Bal­lons geflo­gen. Wei­ter­le­sen

Meine Geschichte mit Calling all Nations und Dispatch bis heute

Ich merke, dass meine Geschichte schon wie­der mit Ber­lin beginnt, genauer mit dem Olym­pia­sta­dion. Es ist der 15. Juli 2006, »Cal­ling all Nati­ons« ist ein evan­ge­li­ka­les Gro­ßevent zu dem — neben rund 30.000 ande­ren — auch einige Leute aus mei­ner Gemeinde gefah­ren sind. Eine Jugend­gruppe hatte eine Spende bekom­men, so konn­ten wir es uns leis­ten, Ein­tritts­kar­ten und Ben­zin zu bezah­len. Es ist frü­her Nach­mit­tag. Begeis­terte Leute ringsum, es wird auch eini­ges gebo­ten, auf­fäl­lige Fah­nen­schwen­ker, die gol­dene, sil­bern und Israel-Flaggen sicht­be­hin­dernd schwen­ken. Kurz: Für die Mar­Tee­nies als Gan­zes war das nicht so rich­tig pas­send. Gott »bloß« immer wie­der zu sagen, wie groß und groß­ar­tig er ist, das ist in Ord­nung, macht es aber weni­ger neu noch nützt es Gott. Wei­ter­le­sen

Metablog: Die Schönheit des Simplexen

Wie­der mal ein Text über andere Blogs. Bei die­sem Mal geht es um Pas­tor Storch. Cars­ten »Storch« Schmel­zer zu lesen, das ist zumin­dest für die, die sich für Gemeinde, Theo­lo­gie, Glau­ben und Nach­folge inter­es­sie­ren, anre­gend. Nicht des­halb, weil man mit allem über­ein­stim­men müsste, denn das sollte man nicht. Aber: Es sind anre­gende Gedan­ken, die sich da in Pre­dig­ten, in »Reak­tio­nen« auf z.B. bib­li­sche Texte fin­den. Und sich inspi­rie­ren zu las­sen, das scha­det nie. Wei­ter­le­sen

Produktivität, Kooperation und Macht

Ges­tern rief mich ein Freund an. Unter ande­rem spra­chen wir über die Mühen, bei kirch­li­chen Struk­tu­ren etwas vor­an­zu­brin­gen. Er emp­fahl, doch ein­fach »poli­ti­scher« zu han­deln, weni­ger deut­lich zu sagen, was ich möchte, statt des­sen zu sehen, wel­che Maß­nah­men geeig­net sind, die Ziele zu erreichen.

Er emp­fahl, Anreize zu set­zen, also z.B. ein fei­nes Essen zu bie­ten, wenn man nur 1. komme und 2. in mei­nem Sinne die Dinge abstimme usw. Wei­ter­le­sen

zur konfessionellen Landkarte und deren Änderungen...

Wer sich etwas umschaut, wird mer­ken, dass nicht nur bei uns, in »good, old Ger­many« die tra­di­tio­nel­len Kir­chen gewisse Rück­gänge zu bekla­gen haben, son­dern dass sich neben einer vie­ler­orts fest­stell­ba­ren Ent­kirch­li­chung bzw. Säku­la­ri­sie­rung auch inner­halb der unter­schied­li­chen Kon­fes­sio­nen und Deno­mi­na­tio­nen eini­ges tut. Wei­ter­le­sen

Kirchenbau in der Gegenwart

Kirchenzentrum Kronsberg (Church Center Kronsberg), Hannover, GermanyKir­chen­zen­trum Krons­berg. Lei­der sind in der jün­ge­ren Gene­ra­tion, die in der Sied­lung lebt, die zur EXPO-2000 ent­stan­den ist, nicht so viele Lutheraner/innen, dass die »eigene Kir­che« erfor­der­lich wäre. So kommt es, dass man sich das Gebäude mit einer klei­nen aber fei­nen Bap­tis­ten­ge­meinde teilt, und mit den Betriebs­kos­ten damit im Rah­men bleibt. Der Raum ist nicht nur wirk­lich ein­drück­lich für einen neue­ren Kir­chen­bau, son­dern was mir beson­ders gefällt, das ist die Akus­tik. Es ist ein Ver­gnü­gen hier zu musizieren!

Ja, der Altar ent­hält das Tauf­be­cken, klar, für bap­tis­ti­sche Bedürf­nisse zu klein, aber: Das Kon­zept, Wort und Sakra­ment (und zwar sowohl in Form des Abend­mah­les als auch der Taufe) zu ver­bin­den, das finde ich aus­ge­spro­chen gut durch­dacht. Wei­ter­le­sen

Bequemlichkeit mit gutem Gefühl: Food-Werbung

Public View­ing im Gemein­de­haus. Das Spiel des deut­schen Teams war natür­lich ein Ereig­nis. Im Hin­ter­grund, an der »Küchen­front« habe ich eini­ges »Grün­zeug« als Snack auf­be­rei­tet, vier kg Äpfel, aus­ge­schnit­ten und in zwölf bis sech­zehn Stü­cke geschnit­ten, eine Salat­gurke geschnit­ten, Paprika in Strei­fen und zwei kg Karot­ten geschabt und mund­ge­recht gestif­telt. Eigent­lich ein­fach und güns­tig. Und als Alter­na­tive oder Ergän­zung zur Brat­wurst gerne genom­men, zumal kos­ten­los abge­ge­ben. Wenn die Dinge so »mund­ge­recht« sind, grei­fen selbst die zu, die sonst keine Lust auf Obst oder Gemüse haben. Werk­zeug? Ein Küchen­mes­ser, ein Spar­schä­ler, ein Schneid­brett. Wei­ter­le­sen

Kirche im Dorf, Selbsterhalt und Mission – quo vadis, Eccelesia?

Im ver­gan­ge­nen Vier­tel­jahr habe ich eine Menge gele­sen, lei­der weni­ger lite­ra­ri­sche Texte als viel­mehr theo­lo­gi­sche Lite­ra­tur. Aus­gangs– und Anfangs­punkt waren Bon­hoef­fers Diss »Com­mu­nio Sanc­torum«, Klaus Ber­gers »Kir­chen­spal­tung ist Glau­bens­ver­rat« und Jim Wal­lis‹ »Redis­co­ve­r­ing Values. A Moral Com­pass for the New Eco­nomy«. Alle drei den­ken dar­über nach, wie das Ver­hält­nis von Gemeinde und Gesell­schaft ver­ant­wort­lich gestal­tet und theo­lo­gisch beschrie­ben wer­den kann. Wei­ter­le­sen

In der Versammlung der Zeugen Jehovas – durch die Brille eines Lutheraners

Am Sams­tag end­lich habe ich es geschafft, ein­mal eine Ver­samm­lung der Zeu­gen zu besu­chen. Die letz­ten sechs Sams­tage waren anders besetzt, mit Sil­ber­hoch­zeit, Probe für Pfings­ten usw. Im obe­ren Stock des »Dop­pel­saa­les« im Mit­tel­feld finde ich mich um 16:30 Uhr ein. Einige bekannte Gesich­ter, ins­be­son­dere des Ehe­paars, mit dem ich mich bereits öfters getrof­fen habe. Andere erken­nen mich vom »Gedächt­nis­mahl« wie­der, bei dem ich ja zuge­gen war. Ich finde einen Platz, lege Bibel und Schreib­zeug bereit, und eine große Anzahl Anwe­sen­der begrüßt mich mit Hand­schlag. Sehr freund­lich, aber auch so, dass ich kaum zur Ruhe komme, denn ich emp­fände es dann doch als unhöf­lich, sit­zen zu blei­ben, wenn mich jemand begrüßt. Also springe ich bestimmt acht– oder zehn­mal auf. Wei­ter­le­sen

zur Silberhochzeit eines befreundeten Paares, Ansprache am 29. Mai 2010

Vor­gabe: »Lie­ber Frank, geh doch in Dei­ner Anspra­che bitte auf unse­ren Trauspruch, 1. Kor. 13,13 oder über­haupt das 13. Kapi­tel ein, über das auch damals die Pre­digt ging.« Wei­ter­le­sen

Dogmatik, Ökumene und Hermeneutik

In den ver­gan­ge­nen zwei oder drei Wochen habe ich mal wie­der inten­siv Bekennt­nis­schrif­ten und dog­ma­ti­sche sowie öku­me­ni­sche Erklä­run­gen gele­sen. Das ist ein tro­cke­ner Stoff, und zugleich einer, der je in sei­ner Zeit und im Umfeld der Textent­ste­hun­gen gedacht und gewür­digt wer­den möchte. Es erfor­dert auch bei mir hohe Kon­zen­tra­tion. Die meis­ten der luthe­ri­schen Bekennt­nis­schrif­ten, wie sie in den BSLK zu fin­den sind, sind ja auch in der latei­ni­schen Fas­sung maß­geb­lich, und bei der ist oft ein grö­ße­rer Spiel-/Verstehensraum als bei der (oft ein­en­gen­den, teils deu­ten­den — ist wie »Gute Nach­richt Bibel«) deut­schen Fas­sung. Man kommt also gar nicht drum herum, etwa die CONFESSIO AUGUSTANA wirk­lich im Ori­gi­nal zu lesen. Sonst wird es augen­blick­lich irre­füh­rend. Wei­ter­le­sen

Kommunikation von Mensch zu Mensch

Ein älte­res Buch von Albrecht Goes heißt so, »Von Mensch zu Mensch«. Ich lernte es ken­nen als ich über den Brief­wech­sel von Augus­tin und Hie­rony­mus eine Semi­nar­ar­beit schrieb. Fei­nes Buch, doch darum soll es nun nicht gehen.

Viel­mehr ist das eine uni­ver­selle Ent­schul­di­gung, warum ich, obwohl mir viel an Men­schen liegt, so viele unan­ge­mes­sen sel­ten sehe, spre­che oder brief­lich bedenke. Vor­weg: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.

Bei der Arbeit kom­mu­ni­ziere ich viel. Das Tele­fon klin­gelt, die e-mail muss beant­wor­tet wer­den usw. Han­del ist Kom­mu­ni­ka­tion, glo­bale Beschaf­fung ist vor allem zuhö­ren, nach­den­ken, anbieten.

Einen guten Teil der ver­füg­ba­ren Zeit nimmt bei mir die Gemein­de­ar­beit ein. Auch diese ist, ob bei der Klei­nen Gruppe, in einer Kir­chen­vor­stands­sit­zung oder im Got­tes­dienst, viel­fach hoch-kommunikativ. Wenn ich dann Auf­ga­ben über­nehme, Druck­sa­chen kon­zi­piere, unse­ren Hort ans Inter­net zu brin­gen suche, dann ist auch das wie­der damit ver­bun­den, Ange­bote ein­zu­ho­len, Hot­lines anzu­ru­fen, … Also auch Kom­mu­ni­ka­tion. Die Teil­nahme (oder Teil­habe) am Abend­mahl ist auch »Kom­mu­ni­ka­tion«, wenn­gleich in etwas ande­rer Bedeu­tung. Wei­ter­le­sen

Der goldene Käfig des Urheberrechts

Eine Rechts­kul­tur zu haben, das ist ja eine kul­tu­relle Leis­tung, denkt man. — Wie gut, dass bei uns alles gere­gelt ist und nicht wie in xyz… — Lei­der weit gefehlt. Zwei Bei­spiele: Die­ser Arti­kel hier »For the Love of Cul­ture« zeigt, wie ein gutes Stück der (u.s. ame­ri­ka­ni­schen) Film­ge­schichte nicht mehr ver­füg­bar ist, bzw. nicht mehr gezeigt oder auf­ge­führt wer­den darf, weil z.B. mit Zita­ten aus Wochen­schauen, Nach­rich­ten­sen­dun­gen oder der­glei­chen gear­bei­tet wurde, die bloß für z.B. fünf Jahre »ein­ge­kauft« wur­den. Mitt­ler­weile beste­hen die ech­ten Rech­te­in­ha­ber viel­fach nicht mehr, eine Klä­rung, wer nun wel­ches Recht inne­hat, kann leicht etli­che 100.000 USD kos­ten, und dann fal­len neue Lizenz­ge­büh­ren eben auch für die DVD-Publikation an, der Kame­ra­mann, der Luther King jr. gefilmt hat (oder seine Pro­duk­ti­ons­firma) müs­sen aus­fin­dig gemacht wer­den, … Oder man ver­zich­tet dar­auf, das Mate­rial zu benut­zen, das heißt aber bei Doku­men­ta­tio­nen, den Film kom­plett neu zu erstel­len, um die Quel­len »herum« neu zu schnei­den usw. — Ver­glei­che auch Jean-Luc Godard hier Wei­ter­le­sen

Toleranz gegenüber Evangelikalen?

Gar nicht ein­fach ist es, den Begriff »evan­ge­li­kal« ein­deu­tig zu fas­sen. Ein gewis­ser Zusam­men­hang mit der evan­ge­li­ka­len Bewe­gung, die sich deut­lich in Abgren­zung zur Bultmann-Schule sah, zur Geschichte siehe etwa hier… ist nicht von der Hand zu wei­sen. Worum ging es — und worum geht es noch heute? In mei­nen Wor­ten gespro­chen: Einige Schlüs­sel­re­fe­rate von Bult­mann wur­den her­me­neu­tisch als Zün­der ver­stan­den, der die Gefahr bie­ten könne, die Kir­che, ja, das Evan­ge­lium an sich, zur  Deto­na­tion zu brin­gen. Wenn man näm­lich anfange, das Neue Tes­ta­ment zu ent­my­tho­lo­gi­sie­ren (Details siehe im obi­gen Link), dann schwinde alle Grund­lage. Wei­ter­le­sen

Himmelfahrt: »Jesus fuhr auf in den Himmel – und die Kirche kam…«

In den letz­ten Wochen habe ich mit gro­ßem Erkennt­nis­ge­winn zwei Bücher (wie­der) gele­sen. Anlass hier­für ist letzt­lich die Kopf– und Füh­rungs­lo­sig­keit, in der sich meine Han­no­ver­sche Lan­des­kir­che seit dem Rück­tritt unse­rer Lan­des­bi­schö­fin befin­det. Mit den Spar­be­mü­hun­gen und dem bloß orga­ni­sa­to­ri­schen Rea­gie­ren auf die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit bin ich nicht son­der­lich glück­lich, klar. Um es mit einem (umge­münz­ten) Zitat Wig­laf Dros­tes zu sagen: »Poli­tisch stand sie in der Nähe jeder Fern­seh­ka­mera«. — Ich lasse offen, ob ich dies auf die Kir­che oder auf die gewe­sene Bischö­fin beziehe. In jeder Kir­chen­vor­stands­sit­zung fin­den sich in der Umlauf­mappe einige Mit­tei­lun­gen über Aus­tritte; ein Skan­dal! Und die »AG Zukunft« hier im Stadt­kir­chen­ver­band denkt allein drü­ber nach, wie man einige Gemein­den fusio­nie­ren kann, um ein­zelne Haus­halts­stel­len ein­zu­spa­ren usw. Wei­ter­le­sen

Kompliment, Kollegen: Feine Sitzung!

Es ist 23:28 Uhr, ich komme gerade vom Kir­chen­vor­stand. Wir haben rund drei­ein­halb Stun­den lang getagt und eine Menge wich­ti­ger The­men bespro­chen. Wir haben uns mit schwie­ri­ge­ren und ein­fa­che­ren Ent­schei­dun­gen befasst, nicht nur erfreu­li­che Sachen.

Aber was ich groß­ar­tig finde, das ist unser fei­nes Mit­ein­an­der, wo jede und jeder blei­ben darf, wie er/sie […]

Selbstverpflichtung »Verhinderung von Gewalt an Kindern und Jugendlichen«

Ein (jetzt) offe­ner Brief ans Lan­des­ju­gend­pfarr­amt. Hier etwas zur Vor­ge­schichte: Für haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­tende, die mit Kin­dern und Jugend­li­chen zu tun haben, ist es seit eini­ger Zeit erfor­der­lich, dass diese regel­mä­ßig ein Füh­rungs­zeug­nis bei­brin­gen. Es gilt zu ver­hin­dern, dass ein­schlä­gig Vor­be­strafte wie­der mit Kin­dern oder Jugend­li­chen arbei­ten. So weit so gut. Nun geht man in der Lan­des­kir­che (nament­lich in der Lan­des­ju­gend­kam­mer bzw. dem umset­zen­den Lan­des­ju­gend­pfarr­amt) aber hier­über hin­aus, indem man auch bei ehren­amt­lich Mit­ar­bei­ten­den sen­si­bi­li­sie­ren möch­ten (in den Grup­pen­lei­tungs­kur­sen) — so weit, so gut — aber noch einen Schritt wei­ter geht man: Es gibt da eine Selbst­ver­pflich­tung, die m.E. weit übers Ziel hin­aus­schießt. Diese Erklä­rung fin­det sich hier bzw. die ein­zel­nen Doku­mente zum Down­load hier:

Nach­dem sich im ver­gan­ge­nen Jahr eine Menge Akti­vi­tät zeigte, scheint man jetzt das Thema mehr oder weni­ger als »nor­mal« anzu­se­hen und laut mei­nem Infor­ma­ti­ons­stand wer­den alle Ehren­amt­li­chen ange­hal­ten, diese frag­wür­di­gen Erklä­run­gen zu unter­schrei­ben: Ob es in der Pra­xis schon so weit ist, weiß ich nicht.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag habe ich einen Brief ans Lan­des­ju­gend­pfarr­amt in die­ser Ange­le­gen­heit geschrie­ben, um die Dinge ein­mal etwas vor­an­zu­brin­gen. Wei­ter­le­sen

Wie aus Sündern eine Gemeinschaft Heiliger wird...

Wie aus Sün­dern eine Gemein­schaft der Hei­li­gen wird — und warum die Lebens­füh­rung in dem Zusam­men­hang so wich­tig ist:

Lest dies: Kurz gesagt: Der Bischof (röm.-kath.) von Brügge (Bel­gien) hat um seine Ent­he­bung aus dem Amt gebe­ten, was der Vati­kan bin­nen einer Stunde annahm. Der Bischof hatte ein­ge­räumt, einen Kna­ben miss­braucht zu haben. Wei­ter­le­sen

übers Hohe und Erhabene und religionsloses Christentum in der Postmoderne

Eine Freun­din wies mich auf diese Arti­kel in der heu­ti­gen Welt hin: Sicher zutref­fend beschreibt der Ver­fas­ser, wie sich in den unter­schied­li­chen Kir­chen eine gewisse Sinn­leere bei der Rede von Gott zeige:

»Aber in der Ver­kün­di­gung Got­tes ist sie wenig über­zeu­gend. In den Ritua­len des Glau­bens spürt man nicht sel­ten eine gewisse Hohl­heit, ein Zit­tern, ein Frem­deln. Auf den Gesich­tern von Pries­tern und Pfar­rern ist bis­wei­len ein Zwei­fel zu lesen, man­che seg­nende Hand wirkt schauspielerhaft.«

Wei­ter­le­sen

Ist aufgewärmter Spinat eigentlich giftig?

Nichts hält sich län­ger als Sagen und Legen­den. Und Ver­schwö­rungs­theo­rien sind der Stoff, aus dem man­che Web-Angebote sich spei­sen (ja, ich denke da an Fefe… — den ich selbst gerne besuche).

Bei unse­rer Spi­nat­suppe stell­ten einige im Küchen­team fest, dass ja auf­ge­wärm­ter Spi­nat gif­tig wäre, und hier gibt es noch etwas mehr, für alle, die sich für das Thema inter­es­sie­ren. Wei­ter­le­sen

Lecker Lyrik Weblog: Kochen Tag 1

Heute nun ging es los, mit Lud­wig zum Ein­kauf. Und als der Gemü­se­händ­ler meinte, dass meine Bestel­lung nicht in/auf einen Ein­kaufs­wa­gen passe, er es darum in einem mann­ho­hen Roll­wa­gen gepackte hätte, da war mein Klein­wa­gen eigent­lich schon voll. Drei Palet­ten Spi­nat, 15 kg Joghurt, 10 kg Mehl und vie­les mehr. Lud­wig bekam eine große Tasche auf […]

alles im Zeichen von Lecker Lyrik

Mor­gens beim Arzt prüfte ich im War­te­zim­mer meine Ein­kaufs­lis­ten. Ob 15 kg Spi­nat genü­gen für die Suppe? Kommt auf den Putz­ver­lust an. Eher doch mehr Gra­nat­ap­fel? Man weiß ja nicht, wie groß die sind, die der Gemü­se­händ­ler beschafft…? — Ker­bel zu den Min­zen und Peter­si­li­en­bün­den? Und wie­viel? Wel­che Sorte Kar­tof­feln eig­net sich beson­ders zu den Zitro­nen­kar­tof­feln? Ich werde mal den Gemü­se­händ­ler fra­gen. Wei­ter­le­sen

Predigt für 1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti), 1. Petr. 1,3–9

Hier die Pre­digt als pdf-Dokument, für alle, die lie­ber in Ruhe nachlesen…

Pre­digt­text: 1. Petrus 1,3–9

Geprie­sen sei der Gott und Vater unse­res Herrn Jesus Chris­tus, der nach sei­ner gro­ßen Barm­her­zig­keit uns wie­der­ge­bo­ren hat zu einer leben­di­gen Hoff­nung durch die Auf­er­ste­hung Jesu Christi aus den Toten | zu einem unver­gäng­li­chen und unbe­fleck­ten und unver­wel­k­li­chen Erb­teil, das in den Him­meln auf­be­wahrt ist für euch, | die ihr in der Kraft Got­tes durch Glau­ben bewahrt wer­det zur Erret­tung, [die] bereit [ist], in der letz­ten Zeit geof­fen­bart zu wer­den. Wei­ter­le­sen

Rom und andere Kirchen in der Krise

Die Zeit schreibt heute (und der Arti­kel als Gan­zes lohnt sehr der Lektüre):

Das Zen­trum der Kir­che schlägt um sich und tut dies immer ziel­lo­ser und undifferenzierter.

Die Wut ver­blüfft, weil die Kir­che seit Jahr­hun­der­ten geübt ist, in sich zu ruhen. Und weil die Kri­ti­ker sich jeder Häme ent­hal­ten haben. Über der Maß­lo­sig­keit der Reak­tion ist die Kir­che in Gefahr, ihre Mitte zu ver­lie­ren, all jene Gläu­bi­gen und sogar Glau­bens­fer­nen, die ihr zuge­tan waren, sei es aus per­sön­li­cher Fröm­mig­keit oder poli­ti­scher Wert­schät­zung ihrer Wir­kung in sozia­len Fra­gen. In die­sem Sinne, nicht wegen per­sön­li­cher Ver­stri­ckun­gen, zeigt sich Papst Bene­dikt XVI. bis­her der Dimen­sion der Krise und der Größe sei­ner Auf­gabe nicht gewach­sen. Wei­ter­le­sen

am Sonntag, 11. April, predige ich in Jakobi-Kirchrode

Liebe Lesende,

wer mal wie­der Lust hat, einen Got­tes­dienst mit außer­or­dent­lich fei­ner Musik und hof­fent­lich ebenso sen­si­bler Theo­lo­gie in den Wort­bei­trä­gen zu fei­ern, dem sei am Sonn­tag »Qua­si­mo­do­ge­niti« (1. Sonn­tag nach Ostern) um 10 Uhr der Saal der noch immer in Reno­vie­rung befind­li­chen Jako­bi­ge­meinde emp­foh­len. Ich habe die Ehre und das Ver­gnü­gen, dort, […]

Werbung für Lecker Lyrik am 17. April 2010

»Lecker Lyrik« ist eine Ver­an­stal­tung der Evan­ge­li­schen Jugend in Ander­ten, bei der drei Blö­cke Texte (meist Dich­tung, aber auch Prosa fand bereits ihren Platz) mit einem von der Jugend zube­rei­te­ten Vier-Gänge Menü kom­bi­niert wer­den, das alles zu höchst trag­ba­ren Preisen.

Nach unse­rem aus­ge­spro­chen schmack­haf­ten Pro­be­ko­chen (ich habe hier geb­logt) und dem Quizz zum […]

Predigt von mir zu Phil.2,5-11

Liebe Sudelweb-Lesende,

die Pre­digt vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag, Palm­sonn­tag, habe ich auf der St. Martin-Seite ver­öf­fent­licht; bloß für den Fall, dass jemand sie ver­säumt hat und nach­le­sen möchte. Dass sie so grund­sätz­lich an das Thema her­an­geht, das liegt auch an den Erfah­run­gen, dass viele, jün­gere (Kon­fis) und ältere, Gemein­de­glie­der oft so eine unklare Vorstellung […]

Entspannte Niederlande... Amsterdam 1: Nachnutzung Kirchenbauten

Nach eini­gen Tagen in Ams­ter­dam melde ich mich hier zurück. Ich wohnte in einem Stadt­ho­tel, drit­ter Stock, nahe dem Haupt­bahn­hof (Ams­ter­dam Cen­tr­aal) im drit­ten Stock auf ca. 9 qm mit Dach­schräge. Die Trep­pen waren fast Lei­tern, jeden­falls war die Stei­gung nicht gerade senio­ren­taug­lich, aber noch bin ich das ja auch nicht. Bekanntlich sieht man anderswo das, was einem als selbst­ver­ständ­lich gilt, weil es eben nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Inso­fern bil­det rei­sen. Wei­ter­le­sen

Three and me – live am 7. März im Gottesdienst

Ein Got­tes­dienst »kurz & gut«, wie meist am ers­ten Sonn­tag eines Monats. In die­sen Got­tes­diens­ten fin­det das Abend­mahl nicht statt, der Got­tes­dienst soll über­haupt weni­ger Zugangs­hür­den bie­ten, gerade auch, um Fami­lien ein­zu­la­den, für deren Kin­der eine Betreu­ung angeboten wird.

Der lit­ur­gi­sche Ablauf ist etwas ver­ein­facht, und nach dem Got­tes­dienst gibt es beim Kir­chen­kaf­fee eine […]

Jugendgottesdienst als Nullnummer...

Heute früh ein guter Got­tes­dienst in einer Nach­bar­ge­meinde mit einem Freund, der auch bei den Klei­nen Grup­pen dabei ist. Es war fein. Anschlie­ßend, der Kol­lege wurde zum Mit­tag­es­sen erwar­tet, habe ich im Saal alles für den Jugend­got­tes­dienst auf­ge­baut, Stühle gerückt, Altar und Ker­zen, Kla­vier an den rech­ten Ort, Ton­tech­nik auf­ge­baut usw. Über­zäh­lige Stühle waren hin­ter einer Klapptür greif­bar, soll­ten es mehr als vier­zig Besu­chende wer­den. Auf jeden Stuhl ein ein­la­den­des »Lebens­wei­sen« Gesang­buch. Wei­ter­le­sen

gestern: erst Konfis, dann Zeugen Jehovas...

Das war ein ech­tes Wech­sel­bad. Zwei Grup­pen Vor­kon­fir­man­dIn­nen, die aus­tes­te­ten, wie weit sie gehen kön­nen. Das Thema »Abra­ham« schien Teile der zwei­ten Gruppe gar nicht zu inter­es­sie­ren, was schade wäre, denn Abra­ham ist ja »Vor­bild des Glau­bens«, und so haben wir auch ver­sucht, das Thema auf­zu­zäu­men, von Römer 4 her. Wei­ter­le­sen

Frau Käßmanns Rücktritt – unfrisierte Gedanken

Kei­nes­wegs bin ich mit allem glück­lich (gewe­sen), was Frau Käß­mann tat oder sagte. Ich finde es aber nicht ein­fach, in schwie­ri­gen Zei­ten für die Lan­des­kir­che (Aus­tritte, gesamt­ge­sell­schaft­li­cher Umbruch…) die lei­tende Per­son ein­fach zu wech­seln. Hier­mit meine ich mehr das Bischofs­amt, denn der EKD-Ratsvorsitz ist zwar ein viel beach­te­tes Amt, aber mehr eines, das den Rat, ein mehr infor­mel­les Gre­mium, nach außen reprä­sen­tiert. Wei­ter­le­sen

ein feiner Sonntag... mit feinen Menschen: Kleine Gruppe!

Neu­lich stand es im Zeit-Magazin: Bei den soge­nann­ten vir­tu­el­len sozia­len Netz­wer­ken, face­book, stu­divz usw. ist es so ein­fach, »Freunde« zu einer Liste hin­zu­zu­fü­gen (zu »adden«), weil man eben nicht mehr mit ihnen zu tun haben muss als eben geschönte Sta­tus­mel­dun­gen von denen ange­zeigt zu bekom­men. Wer schreibt schon: »Mir geht es hun­de­e­lend!« — Genau: Statt des­sen steht da »freue mich auf …« ein ein­zi­ges Selbst-Marketing. Das ist in der Tat die Gene­ra­tion, die bei der Suche nach WG-Zimmern das erste Assess­ment­cen­ter zu absol­vie­ren gewohnt ist. Immer muss man sich ver­kau­fen! Wei­ter­le­sen

heute: Probekochen Lecker Lyrik

Wenn sich einige Leute mit grö­ße­ren Men­gen Fei­gen, mit Sesam­paste und Kräu­tern, die duf­ten wie auf dem Markt, im Gemein­de­haus tref­fen, Kicher­erb­sen pürie­ren und über­haupt selt­same Hand­griffe aus­füh­ren, die Roh­stoffe in Form zu brin­gen, dann geht es bei die­ser »Trans­for­ma­tion« um das Pro­be­ko­chen für die nächste Aus­gabe von »Lecker Lyrik«, die am 17. April statt­fin­den wird.

Nach zwei Stun­den ist alles zur Ver­kos­tung bereit. Cous­cous, Cumin und Kar­tof­fel. Wir kos­ten die weiß-grüne Suppe, die unge­wöhn­lich ist: Nicht gewohnt, son­dern wie ein Ein­topf, aber viel leich­ter. Sehr aus­ge­wo­gen. Wei­ter­le­sen

biblische Hermeneutik?!

Zu einem mei­ner Arti­kel schrieb neu­lich Freund Peer:

Eine sehr geist­rei­che Auffassung.

Auch euer Bru­der im Herrn Joseph Smith hat sich ja des­halb wohl­weis­lich bei der Über­set­zung eines Seer Sto­nes bedient und aus einem ver­dun­kel­ten Hut gele­sen. Das ist, als Arche­typ, das was du als ›Gott der den Text auf­schließt‹ bezeichnest.

Ver­dun­keln, daß außer dem Text nichts vor­han­den ist.
Keine Tafeln, kein Engel, kein Gott.
Nur mensch­li­che Erfindung.

Und ich rufe: »Das sei ferne!« Gerade diese Fra­ge­stel­lun­gen, wie man eine Aus­le­gung als zutref­fend, mög­lich, unwahr­schein­lich oder unzu­tref­fend beur­tei­len kann, das ist ja ein ganz wesent­li­cher Teil des­sen, worum sich auch die Fach­ge­biete Altes und Neues Tes­ta­ment küm­mern. Wei­ter­le­sen

Jugendkonvent: Frust oder (Gottes) Allmacht trotz meiner Ohnmacht?

In unse­rer Jugend­ar­beit ist man­ches im Schwin­den. Der­zeit gelingt es nicht gerade gut, nach der Kon­fir­ma­tion junge Leute anzu­spre­chen. Wenn aber wenige kom­men, wird es für die Lei­ten­den und für die Teil­neh­men­den, die kom­men, auch eher schwie­rig bzw. leicht frustrierend.

Das Gre­mium, das für die Lei­tung und Koor­di­na­tion die­ser Arbeit zustän­dig ist, heißt »Gemein­de­Ju­gend­Kon­vent«, kurz GJK. Dort sit­zen alle, die lei­tend in der Kin­der– und Jugend­ar­beit der Gemeinde mit­ma­chen, dazu beru­fene Mit­glie­der (Erwach­sene), der Dia­kon als haupt­amt­lich in die­sem Feld Täti­ger und der Ver­tre­ter des Kirchenvorstands.

Wenn alle kämen, dann wären wir ein gutes Dut­zend Men­schen. Ges­tern war es wie­der so weit, und viele waren nicht da. Die, die da waren, waren ent­we­der »fälsch­lich« gekom­men bzw. spä­ter. Man wollte schnel­ler durch­kom­men mit der Tages­ord­nung. Effek­ti­ves Arbei­ten finde ich gut. All­ge­mein schei­tert aber vie­les daran, dass alle, die da sind, ent­we­der sich als »völ­lig aus­ge­bucht« ver­ste­hen, und die Prio­ri­tä­ten für Stu­dium, Schule, … sämt­lich über die Gemein­de­ar­beit stel­len und auch daran, dass es — so mein Ein­druck — als Frei­zeit­be­lus­ti­gung ver­stan­den wird, was wir da machen. Man kann’s ja auch las­sen. Wei­ter­le­sen

noch einmal zu Jakob – unfrisierte Gedanken in der ökumenischen Bibelwoche...

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren fan­den in den Gemein­den der Charta Oecu­me­nica immer wie­der soge­nannte »öku­me­ni­sche Bibel­wo­chen« statt. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren wir in Ander­ten gast­ge­bende Gemeinde, als es um »ich bin Worte« im Johan­nes­evan­ge­lium ging. In die­sem Jahr ist die röm.-kath.  Pfarr­ge­meinde »Zu den Hei­li­gen Engeln« Gast­ge­be­rin und es geht um Texte aus der Jakob­s­er­zäh­lung. Mit einem Freund sprach ich über unser bei­der »nicht-ganz-glücklich-Sein« mit dem erleb­ten Abend (in unter­schied­li­chen Klein­grup­pen) und schrieb ihm, weil wir nicht ganz zu Ende kamen, eine mail, die ich (mini­mal bear­bei­tet) hier wie­der­gebe. Neben­bei: Ich bin begeis­tert davon, bib­li­sche Texte zu lesen und mit ande­ren zu beden­ken. Aber nach dem Abend stellte sich ein »metho­di­sches Unwohl­sein« ein, das ich hier zu deu­ten ver­su­che. — Dies ist ein Ver­such einer Auto-Anamnese mei­nes »Unwohl­seins« und keine grund­sätz­li­che Kri­tik an der Bibel­wo­che noch an denen, die etwas für die Grup­pen vor­be­rei­tet haben. Mir ging es auch um die Zugänge zum Ver­ste­hen, um die Frage nach einer ange­mes­se­nen Her­me­neu­tik, gerade von Chris­ten gegen­über alt­tes­ta­ment­li­chen Tex­ten… — Noch mal: Ich möchte nie­man­dem auf die Füße tre­ten, denke aber, dass es noch bes­ser gehen kann. Wei­ter­le­sen

Familiengottesdienst, heute: Methodisten Johanneskirche

Heute früh war für mich ein Fami­li­en­got­tes­dienst. Nicht in dem Sinne, dass Kin­der und ihre Eltern beson­ders zu ihren Rech­ten gekom­men wären, son­dern in der Hin­sicht, dass ich eine Geschwis­ter­kir­che besucht habe. Das mache ich viel zu sel­ten, weil ich ein­fach viel­fach in Ander­ten ein­ge­bun­den bin. Aber es ist gut und wei­tet den Hori­zont, wenn man mal anderswo ist. Wei­ter­le­sen

Etwas Besseres als den Tod finden wir überall… (Bremer Stadtmusikanten)

Heute berich­tet die Han­no­ver­sche All­ge­meine Zei­tung, dass die Anzahl der Kir­chen­aus­tritte im ev.-luth. Stadt­kir­chen­ver­band der Anzahl der Gemein­de­glie­der einer Gemeinde pro Jahr ent­spre­che. Das klingt einer­seits beängs­ti­gend. Zuge­ge­ben. Und wer die­ses Phä­no­men allein betrach­tet, könnte sich ver­an­lasst sehen, ent­we­der den Kopf geist­lich in den Sand zu ste­cken oder aber selbst bei Zei­ten aus­tre­ten, so wie vor der Kreu­zi­gung auch die Jün­ger das Weite such­ten. »In der Welt, da habt ihr Angst…«

Wenn es so ist, dass Men­schen die Kir­che for­mal ver­las­sen, weil sie ohne­hin keine Bin­dung haben, dann ist das ledig­lich eine Art Inven­tur (für beide Sei­ten): Wer inner­lich nichts mit den ande­ren Chris­ten­men­schen, der Lehre und den Bekennt­nis­sen der Kir­che anzu­fan­gen weiß, der kann ja ruhig aus­tre­ten, denn sie nutzt ihm nicht (nach eige­ner Ein­schät­zung), er ihr aber auch nicht, außer der Kir­chen­steuer, und die zu neh­men, sonst aber keine Bezie­hung zu wün­schen, das wäre kirch­li­cher­seits ver­lo­gen. Wei­ter­le­sen

ein alter Stein des Anstoßes — wiederbelebt:

Zu Weih­nach­ten vor einem Jahr schrieb ich in mei­nem Blog dies. Damals gab es einige Steine des Ansto­ßes. Lei­der sind beim Wech­sel der Domain (und damit der abso­lu­ten Adres­sen mei­ner Bei­träge) und dem Über­gang von einem Blog­sys­tem zu einem ande­ren die Kom­men­tare ver­lo­ren gegangen.

Jeden­falls scheint mir wie­der — und dies­mal vor dem Fest: Dass Weih­nach­ten wird, das ist ein Grund für »Sea­so­nal Gree­tings« oder für Jahresend-Ferien. Wir sind ziem­lich dabei, das Modell der Volks­kir­che (und des Kir­chen­volks) zu ver­las­sen. Natür­lich geht es dann mit Hül­len (wie bei den Koral­len) so, dass sie noch beste­hen, wenn die Lebe­we­sen längst aus­ge­zo­gen sind. Wei­ter­le­sen